Das Wetter in Westheim und Lustadt in der Pfalz, 24.07.2026 bis 25.07.2026

Der folgende synoptische Wetterbericht für Westheim und Lustadt in der Pfalz basieren auf einer detaillierten Synthese der führenden Global- und Regionalmodelle (ECMWF, AIFS, GFS, GEM, ICON-D2, WRF, ARPEGE und NAVGEM). Da beide Orte in der südpfälzischen Rheinebene geografisch unmittelbar nebeneinander liegen, weisen sie identische synoptische Phasen auf.

Die meso- und makroskalige Modellanalyse zeigt einheitlich, dass die Südpfalz am Freitag und Samstag unter dem dominierenden Einfluss einer strömungsschwachen Hochdruckzone an der Ostflanke eines nordatlantischen Hochs liegt. Dies führt zu einer markanten Advektion subtropischer Warmluft und einer fortschreitenden thermischen Intensivierung.

Wetterbericht für Freitag, den 24.07.2026

Morgen
In den frühen Morgenstunden präsentieren alle hochauflösenden Modelle (ICON-D2, WRF, ARPEGE) einen weitgehend wolkenlosen Himmel über Westheim und Lustadt. Durch die nächtliche Ausstrahlung sinken die Temperaturen auf erfrischende Minimalwerte zwischen 13 °C und 14 °C. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 72 % bis 76 % relativ hoch, nimmt jedoch mit Sonnenaufgang rasch ab. Lokale, flache Bodennebelfelder in Rheinnähe lösen sich unmittelbar nach Sonnenaufgang vollständig auf. Der Wind weht schwach mit etwa 3 bis 5 km/h vorwiegend aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen. Der Taupunkt liegt bei kühlen 8 °C bis 9 °C, während der bodennahe Luftdruck stabil bei rund 1018 hPa verweilt.

Vormittag
Der Vormittag bringt ungestörten, intensiven Sonnenschein. Die Erwärmung schreitet unter dem wolkenlosen Himmel rasant voran, sodass die Thermometer bis zum Ende des Abschnitts bereits Werte um 21 °C bis 23 °C anzeigen. Die Luftfeuchtigkeit sinkt kontinuierlich auf ca. 50 %. Der Wind behält seine schwache Intensität bei, dreht leicht auf Nordost und erreicht Spitzen von maximal 6 km/h. Der Luftdruck zeigt im Zuge des Tagesganges eine minimale fallende Tendenz, bleibt jedoch antizyklonal geprägt. Der solare Strahlungsantrieb ist hoch, was sich in einem ansteigenden UV-Index widerspiegelt.

Nachmittag
Am Nachmittag erreichen die Temperaturen ihr tageszeitliches Maximum von 27 °C bis 29 °C. Die Modelle ECMWF, GFS und GEM simulieren übereinstimmend eine sehr trockene Luftmasse in der Grundschicht, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit auf ein Minimum von 26 % bis 30 % absinkt. Gelegentlich zeigen sich harmlose, flache Schönwettercumuli am Horizont, welche die Sonneneinstrahlung kaum dämpfen. Der Wind weht weiterhin schwach aus Nordost mit Geschwindigkeiten um 5 km/h und flachen Böen von bis zu 15 km/h. Die Taupunkte bewegen sich in einem komfortablen Bereich um 10 °C bis 11 °C. Der Luftdruck stabilisiert sich bei ca. 1016 hPa.

Abend
In den Abendstunden kühlt es nur langsam ab. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 27 °C im Übergang und etwa 21 °C späten Abend. Der Himmel bleibt gering bewölkt oder sternenklar, da sich die vereinzelten Quellwolken des Nachmittags auflösen. Der Wind schläft nahezu vollständig ein und weht unbedeutend aus nordöstlichen Richtungen. Die relative Luftfeuchtigkeit erholt sich durch die einsetzende Abkühlung auf Werte um 35 % bis 40 %. Der Luftdruck verändert sich kaum.

Nacht
Die Nacht zum Samstag verläuft ruhig und trocken. Einige globale Modelle wie das GFS und das kanadische GEM deuten den Aufzug von lockeren, hohen Schleierwolken an, die jedoch keinen Einfluss auf das Wettergeschehen haben. Die Tiefstwerte sinken auf milde 15 °C bis 16 °C. Die Luftfeuchtigkeit steigt in der schadstoffarmen Luftmasse auf etwa 46 % bis 52 % an. Der Wind bleibt schwach und dreht im Laufe der Nacht im Vorfeld des herannahenden Tiefdrucksystems auf südliche bis südwestliche Richtungen.

Wetterbericht für Samstag, den 25.07.2026

Morgen
Der Samstagmorgen startet bereits spürbar milder als der Vortag. Die Temperaturen liegen im Frühbereich bei 15 °C bis 17 °C. Der Himmel zeigt sich anfangs noch verbreitet klar oder nur leicht durch hohe Cirren gemustert. Nebel ist aufgrund der zunehmenden Durchmischung der Luftmasse kein Thema. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei rund 55 %. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südwestlichen Richtungen. Der Luftdruck beginnt deutlicher zu fallen und sinkt auf etwa 1013 hPa, was den langsamen Abbau der Hochdruckbrücke signalisiert.

Vormittag
Am Vormittag sorgt eine fortschreitende Warmluftadvektion aus Südwesten für einen extrem steilen Temperaturanstieg. Die Werte klettern rasch auf 25 °C bis 28 °C. Gleichzeitig ziehen von Westen her erste dichtere, hohe und mittelhohe Wolkenfelder auf, die den Sonnenschein zeitweise milchig abschirmen. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt auf etwa 42 %. Der Südwestwind frischt leicht auf und erreicht mittlere Geschwindigkeiten von 10 bis 15 km/h. Der Taupunkt steigt spürbar an und erreicht Werte um 14 °C, wodurch sich die Luftmasse allmählich schwüler anfühlt.

Nachmittag
Der Nachmittag bringt hochsommerliche bis heiße Bedingungen mit Spitzenwerten von 32 °C bis 33 °C. Die Globalmodelle ECMWF und GFS sowie das datengestützte AIFS berechnen ein Aufziehen kompakterer Bewölkung. Die relative Luftfeuchtigkeit pendelt sich bei rund 38 % ein. Durch die Kombination aus hoher Temperatur und steigenden Taupunkten (nun bei 15 °C bis 16 °C) entsteht ein deutliches Schwülegefühl. Der Wind weht mäßig aus Südwest mit spürbaren Böen der Stärke 4 Bft (ca. 20 bis 25 km/h). Der Luftdruck sinkt weiter auf ca. 1010 hPa.

Abend
Am Abend bleibt die Luftmasse drückend heiß bei Werten zwischen 26 °C und 30 °C. Die Bewölkung verdichtet sich weiter. Der Wind dreht leicht zurück, bleibt aber böig aus West-Südwest. Die Luftfeuchtigkeit nimmt im Vorfeld der labilen Luftmasse wieder zu und erreicht Werte um 45 %. Der Luftdruck fällt kontinuierlich ab.

Nacht
In der Nacht zum Sonntag dehnt sich die wellende Frontalzone von Westen her weiter aus. Die Bewölkung ist überwiegend dicht, wodurch die Temperaturen kaum unter 18 °C bis 19 °C absinken. Die relative Luftfeuchtigkeit klettert auf über 60 %. Der Wind weht mäßig aus West bis Südwest. Gegen Ende der Nacht steigt der Taupunkt auf ein schwüles Niveau von knapp 17 °C an. Der Luftdruck erreicht mit rund 1007 hPa ein vorläufiges Tief.

Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten

Freitag, 24.07.2026
Für den gesamten Freitag zeigen die hochauflösenden konvektiven Modelle (ICON-D2, WRF) sowie die Globalmodelle (ECMWF, GFS, GEM, NAVGEM) ein absolut homogenes Bild. Die Gewitterwahrscheinlichkeit liegt bei 0 %.

  • Synoptische Begründung: Es fehlt an jeglichem Hebungsantrieb. Die atmosphärische Schichtung ist durch großräumiges Absinken im Bereich der Hochdruckzone stabil gedeckelt (Inversion). Zudem ist die troposphärische Grundschicht extrem trocken, sodass kein konvektives Potential (CAPE) aufgebaut werden kann.

Samstag, 25.07.2026

Im Tagesverlauf des Samstags bleibt es in Westheim und Lustadt trotz der zunehmenden Schwüle tagsüber gewitterfrei. Die Gewitterwahrscheinlichkeit liegt bis zum späten Abend unter 5 %.

  • Modell-Divergenzen für die Nacht: Erst in der Nacht zum Sonntag (26.07.) gerät die Pfalz in den unmittelbaren Einflussbereich eines herannahenden Troges. Hier zeigen die Modelle leichte zeitliche Diskrepanzen. Während das defensivere ECMWF und das AIFS die Hauptaktivität von Schauern und Gewittern erst für den Sonntagnachmittag berechnen, simulieren das amerikanische GFS und das Regionalmodell WRF ein Übergreifen erster konvektiver Systeme (möglicherweise eines mesoskaligen konvektiven Systems, MCS) in der zweiten Nachthälfte vor allem ab den frühen Morgenstunden des Sonntags.
  • Thermodynamisches Potenzial: Die Luftmasse am späten Samstagabend und in der Nacht ist energetisch hochgeladen. Die Modelle simulieren moderate CAPE-Werte (500–1000 J/kg) bei gleichzeitig steigender vertikaler Windscherung. Sollte die Hebung der Kaltfront oder eine vorgelagerte Konvergenzlinie die Pfalz vorzeitig erreichen, besteht in der Nacht zum Sonntag ein erhöhtes Risiko für strukturiert auftretende Gewitter, die lokal mit Starkregen (Mengen um 20 l/m² innerhalb kurzer Zeit) und stürmischen Böen einhergehen können. Zusammenfassend bleibt der Samstag tagsüber stabil, die Unwettergefahr nimmt jedoch im Laufe der Nacht von Westen her signifikant zu.
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