Das Wetter in Westheim und Lustadt in der Pfalz, 29.06.2026 bis 30.06.2026

Die folgende, hochaufgelöste Detailanalyse für Westheim und Lustadt in der Pfalz stützt sich auf die Modellläufe des europäischen ECMWF, des US-amerikanischen GFS, des französischen ARPEGE, des kanadischen GEM, der hochauflösenden Regionalmodelle ICON-D2 (DWD) und WRF sowie des globalen NAVGEM für Montag, den 29.06.2026.

Morgen (06:00 – 09:00 Uhr)
Die Passage einer markanten Kaltfront prägt das Wettergeschehen massiv. Während das ECMWF und das GFS die Frontlinie um Punkt 07:00 Uhr exakt über dem Germersheimer Umland ansetzen, simulieren die mesoskaligen Modelle ICON-D2 und WRF eine wellende Frontalzone, die schauerartigen, teils konvektiv verstärkten Starkregen bringt.

  • Niederschlag & Regenmenge: Die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt modellübergreifend bei 75 %. In der Fläche berechnet das GEM rund 5 bis 8 l/m², wohingegen das ICON-D2 in engen Core-Bereichen punktuelle Spitzen von 15 bis 25 l/m² innerhalb einer Stunde infolge von eingelagerten Starkregenzellen simuliert.
  • Sonne & Nebel: Eine dichte, mehrschichtige Bewölkung (As/Ns) riegelt den Himmel vollständig ab, die Sonnenscheindauer beträgt 0 Minuten. Stratiformer Bodennebel ist aufgrund des turbulenten Windfeldes unwahrscheinlich, die Sichtweiten sinken jedoch im Starkregenfall auf unter 400 Meter.
  • Wind, Feuchtigkeit & Druck: Der Wind weht zunächst mäßig aus West-Nordwest mit mittleren Geschwindigkeiten von 10 bis 15 km/h. Das WRF zeigt bei Frontdurchgang markante Böen um 45 bis 55 km/h (Bft 6–7). Die Luftfeuchtigkeit stagniert auf einem extrem schwülen Niveau von 75 % bis 80 %. Der Luftdruck erreicht an der Frontvorderseite seinen Tiefpunkt bei 1011 hPa und beginnt ab 08:00 Uhr sprunghaft zu steigen.

Vormittag (09:00 – 12:00 Uhr)
In dieser Phase fließt postfrontal kühlere und stabilere Meeresluft ein. Das ARPEGE-Modell hinkt der Entwicklung etwas hinterher und lässt letzte Schauerbänder erst gegen 11:00 Uhr abziehen, während das ECMWF eine raschere Abtrocknung signalisiert.

  • Niederschlag & Regenmenge: Die Regenwahrscheinlichkeit sinkt im Verlauf von 50 % auf unter 20 %. Es fallen lediglich noch unbedeutende Mengen von maximal 0,5 l/m² durch abziehenden Sprühregen.
  • Sonne & Nebel: Der Himmel lockert von Nordwesten her zögerlich auf. Das GFS prognostiziert erste Wolkenlücken (Stratocumulus), was zu einer ersten realen Sonnenscheindauer von etwa 20 bis 30 Minuten gegen Mittag führt. Nebel tritt nicht auf.
  • Wind, Feuchtigkeit & Druck: Der Wind dreht konstant auf Nord und weht stetig mit 12 bis 18 km/h. Die relative Luftfeuchtigkeit geht spürbar auf 66 % bis 71 % zurück, wodurch die morgendliche Schwüle schlagartig verfliegt. Der Luftdruck steigt kontinuierlich auf 1014 hPa.

Nachmittag (12:00 – 17:00 Uhr)
Der Nachmittag bringt eine durchgreifende Stabilisierung, da sich ein Zwischenhochkeil von Frankreich her vorschiebt. Alle Modelle (vor allem ECMWF, GFS und GEM) konvergieren hin zu einem freundlichen Wettercharakter. []

  • Niederschlag & Regenmenge: Die Wahrscheinlichkeit für flüssigen Niederschlag fällt auf ein Minimum von 10 % bis 15 %. Es bleibt in Westheim und Lustadt absolut trocken.
  • Sonne & Nebel: Flache Quellwolken (Cumulus humilis) wechseln sich mit längeren sonnigen Phasen ab. Die akkumulierte Sonnenscheindauer erreicht am Nachmittag solide 3 bis 4 Stunden.
  • Wind, Feuchtigkeit & Druck: Der Wind kommt schwach bis mäßig aus Nord-Nordwest. Das NAVGEM berechnet konstante Geschwindigkeiten von 14 km/h mit vereinzelten Spitzenböen um 30 km/h. Die Luftfeuchtigkeit sinkt in den komfortablen Bereich von 51 % bis 56 %. Der Luftdruck klettert weiter auf 1016 hPa.

Abend (17:00 – 22:00 Uhr)
Unter Absinkbewegung im Zwischenhoch fallen die restlichen Quellwolken zusammen, und es stellt sich ein sehr ruhiger Tagesausklang ein.

  • Niederschlag & Sonne: Ein Regenrisiko ist mit unter 5 % praktisch nicht mehr vorhanden. Die Sonne scheint vor ihrem Untergang um ca. 21:36 Uhr nochmals ungestört für etwa 1,5 bis 2 Stunden.
  • Wind, Feuchtigkeit & Druck: Der Wind flaut spürbar ab, dreht auf Nord-Nordost und erreicht nur noch Geschwindigkeiten von 4 bis 7 km/h. Die Luftfeuchtigkeit steigt aufgrund der einsetzenden Strahlungsabkühlung wieder auf 58 % bis 62 % an. Der Luftdruck erreicht stabile 1017 hPa.

Nacht (22:00 – 06:00 Uhr)
Die Nacht verläuft wolkenarm bis sternenklar, was die thermische Ausstrahlung des Bodens maximiert.

  • Niederschlag & Sonne: Vollkommen niederschlagsfrei bei einer Wahrscheinlichkeit von 0 %.
  • Nebelbildung: Aufgrund des nahezu einschlafenden Windes (unter 3 km/h) und der nach den morgendlichen Regengüssen feuchten Bodenoberfläche simulieren die hochauflösenden Modelle ICON-D2 und WRF ab ca. 03:00 Uhr die Entstehung von lokalem Strahlungsnebel. Betroffen sind vor allem die tieferen Lagen entlang der Queich- und Modenbachniederungen zwischen Westheim und Lustadt. Die Sichtweiten können stellenweise unter 100 bis 150 Meter sinken.
  • Wind, Feuchtigkeit & Druck: Der Wind ist fast windstill oder weht als schwacher Hauch aus Nordost. In den entstehenden Nebelfeldern schnellt die relative Luftfeuchtigkeit auf 85 % bis 92 % hoch. Der Luftdruck verweilt auf einem hohen Niveau von 1018 hPa.

Hochaufgelöste Gewitteranalyse
Die Gewittergefahr präsentiert sich am Montag extrem zeitabhängig und geografisch scharf abgegrenzt:

  • Präfrontale Phase (04:00 – 06:00 Uhr): Die Gewitterwahrscheinlichkeit klettert rasch auf 40 %. Durch die vorangegangene extreme Überhitzung (Vortagshöchstwerte bis 38 °C) sind moderate CAPE-Werte (konvektive Energie) von 500 bis 800 J/kg vorhanden. Erste präfrontale Hebungsantriebe initiieren isolierte, hochbasische Gewitterzellen.
  • Frontpassage (06:00 – 09:00 Uhr – Akutes Hauptrisiko): Die Gewitterwahrscheinlichkeit erreicht ihr Maximum bei 70 % bis 75 %. Das ICON-D2 zeigt eine gut organisierte Schauer- und Gewitterlinie, die von Nordwesten nach Südosten über die Pfalz hinwegfegt. Die vertikale Windscherung ist mäßig ausgeprägt, was die Bildung von multizellulären Clustern begünstigt. Hauptgefahrenpotenzial: Lokal eng begrenzter Starkregen mit Mengen von 25 bis maximal 40 l/m² in kurzen Zeiträumen (Unwetterpotenzial durch langsam ziehende Zellen), kleinkörniger Hagel (Durchmesser bis 1,5 cm) und isolierte schwere Sturmböen bis 75 km/h (Bft 9) im Bereich der Gewitterabwinde.
  • Postfrontale Phase (09:00 – 12:00 Uhr): Die Gewitterwahrscheinlichkeit bricht rapide auf 20 % bis 15 % ein. Die Gewitterlinie zieht zügig in Richtung Oberrheingraben und Schwarzwald ab. In Westheim und Lustadt verbleibt lediglich stabiler, stratiformer Nachregen ohne jegliche Blitzaktivität.
  • Nachmittag bis Nacht (Ab 12:00 Uhr): Das Gewitterrisiko sinkt auf 0 %. Durch den massiven Advektionsprozess kühlerer Luftmassen wird die Schichtung der Atmosphäre vollständig stabilisiert, sodass thermische Konvektion unterbunden wird.

Für Dienstag, den 30.06.2026, zeichnet sich für die südpfälzischen Nachbargemeinden Westheim und Lustadt eine meteorologisch brisante und hochsommerlich schwüle Wetterlage ab. Während die europäischen, amerikanischen und regionalen Wettermodelle am Vormittag noch weitgehend einig von ruhigem Wetter ausgehen, driften die Berechnungen bezüglich des Timings und der Intensität der schweren Gewitter ab dem Nachmittag stark auseinander. Am Ende des Berichts finden Sie die detaillierte Gewitteranalyse.

Morgen (04:00 – 08:00 Uhr)
In den frühen Morgenstunden dominiert in beiden Orten ein teils klarer, teils gering bewölkter Himmel. Nach den Schauern des Vortrags bildet sich aufgrund der stark abgesunkenen Temperaturen auf 19 bis 18 Grad eine hohe relative Luftfeuchtigkeit von etwa 75 bis 80 Prozent. Das hochauflösende ICON-D2 Modell warnt in Bodennähe vor lokalem, teils dichtem Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern, besonders in den feuchten Niederungen entlang der Flussläufe. Der Luftdruck verhält sich stabil bei etwa 1016 Hektopascal. Der Wind weht kaum wahrnehmbar mit rund 3 bis 5 Kilometern pro Stunde vorwiegend aus nördlicher bis nordöstlicher Richtung. Zu diesem Zeitpunkt ist das Niederschlagsrisiko bei allen Modellen wie ECMWF und GFS mit unter 5 Prozent nahe null.

Vormittag (08:00 – 12:00 Uhr)
Mit fortschreitender Tageszeit löst die zunehmende Sonneneinstrahlung den Frühnebel rasch auf. Es entwickelt sich ein freundlicher Mix aus viel Sonne und lockeren Quellwolken, wobei die Sonne bis zu 9 Stunden scheinen kann. Das französische ARPEGE Modell berechnet einen schnellen Temperaturanstieg auf 24 bis 27 Grad bis zur Mittagszeit. Die Luftfeuchtigkeit sinkt im Zuge der Erwärmung auf etwa 60 Prozent. Das amerikanische GFS Modell sowie das kanadische GEM Modell halten die Pfalz in diesem Zeitraum absolut niederschlagsfrei, wohingegen erste konvektive Vorläufer im WRF Modell gegen 11:00 Uhr ein minimales Schauerrisiko von 30 Prozent andeuten. Der Wind dreht leicht auf Nordost, bleibt aber mit 4 bis 6 Kilometern pro Stunde sehr schwach.

Nachmittag (12:00 – 17:00 Uhr)
Am Nachmittag schlägt das Wetter in die hochsommerliche Unwetterlage um. Die Temperaturen klettern in Westheim und Lustadt auf schweißtreibende Höchstwerte von 30 bis 32 Grad, wobei sich die Luft durch die feuchte Vorgeschichte extrem drückend und schwül anfühlt. Der Luftdruck beginnt leicht zu fallen. Die Sonne teilt sich den Himmel zunehmend mit mächtigen, vertikal in die Höhe schießenden Quellwolken (Cumulonimbus). Während NAVGEM und GFS die Gewitterzellen erst gegen Abend im Südosten der Pfalz zünden lassen, zeigt das kleinräumige ICON-D2 Modell bereits ab 16:00 Uhr explosive Entwicklungen direkt über der Südpfalz. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt sprunghaft an. Abseits der Schauerthermik herrscht schwacher Wind, doch in direkter Nähe aufziehender Zellen drohen schlagartig stürmische Böen aus unterschiedlichen Richtungen.

Abend (17:00 – 22:00 Uhr)
Dies ist die meteorologisch aktivste Phase des Tages. Das ECMWF Modell und die regionalen WRF-Simulationen prognostizieren übereinstimmend den Durchzug heftiger, teils schwerer Gewitter. Die Regenmengen können lokal stark variieren: Während im regionalen Mittel nur 1 bis 3 Liter pro Quadratmeter berechnet werden, zeigen die Spitzenwerte der hochauflösenden Modelle punktuelle Sturzfluten mit lokal 15 bis 25 Litern Regenwasser innerhalb einer Stunde. Die Temperaturen sinken im Zuge der Niederschläge auf 28 bis 25 Grad ab. Die Luftfeuchtigkeit schnellt wieder auf über 70 Prozent hoch. Der Wind frisch aus westlichen Richtungen auf und kann in Gewitternähe Sturmböen oder schwere Sturmböen zwischen 65 und 75 Kilometern pro Stunde erreichen.

Nacht (22:00 – 04:00 Uhr)
In der Nacht flachen die Gewitterzellen langsam ab, das Unwetterpotenzial zieht nordwärts ab. Dennoch bleibt die Atmosphäre unruhig: Das GEM und das GFS Modell zeigen weiterhin wechselnde Bewölkung mit einer anhaltenden Wahrscheinlichkeit von 40 bis 75 Prozent für leichten bis mäßigen Nachregen. Die Temperaturen kühlen sich bis zum frühen Mittwochmorgen auf milde 20 bis 17 Grad ab. Die Luftfeuchtigkeit stabilisiert sich auf einem sehr hohen Niveau von rund 75 Prozent, weshalb sich in den frühen Morgenstunden erneut Nebelfelder ausbilden können. Der Wind beruhigt sich außerhalb der Schauer und weht schwach aus Nordwest mit etwa 4 bis 5 Kilometern pro Stunde.

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