Das Wetter in Westheim und Lustadt in der Pfalz, 30.06.2026 bis 1.07.2026

Für Dienstag, den 30.06.2026, zeigt die multimodale Synopse aus ARPEGE, GFS, GEM, ICON-D2, WRF, NAVGEM und ECMWF für Westheim und Lustadt in der Pfalz ein meteorologisch zweigeteiltes Bild: Auf einen weitgehend ruhigen, sommerlich-heißen Vormittag folgt ab dem späten Nachmittag ein markanter Wetterumschwung mit hoher Gewitterneigung.

Morgen
In den frühen Morgenstunden starten beide Gemeinden mit Werten zwischen 18 °C und 20 °C. Das hochauflösende ICON-D2 und das WRF-Modell signalisieren lokal begrenzte, flache Nebelfelder über den feuchten Niederungen der Rheinebene, die sich durch die einsetzende Solarstrahlung rasch auflösen. Die Sonne scheint zunächst ungehindert bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von anfangs über 75 %. Der Wind weht schwach und unbedeutend aus Nordost bis Ost mit Geschwindigkeiten um 5 km/h. Der Luftdruck bewegt sich auf einem stabilen Niveau von etwa 1015 Hektopascal. Niederschläge sind in dieser Phase ausgeschlossen.

Vormittag
Bis zum Mittag setzt sich strahlender Sonnenschein durch. Die Luft erwärmt sich rasant auf 24 °C bis 27 °C. GFS und ECMWF berechnen für diesen Zeitraum eine temporäre Abtrocknung der bodennahen Luftschichten, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit auf rund 60 % absinkt. Es bleibt absolut niederschlagsfrei bei fortwährend schwachem Wind aus variablen Richtungen. Der Luftdruck beginnt im Zuge eines herannahenden Troges aus Westen leicht zu fallen.

Nachmittag
Am Nachmittag erreichen die Temperaturen ihren Höchstwert von 30 °C bis 32 °C, wobei die Luft durch Feuchteadvektion zunehmend schwül und drückend wird. Das französische ARPEGE sowie das GEM-Modell simulieren ab ca. 15:00 Uhr erste dichtere Quellwolken (Cumulus congestus) über dem Pfälzerwald, die allmählich in die Rheinebene hineinziehen. Bis ca. 16:30 Uhr bleibt es in Westheim und Lustadt noch meist trocken, bevor die Niederschlagswahrscheinlichkeit sprunghaft ansteigt. Die Luftfeuchtigkeit klettert im Zuge der Bewölkung wieder über 55 %.

Abend
Der Abend bringt die meteorologische Hauptaktivität des Tages. Zwischen 17:00 Uhr und 21:00 Uhr besteht laut ICON-D2 und WRF die höchste Wahrscheinlichkeit für teils schwere, konvektive Umlagerungen. Bei einsetzenden Schauern kühlt es auf 24 °C bis 27 °C ab. Der Wind frischt außerhalb der Gewitterzellen nur mäßig auf, kann jedoch in direkter Gewitternähe abrupt drehen und Sturmböen erzeugen. Die Luftfeuchtigkeit erreicht Werte von über 70 %. Der Luftdruck markiert mit dem heranziehenden Tiefausläufer seinen Tagestiefstwert.

Nacht
In der Nacht zum Mittwoch beruhigt sich die Atmosphäre von Westen her nur langsam. ECMWF und NAVGEM prognostizieren weiterhin wellende, postfrontale Regenschauer, die bis weit in die zweite Nachthälfte anhalten können. Die Temperaturen sinken auf Werte um 19 °C. Die Luft ist mit über 80 % Luftfeuchtigkeit nahezu gesättigt, weshalb sich gegen Morgen erneut dichter Dunst oder Nebel formieren kann. Der Wind dreht auf West bis Nordwest und flaut abseits von Schauern auf unter 10 km/h ab. Die akkumulierte Regenmenge über den gesamten Tag bilanziert sich je nach exakter Zugbahn der Zellen auf 1,0 mm bis lokal über 15 mm im Fall eines Volltreffers.

Gewitterwahrscheinlichkeiten und Unwetterpotenzial
Die thermodynamischen Bedingungen sind am späten Nachmittag und Abend hochexplosiv. Die Modelle GFS und WRF zeigen für die Südpfalz moderate bis hohe CAPE-Werte (konvektive Energie) von 800 bis 1300 J/kg bei gleichzeitig hoher ausfällbarer Wassermenge (Precipitable Water). Die Gewitterwahrscheinlichkeit wird vom ICON-D2 ab 17:00 Uhr mit 65 % bis 80 % beziffert. Da die großräumige Windscherung schwach bis mäßig ausgeprägt ist, ist die Bildung langlebiger Superzellen eher unwahrscheinlich. Stattdessen prognostizieren ARPEGE und GEM langsam ziehende, multizelluläre Cluster oder Einzelzellen. Daraus resultiert ein primäres Unwetterpotenzial durch heftigen Starkregen, bei dem lokal binnen einer Stunde 15 bis 25 l/m² Niederschlag fallen können. Eng begrenzt sind zudem kleinkörniger Hagel und stürmische Böen (Bft 8, bis 65 km/h) möglich. Das Unwetterpotenzial flaut nach 22:00 Uhr ab, geht jedoch in der Nacht in schauerartigen Starkregen über.


Am Mittwoch, den 01.07.2026, beruhigt sich das Wetter in Westheim und Lustadt nach der extremen Juni-Hitzewelle und den jüngsten Unwettern spürbar. Die herangezogenen führenden globalen und regionalen Wettermodelle – darunter das europäische Leitmodell ECMWF, das amerikanische GFS, das kanadische GEM, das französische ARPEGE sowie die hochauflösenden Regionalmodelle ICON-D2, WRF und das maritime NAVGEM – zeigen eine hohe Übereinstimmung bezüglich eines großräumigen Luftmassenwechsels. Eine kühlere, stabilere Meeresluftmasse aus Nordwesten drängt die schwüle Gewitterluft ab. Dadurch sinken die Temperaturen auf angenehme sommerliche Werte.

Morgen
In den frühen Morgenstunden dominiert laut den hochauflösenden Modellen ICON-D2 und WRF noch eine dichte Restbewölkung, die von den nächtlichen Abzügen der Front herrührt. Ganz vereinzelter Nieselregen oder minimaler Abkühlungsregen zieht rasch nach Osten ab, wobei die Regenmengen mit deutlich unter 0,5 Litern pro Quadratmeter kaum messbar bleiben. Örtlich kann sich in den feuchten Niederungen der Pfalz flacher, kurzlebiger Bodennebel bilden, der sich jedoch mit den ersten Sonnenstrahlen schnell auflöst. Die Temperaturen starten bei erfrischenden 19 °C bis 20 °C. Der Wind weht schwach bis mäßig mit Geschwindigkeiten um 7 bis 10 km/h aus nordwestlichen Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit ist zu dieser Tageszeit mit rund 80 % bis 83 % recht hoch, während der Luftdruck am Boden bedingt durch das nachrückende Zwischenhoch leicht auf etwa 1016 Hektopascal ansteigt.

Vormittag
Im Laufe des Vormittags setzt sich der Trend zur Wetteraufheiterung massiv fort. Die globalen Modelle ECMWF und GFS prognostizieren ein rasches Aufbrechen der Wolkendecke. Die Sonne gewinnt die Oberhand, und es entwickelt sich ein freundlicher Mix aus viel blauem Himmel und harmlosen, flachen Quellwolken (Cumulus humilis). Das Thermometer steigt kontinuierlich von 21 °C auf rund 24 °C an. Niederschläge sind in diesem Zeitraum laut allen Modellen komplett ausgeschlossen. Der Nordwestwind bleibt mit schwachen Böen im Bereich von 9 bis 13 km/h gut spürbar, was die Luft sehr angenehm und gut durchlüftet wirken lässt. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt parallel zur Erwärmung zügig auf etwa 55 % bis 63 % ab.

Nachmittag
Am Nachmittag erreichen Westheim und Lustadt den klimatischen Höhepunkt des Tages. ARPEGE, GFS und ICON-D2 berechnen übereinstimmend eine sommerliche Höchsttemperatur von 27 °C bis 28 °C. Bei wechselnder, aber überwiegend lockerer Bewölkung scheint die Sonne über mehrere Stunden hinweg intensiv. Es bleibt in der gesamten Region trocken, wobei das GEM-Modell über dem Pfälzerwald minimale Schauerzellen andeutet, die die Rheinebene jedoch nicht erreichen. Die Regenmenge liegt folglich bei 0 Millimetern. Der Wind frischt im Tagesgang etwas auf und weht mäßig aus Westen bis Nordwesten, wobei einzelne Böen Spitzenwerte von 35 bis 40 km/h erreichen können, was den Aufenthalt im Freien sehr angenehm macht. Die Luftfeuchtigkeit geht auf ein komfortables, trockenes Niveau von 37 % bis 45 % zurück, während der Luftdruck stabil im hohen Bereich verharrt.

Abend
Die Abendstunden bringen eine sanfte Abkühlung bei meist gering bewölktem oder klarem Himmel. Die Temperaturen sinken von anfänglichen 26 °C zügig auf kühlere 22 °C ab. Das NAVGEM-Modell und das ECMWF zeigen eine weitgehende Beruhigung der Atmosphäre. Die Sonne verabschiedet sich mit einem klaren Horizont, und es bleibt absolut niederschlagsfrei. Der zuvor böige Wind flaut spürbar ab und weht nur noch schwach mit etwa 5 bis 7 km/h aus nördlichen Richtungen. Durch die Abkühlung beginnt die Luftfeuchtigkeit wieder langsam auf Werte um 45 % bis 50 % anzusteigen.

Nacht
In der Nacht zum Donnerstag sorgt das stabile Zwischenhoch für einen weitgehend wolkenlosen und sternenklaren Himmel über der Pfalz. Die Temperaturen sinken aufgrund der ungehinderten Ausstrahlung in den tieferen Lagen von Westheim und Lustadt auf erfrischende Tiefstwerte von 15 °C. Nebelbildung ist aufgrund der abgetrockneten Luftmassen kaum zu erwarten, höchstens in unmittelbarer Nähe zu Bachläufen können sich isolierte Nebelfelder formieren. Es herrscht nahezu Windstille oder ein nur ganz schwacher Luftzug aus nördlicher Richtung. Die relative Luftfeuchtigkeit klettert in der kühlen Nachtluft wieder auf 75 % bis 80 % nach oben.

Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeit
Die prognostizierte Gewitterwahrscheinlichkeit für den gesamten Mittwoch tendiert gegen Null und liegt modellübergreifend bei unter 5 %. Die Ursache hierfür liefern die thermodynamischen Parameter der Modelle ICON-D2 und WRF: Durch den markanten Luftmassenwechsel in der Nacht zuvor wurde die hochenergetische, schwüle Luft vollständig nach Südosten in Richtung Alpenraum abgedrängt. Die Werte für das potenziell verfügbare Konvektionspotential (CAPE) liegen im gesamten Tagesverlauf nahe 0 Joule pro Kilogramm, was das Aufsteigen kräftiger Gewitterwolken unmöglich macht. Zudem sorgt die absinkende Luftbewegung im Bereich des nachrückenden Zwischenhochs für eine stabile Schichtung der Atmosphäre. Es besteht für Westheim und Lustadt keinerlei Gefahr von Blitzschlag, Hagel oder lokalen Sturmböen.

 

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