Wetterbericht für die Region Westheim, Lingenfeld und Lustadt (Pfalz), 7.10.2026 bis 8.10.2026

Die synoptische Lage in der Südpfalz zeigt einen markanten Übergang der Großwetterlage. Am 7. Oktober 2026 verabschiedet sich das bisher dominante Spätsommerhoch unter zunehmendem Gradientenrückgang. Während der Vormittag noch von stabiler Absinkbewegung geprägt ist, nähert sich von Nordwesten eine wetteraktive Kaltfront eines kräftigen Islandtiefs. Diese Front überquert das Vorhersagegebiet in der Nacht auf den 8. Oktober 2026 und leitet einen markanten Luftmassenwechsel hin zu polarer Meeresluft ein.

Mittwoch, 7. Oktober 2026

Morgen (06:00 – 09:00 Uhr) 🌫️
In den Niederungen um Westheim, Lingenfeld und Lustadt halten sich dichte, teils zähe Strahlungsnebelfelder. Die Sichtweiten liegen strichweise unter 150 Metern. Die Bewölkung ist abgesehen vom Bodennebel gering, da die Globalmodelle ECMWF und GFS eine strahlungsstarke Vornacht simulieren. Es besteht noch kein Niederschlagsrisiko (0 %). Der Wind weht schwach und unbedeutend aus östlichen Richtungen mit etwa 2 bis 5 km/h. Die relative Luftfeuchtigkeit ist mit 89 % bis 92 % sehr hoch. Der Luftdruck liegt auf einem noch hohen, aber leicht fallenden Niveau von ca. 1018 hPa. Die Temperaturen bewegen sich in der kühlen Morgenluft zwischen 8 °C und 10 °C, während die Taupunkte eng an den Werten liegen (ca. 8 °C).

Vormittag (09:00 – 12:00 Uhr) 🌤️
Nach rascher Auflösung der Nebelfelder setzt sich verbreitet strahlender Sonnenschein durch. Das Kürzestfristmodell ICON-D2 zeigt bis zum Mittag eine nahezu wolkenlose Atmosphäre über der Pfalz. Die Sonne scheint ungehindert, was zu einer schnellen Erwärmung führt. Das Niederschlagsrisiko verbleibt bei 0 %. Der Wind dreht allmählich auf Südost bis Süd, bleibt mit 3 bis 6 km/h jedoch schwach. Die Luftfeuchtigkeit sinkt durch die starke Einstrahlung deutlich auf etwa 65 %. Die Temperaturen steigen spürbar an und erreichen am späten Vormittag bereits milde 13 °C bis 18 °C. Die Taupunkte verharren stabil bei etwa 9 °C.

Nachmittag (12:00 – 17:00 Uhr) ⛅
Der Nachmittag bringt den thermischen Höhepunkt des Tages. Unter Einstrahlung klettern die Temperaturen auf spätsommerliche Höchstwerte von 21 °C bis 23 °C. Ab ca. 15:00 Uhr ziehen von Westen her erste kompakte Schleierwolken (Cirrostratus und Altocumulus) auf, die das Nahen der Kaltfront ankündigen. Die Modelle AIFS und GEM berechnen eine Zunahme der Bewölkung auf etwa 4 bis 6 Achtel. Das Niederschlagsrisiko bleibt am Nachmittag noch gering (unter 10 %). Der Wind frischt spürbar auf, dreht konstant auf Südwest und erreicht im Mittel 10 bis 15 km/h mit ersten Böen um 25 km/h. Die Luftfeuchtigkeit erreicht ihren Tagestiefstwert bei rund 55 %. Der Luftdruck sinkt weiter auf etwa 1012 hPa. Die Taupunkte steigen infolge von Feuchteadvektion leicht auf 11 °C bis 12 °C an.

Abend (17:00 – 22:00 Uhr) 🌦️⚡
Am Abend verdichtet sich die Bewölkung rasch zur geschlossenen Wolkendecke (8 Achtel). Die präfrontale Konvektion setzt ein. Von Westen her greifen erste Schauer auf die Region über. Das Niederschlagsrisiko steigt rasch auf 40 % bis 45 % an, wobei erste messbare Regenmengen von etwa 0,5 l/m² fallen. Die Temperaturen gehen langsam auf 17 °C bis 19 °C zurück. Der Wind weht mäßig aus Südwest mit Geschwindigkeiten um 15 km/h. Die Luftfeuchtigkeit steigt wieder auf über 75 % an.

Gewitteranalyse: Die hochauflösenden Regionalmodelle WRF und ICON-D2 simulieren am Abend eine schmale Zunge labil geschichteter Luft mit Cape-Werten von 100 bis 250 J/kg, die vor der eigentlichen Front hergeschoben wird. Das Risiko für isolierte, eingelagerte Gewitter wird für den Zeitraum zwischen 19:00 und 22:00 Uhr auf 20 % bis 25 % taxiert. Hauptgefahrenkomponenten sind kurzzeitiger Starkregen und vereinzelte Sturmböen aufgrund von gut ausgebildeter Richtungsscherung in den unteren Kilometern.

Nacht (22:00 – 06:00 Uhr) 🌧️
In der Nacht überquert die Kaltfront die Pfalz direkt. Es setzt anhaltender, zeitweise kräftiger Regen ein. Die Modelle ARPEGE und ECMWF prognostizieren für die Nacht eine kumulierte Regenmenge von 2 bis 4 l/m² bei einem Niederschlagsrisiko von 65 % bis 90 %. Die Gewitterwahrscheinlichkeit sinkt mit Frontpassage stark ab, da die Schichtung rasch stabilisiert. Die Bewölkung ist durchgehend geschlossen. Der Wind dreht hinter der Front auf West bis Nordwest und bläst mäßig bis frisch mit Böen von bis zu 35 km/h. Der Luftdruck erreicht mit 1008 hPa seinen Tiefpunkt. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt nahe der Sättigungsgrenze bei 85 % bis 88 %. Die Temperaturen sinken spürbar auf Tiefstwerte von 16 °C im Laven der Front und bis zu 10 °C gegen Morgen. Die Taupunkte fallen postfrontal markant ab.

 

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Morgen (06:00 – 09:00 Uhr) 🌧️💨
Der Donnerstagmorgen startet herbstlich, nass und windig. Die Reste der Kaltfront sorgen weiterhin für dichte Bewölkung und abziehenden Regen. Das Niederschlagsrisiko liegt in den frühen Morgenstunden bei hohen 75 %. Die Regenmenge beläuft sich am Morgen auf weitere 1 bis 2 l/m². Nebel ist aufgrund der starken Durchmischung der Atmosphäre kein Thema. Der Wind weht mäßig bis frisch aus Nordwest mit mittleren Geschwindigkeiten von 20 km/h und stürmischen Böen zwischen 35 und 45 km/h. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 84 % extrem hoch. Der Luftdruck beginnt hinter der Front wieder deutlich zu steigen (ca. 1014 hPa). Die Temperaturen zeigen sich markant abgestürzt im Vergleich zum Vortag und liegen bei nur noch 7 °C bis 9 °C. Die Taupunkte liegen bei kühlen 5 °C.

Vormittag (09:00 – 12:00 Uhr) 🌦️
Am Vormittag lockert die geschlossene Wolkendecke im Rückseitenwetter der Front langsam auf und geht in eine wechselnde Bewölkung über. Es kommt zu einem klassischen Wechsel aus kurzen sonnigen Abschnitten und einzelnen postfrontalen Regenschauern. Das Niederschlagsrisiko sinkt auf etwa 40 %. Der Wind bleibt spürbar aktiv, weht weiterhin aus Nordwest mit Böen um 35 km/h und sorgt für eine starke Abkühlung. Die Luftfeuchtigkeit geht leicht zurück auf 78 %. Der Luftdruck steigt kontinuierlich an. Die Temperaturen kommen kaum voran und bewegen sich zwischen 10 °C und 12 °C, wobei sich das Temperaturempfinden durch den Wind (Windchill-Effekt) deutlich kälter anfühlt.

Nachmittag (12:00 – 17:00 Uhr) 🌤️
Am Nachmittag beruhigt sich das Wetter zunehmend, da sich von Westen her ein Zwischenhocheinfluss bemerkbar macht. Die Bewölkung reißt weiter auf (3 bis 5 Achtel) und die Sonne zeigt sich wieder häufiger. Trotz der Sonnenanteile bewirkt die eingeflossene Polarluft, dass die Höchstwerte bei sehr kühlen 14 °C bis 16 °C gedeckelt werden – ein markanter Temperatursturz von fast 8 Grad im Vergleich zum Vortag. Das Risiko für weitere Schauer sinkt auf unter 15 %. Der Nordwestwind flaut im Tagesverlauf langsam ab und weht nur noch mäßig mit Geschwindigkeiten um 15 km/h. Die relative Luftfeuchtigkeit pendelt sich bei ca. 70 % ein, der Luftdruck stabilisiert sich bei 1018 hPa. Die Taupunkte verharren tief bei rund 4 °C bis 6 °C.

Abend (17:00 – 22:00 Uhr) 🌌
Mit Sonnenuntergang fallen die Temperaturen rapide. Der Himmel klart über Westheim, Lingenfeld und Lustadt weitgehend auf, letzte Quellwolken lösen sich vollständig auf. Es bleibt absolut niederschlagsfrei (Risiko unter 5 %). Der Wind schläft fast vollständig ein und dreht auf schwache, umlaufende Richtungen. Durch die fehlende Wolkendecke strahlt der Boden stark aus, was die Luftfeuchtigkeit rasch wieder auf über 80 % ansteigen lässt. Die Temperaturen sinken in der klaren Abendluft zügig auf Werte zwischen 8 °C und 10 °C ab.

Gewitteranalyse: Für den gesamten Donnerstag (Vormittag bis Nacht) tendiert die Gewitterwahrscheinlichkeit gegen 0 %. Die Atmosphäre ist nach dem Frontdurchgang stabil geschichtet, und es mangelt gänzlich an labilitätsfördernder Bodenwärme (CAPE gegen Null).

Nacht (22:00 – 06:00 Uhr) 🌙🥶
Die Nacht zum Freitag verläuft verbreitet sternenklar oder nur gering bewölkt. Aufgrund des schwachen Windes und der trocken-kalten Luftmasse kühlt es stark aus. Die Temperaturen sinken auf herbstliche Tiefstwerte von 6 °C bis 7 °C, in Bodennähe ist in windgeschützten Lagen der Pfalz vereinzelt leichter Frost nicht ganz ausgeschlossen. In den Flussniederungen des Rheins und der Altrheinarme können sich lokal wieder dichte Strahlungsnebelfelder formieren. Das Niederschlagsrisiko liegt bei 0 %. Die Luftfeuchtigkeit nähert sich erneut der Sättigung (ca. 85 %). Der Luftdruck ist unter Zwischenhocheinfluss stabil bei etwa 1020 hPa.

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