Das Wetter in Westheim, Lingenfeld und Lustadt in der Pfalz, 10.08.2026 bis 11.08.2026

Der synoptische Wetterbericht für die südpfälzischen Gemeinden Westheim, Lingenfeld und Lustadt zeigt für den 10.08.2026 und 11.08.2026 eine hochsommerliche, teils instabile Wetterlage. Ein osteuropäisches Hochdrucksystem steuert in Kombination mit einer südlichen bis südwestlichen Strömung heiße und zunehmend feuchte Luftmassen in die Region. Während das europäische ECMWF– und das globale GFS-Modell eine weitgehend stabile Hitzewelle stützen, deutet das hochauflösende ICON-D2 in Verbindung mit dem WRF-Modell auf lokale Labilitätsgewinne hin, die insbesondere am Montagmorgen und -nachmittag das Risiko für konvektive Umlagerungen erhöhen. Die KI-basierten AIFS-Daten sowie die Berechnungen von GEM, ARPEGE und NAVGEM bestätigen ein zügiges Abtrocknen der Luftschichten zur Wochenmitte hin.

Montag, 10.08.2026

Morgen
Der Tag startet verbreitet schwül und außergewöhnlich warm nach einer tropischen Nacht, in der die Tiefstwerte kaum unter 19 °C bis 21 °C gesunken sind. Das hochauflösende ICON-D2-Modell simuliert für den frühen Morgen (zwischen 06:00 und 09:00 Uhr) erste Feuchtecluster, die von Südwesten herreichen. Lokale Frühnebelfelder über den Altrheinarmen bei Lingenfeld lösen sich rasch auf. Die Luftfeuchtigkeit liegt anfangs bei hohen 75 % bis 85 %, während der Luftdruck leicht auf 1013 hPa sinkt. Der Wind weht schwach aus Südwest mit Geschwindigkeiten um 10 km/h.

Vormittag
Mit zunehmender Einstrahlung steigen die Temperaturen rasant auf 28 °C bis 31 °C an. Die Taupunkte klettern in einen unangenehm schwülen Bereich von 16 °C bis 18 °C, was zu einer markanten Wärmebelastung führt. Am Himmel zeigt sich ein Mix aus viel Sonne und vereinzelten, flachen Quellwolken (Cumulus humilis). Das französische ARPEGE-Modell hält die Region zu dieser Zeit noch weitgehend trocken, während GFS bereits ansteigende CAPE-Werte (konvektive Energie) signalisiert.

Nachmittag
In den Nachmittagsstunden wird der Höhepunkt der Hitzewelle mit Spitzenwerten von 34 °C bis 36 °C erreicht. Die Luftfeuchtigkeit sinkt bodennah auf etwa 35 %, verbleibt in mittleren Schichten jedoch hoch. Der Wind frischt im Mittel auf 15 km/h auf, dreht auf West-Südwest und bringt böige Auffrischungen von bis zu 35 km/h mit sich. ECMWF und WRF zeigen am späten Nachmittag eine vorübergehende Instabilität durch die Annäherung einer schwachen Kaltfront im Norden.

Abend
Die Temperaturen gehen nur langsam auf Werte zwischen 26 °C und 30 °C zurück. Der Himmel zeigt sich wechselnd bewölkt. Der Luftdruck stabilisiert sich auf moderatem Niveau um 1014 hPa. Die Luftfeuchtigkeit steigt mit der Abkühlung wieder auf über 60 % an. Der Wind flaut abseits möglicher Schauerzellen spürbar ab und weht nur noch als leichte Brise aus westlichen Richtungen.

Nacht
Die Nacht zum Dienstag verläuft wetterberuhigt und locker bewölkt. Die Temperaturen sinken auf 17 °C bis 15 °C. Nebel bildet sich aufgrund der mäßigen Durchmischung der Luftmasse kaum aus. Der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen.

Dienstag, 11.08.2026

Morgen
Der Dienstag beginnt spürbar frischer und angenehmer als der Vortag. Die Tiefsttemperaturen bewegen sich am Morgen um 14 °C bis 16 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt morgens bei 80 %, sinkt jedoch mit Sonnenaufgang schnell. Der Wind weht schwach aus West bis Nordwest, und der Luftdruck steigt durch den Einfluss eines sich von Westen her aufwölbenden Hochdruckkeils leicht auf 1017 hPa.

Vormittag
Es setzt sich strahlender Sonnenschein durch, der von den Modellen AIFS und GEM nahezu wolkenlos berechnet wird. Die Temperaturen steigen kontinuierlich an und erreichen am späten Vormittag bereits 25 °C bis 28 °C. Der Taupunkt sinkt in den komfortablen Bereich von 11 °C bis 13 °C, wodurch die drückende Schwüle des Vortages vollständig verschwindet. [1]

Nachmittag
Am Nachmittag dominiert ungehindert die Sonne das Wettergeschehen in Westheim, Lingenfeld und Lustadt. Die Höchstwerte klettern auf sehr warme, aber trockene 31 °C bis 34 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit geht auf Werte um 30 % zurück. Der Wind weht mäßig aus Nordwest mit vereinzelten Böen bis knapp 30 km/h, was für eine angenehme Belüftung sorgt.

Abend
Der Abend verläuft absolut wolkenlos und trocken. Bei Sonnenuntergang sinken die Temperaturen zügig auf angenehme 22 °C bis 25 °C. Der Luftdruck bleibt stabil auf einem hohen Niveau von 1018 hPa, während die Windbewegungen fast vollständig einschlafen.

Nacht
In der Nacht auf Mittwoch ist der Himmel sternenklar. Die Temperaturen fallen aufgrund der geringen Bewölkung und der trockenen Luftmasse effizient auf Tiefstwerte von 14 °C bis 13 °C ab. In den Niederungen der Bachläufe (wie dem Hainbach bei Lustadt) können sich isolierte, flache Bodennebelfelder bilden.

Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten

Die synoptische Modellkonstellation zeigt für den zweitägigen Vorhersagezeitraum eine stark asymmetrische Verteilung des Konvektionsrisikos:

  • Montag (10.08.2026): Das Gewitterrisiko ist im Tagesverlauf als moderat bis erhöht (30 % bis 40 %) einzustufen. Das hochaufgelöste ICON-D2-Modell sowie die Simulationen des WRF weisen für den frühen Montagmorgen eine erste potenzielle Gewitterzelle aus, die knapp südlich der Pfalz vorbeizieht, Westheim und Lingenfeld aber mit einer Wahrscheinlichkeit von circa 20 % streifen kann. Am Nachmittag sorgt die extreme Überhitzung (36 °C) bei gleichzeitig hohen Taupunkten für einen massiven Aufbau von konvektiver Energie (CAPE-Werte lokal über 1200 J/kg). Da jedoch eine starke Deckelung (Cin) vorliegt und dynamische Hebungsimpulse durch die norddeutsche Kaltfront nur abgeschwächt im Süden ankommen, berechnen ECMWF und GFS lediglich isolierte, aber dafür kräftige Wärmegewitter. Sollte eine Zelle die Südpfalz treffen, besteht lokal die Gefahr von Starkregen (Mengen von 10 bis 20 l/m² innerhalb kurzer Zeit), Hagel und Sturmböen. Großflächiger Dauerniederschlag ist ausgeschlossen.

Dienstag (11.08.2026): Das Gewitterrisiko sinkt an diesem Tag auf nahezu 0 %. Alle betrachteten Modelle, einschließlich der konservativen Globalmodelle NAVGEM und GEM, zeigen hinter der abgezogenen Luftmassenstadtgrenze eine durchgreifende Stabilisierung der Atmosphäre. Durch das Absinken innerhalb des neuen Hochdruckkeils wird jegliche vertikale Wolkenbildung unterdrückt.

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