Für die pfälzischen Nachbargemeinden Westheim, Lingenfeld und Lustadt zeichnet sich am 21.09.2026 und 22.09.2026 eine synoptisch ruhige, spätsommerlich bis frühherbstliche Wetterlage ab. Ein skandinavisches Tiefdruckgebiet trogt nach Südosten aus und führt kühlere Luft in den Norden und Osten Deutschlands, während der Südwesten unter zunehmendem Hochdruckeinfluss zur Ruhe kommt.
Die hochauflösenden Regionalmodelle (ICON-D2, WRF) sowie die führenden Globalmodelle (ECMWF, AIFS, GFS, GEM, ICON, ARPEGE, NAVGEM) stimmen in der Grundstruktur sehr gut überein, zeigen jedoch minimale Nuancen bei Restbewölkung, Nebelauflösung und den Taupunkten.
Synoptischer Wetterbericht für Montag, den 21.09.2026
Morgen
In den frühen Morgenstunden dominiert in Westheim, Lingenfeld und Lustadt feucht-kühle Luft. Durch die nächtliche Ausstrahlung bildet sich im Bereich der Altrhein-Niederungen stellenweise flacher Bodennebel oder Dunst. Das hochauflösende ICON-D2-Modell simuliert eine hohe relative Luftfeuchtigkeit von etwa 90 bis 93 %. Die Temperaturen bewegen sich im einstelligen Bereich bei kühlen 8 Grad Celsius. Die Taupunkte liegen mit 6 bis 7 Grad Celsius dicht an der Lufttemperatur. Es weht nur ein schwacher Wind aus westlichen Richtungen mit rund 3 bis 5 km/h. Niederschläge fallen nicht, die Regenmenge liegt bei 0 Litern pro Quadratmeter.
Vormittag
Nach Sonnenaufgang löst sich der Nebel rasch auf. Zurück bleibt eine wechselnde Bewölkung, die primär von den Modellen ARPEGE und GFS etwas hartnäckiger berechnet wird als vom ECMWF. Die Sonne teilt sich den Himmel mit lockeren Quell- und Schleierwolken, die Sonnenscheindauer nimmt spürbar zu. Die Temperaturen klettern auf etwa 12 bis 15 Grad Celsius. Der Luftdruck steigt kontinuierlich an und stabilisiert sich bei circa 1020 hPa. Die Luftfeuchtigkeit sinkt im Zuge der Erwärmung auf 70 %. Der Wind dreht leicht auf Nordwest und frischt mit Böen von bis zu 15 km/h minimal auf.
Nachmittag
Am Nachmittag stellt sich das angenehmste Wetter des Tages ein. Bei wechselnder, teils lockerer Bewölkung erreicht das Thermometer milde Höchstwerte von 19 bis 20 Grad Celsius. Das europäische ECMWF und dessen KI-Variante AIFS prognostizieren für die Pfalz recht verbreitet freundliche Abschnitte, während das kanadische GEM-Modell dichtere Wolkenfelder simuliert. Die Taupunkte verharren im einstelligen Bereich bei circa 8 Grad Celsius, wodurch sich die Luft angenehm trocken anfühlt (relative Luftfeuchte bei etwa 50 bis 55 %). Der Wind weht mäßig aus Nordwest mit Spitzenböen um 20 bis 25 km/h. Die Regenwahrscheinlichkeit ist extrem gering und wird von allen Modellen mit unter 10 % beziffert.
Abend
Mit dem Sonnenuntergang fallen die Temperaturen rasch auf Werte zwischen 16 Grad um 19:00 Uhr und 12 Grad Celsius gegen Spätabend. Die Bewölkung lockert von Westen her stark auf, sodass der Himmel über Lustadt und den Nachbarorten zunehmend klar wird. Der Wind flaut spürbar ab und dreht auf nördliche Richtungen mit Geschwindigkeiten unter 10 km/h. Der Luftdruck verbleibt auf einem hohen Niveau. Die Luftfeuchtigkeit steigt im Gegenzug wieder auf über 70 % an.
Nacht
Die Nacht zum Dienstag verläuft verbreitet sternenklar. Durch die windschwache und wolkenlose Witterung kühlt es stark ab. Die Tiefsttemperaturen sinkt bis zum frühen Dienstagmorgen auf erfrischende 7 bis 8 Grad Celsius. Aufgrund der starken Ausstrahlung steigt die relative Luftfeuchtigkeit auf 80 bis 85 % an. Lokale Nebelfelder entlang von Gewässern und Senken sind gegen Morgen erneut möglich, die Taupunkte sinken auf 5 Grad Celsius.
Synoptischer Wetterbericht für Dienstag, den 22.09.2026
Morgen
Der Dienstagmorgen beginnt frisch, aber überwiegend klar. Eventuelle lokale Frühnebelfelder lichten sich dank der intensiven September-Sonne sehr zügig. Das US-amerikanische GFS und das NAVGEM-Modell zeigen für die gesamte Vorderpfalz ein stabiles Absinken der Luftmassen. Die Temperaturen starten bei 7 bis 9 Grad Celsius. Der Wind ist nahezu windstill oder weht schwach aus Nordost. Die Luftfeuchtigkeit ist mit ca. 85 % am Morgen noch hoch, nimmt aber mit den ersten Sonnenstrahlen rasant ab.
Vormittag
Im Laufe des Vormittags setzt sich strahlender Sonnenschein durch. Kaum eine Wolke trübt den Himmel über Westheim und Lingenfeld. Das WRF-Modell und das ICON-D2 zeigen eine wolkenfreie Atmosphäre im gesamten Vorhersagegebiet. Die Temperaturen steigen zügig an und knacken bereits am späten Vormittag die 16-Grad-Marke. Der Luftdruck erreicht mit rund 1024 hPa seinen vorläufigen Höhepunkt. Die Luftfeuchtigkeit sinkt unter 65 %, der Taupunkt verbleibt bei kühlen 6 Grad Celsius.
Nachmittag
Der Nachmittag bringt spätsommerliches Kaiserwetter. Angetrieben von einem kräftigen Hochdruckgebiet über Mitteleuropa scheint die Sonne verbreitet für viele Stunden. Die Höchsttemperaturen erreichen sehr angenehme 21 bis 24 Grad Celsius. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt auf trockene 55 bis 60 %. Es weht ein sanfter, gut spürbarer Wind aus Nordost mit Geschwindigkeiten um 10 bis 15 km/h. Niederschläge sind absolut ausgeschlossen (0 Liter pro Quadratmeter).
Abend
Ein makelloser, leicht bewölkter bis klarer Abend erwartet die Region. Die Temperaturen sinken nach 18:00 Uhr gemächlich von 20 Grad auf etwa 14 Grad Celsius zur späten Stunde ab. Der Wind schläft fast vollständig ein. Der Himmel bleibt frei von dichter Bewölkung. Die Luftfeuchtigkeit klettert im Laufe des Abends wieder über die 65-Prozent-Marke.
Nacht
In der Nacht zum Mittwoch bleibt es klar oder nur gering bewölkt. Die Temperaturen gehen auf Werte um 8 bis 10 Grad Celsius zurück. Gegen Ende der Nacht simulieren einige Globalmodelle (wie das GEM und ECMWF) aus Südwesten aufziehende, dünne Schleierwolken als Vorboten eines neuen Wetterwechsels. Die Luftfeuchtigkeit stabilisiert sich bei rund 75 bis 80 %, und es bleibt durchweg trocken.
Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten
Bezüglich potenzieller schwerer Wetterereignisse zeigen die Instabilitätsindizes aller betrachteten Modelle eine eindeutige Sprache. Für den gesamten Vorhersagezeitraum vom 21.09.2026 bis zum 22.09.2026 liegt die Gewitterwahrscheinlichkeit in Westheim, Lingenfeld und Lustadt bei praktisch 0 %.
Für eine detaillierte Begründung dieser Stabilität lohnt sich ein Blick auf die meteorologischen Parameter: Die für die Auslösung von Konvektion notwendige Energie (CAPE – Convective Available Potential Energy) wird sowohl von den hochauflösenden Modellen (ICON-D2, WRF) als auch von den globalen Systemen flächendeckend mit 0 J/kg berechnet. Es ist keinerlei Labilität in der Atmosphäre vorhanden. Zudem sorgt das starke Absinken der Luftmassen innerhalb des sich aufbauenden Hochdruckgebietes für eine markante Absinkinversion. Diese wirkt wie ein Deckel und unterdrückt jegliche vertikale Luftbewegung, die für die Bildung von Schauer- oder Gewitterwolken (Cumulonimbus) zwingend erforderlich wäre.
Auch die dynamischen Komponenten stützen diesen Befund. Es gibt im bodennahen Windfeld keine Konvergenzzonen, und in der Höhe fehlt es an der nötigen Feuchtigkeit, was sich an den konstant niedrigen Taupunkten und der geringen ausfällbaren Wassermenge (Precipitable Water) ablesen lässt. Während im Norden und Osten Deutschlands am Montag noch letzte instabile Kaltluftreste für vereinzelte Blitzentladungen sorgen können, bleibt der Südwesten und insbesondere die Pfalz im Schutzbereich des Hochs vollkommen gewitterfrei.