Die Vorderpfalz befindet sich im Einflussbereich einer mäßig warmen, feuchten Nordwestströmung auf der Rückseite eines abziehenden Tiefdrucksystems, wodurch sich ein unbeständiger und spürbar abgekühlter Wetterabschnitt einstellt. Für die benachbarten Gemeinden Westheim, Lingenfeld und Lustadt zeigt der synoptische Vergleich der numerischen Wettervorhersagemodelle (ECMWF, ICON, GFS, GEM, ARPEGE, AIFS, NAVGEM sowie der hochaufgelösten Kürzestfristmodelle ICON-D2 und WRF) ein weitgehend homogenes, maritim geprägtes Witterungsbild mit reduzierter thermischer Belastung und zeitweisen Niederschlagssignalen.
Wetterbericht für Montag, den 17.08.2026
Morgen:
Die hochaufgelösten Modelle ICON-D2 und WRF prognostizieren für die frühen Morgenstunden dichte, tiefe Bewölkung (Stratus nebulosus), die abschnittsweise bodennah aufliegt. Lokale Nebelfelder mit Sichtweiten unter 500 Metern können insbesondere in den Niederungen und Feuchtgebieten um Westheim auftreten. Die Luftfeuchtigkeit erreicht mit 90% bis 95% nahezu Sättigung. Das ECMWF-Modell berechnet zu Beginn leichten, zeitweisen Sprühregen mit marginalen Akkumulationen von unter 0,5 Litern pro Quadratmeter. Die Temperaturen bewegen sich in einer Spanne von 18 °C bis 20 °C, während die Taupunkte mit 16 °C bis 17 °C recht hoch liegen, was zu einem schwülen Empfinden führt. Der Luftdruck verharre stabil auf moderaten 1014 hPa. Der Wind weht schwach mit etwa 5 bis 10 km/h aus nordwestlicher Richtung.
Vormittag:
In der Phase des Vormittags lockert die bodennahe Feuchte langsam auf. Das globale GFS und das europäische AIFS zeigen ein allmähliches Ansteigen der Wolkenbasis. Die Sonne zeigt sich nur vereinzelt und diffus durch Lücken in der Stratocumulus-Schicht. Das Niederschlagsrisiko sinkt vorübergehend ab, die Modelle GEM und ARPEGE halten die Region weitgehend trocken. Die Thermometer steigen auf Werte um 21 °C bis 22 °C an. Die relative Luftfeuchtigkeit geht leicht auf etwa 75% zurück, der Taupunkt verharrt bei 15 °C. Der Luftdruck zeigt eine leicht steigende Tendenz auf 1016 hPa, während der Nordwestwind unverändert schwach bleibt.
Nachmittag:
Der Nachmittag bringt gemäß ICON und ECMWF die freundlichsten Phasen des Tages mit nennenswerten Aufockerungen. Vom Saarland bis nach Franken simulieren die Modelle eine temporäre Stabilisierung. Die Temperaturen erreichen ihre Tageshöchstwerte von 24 °C bis 25 °C (vereinzelt 26 °C). Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt auf ihr Tagesminimum von etwa 55% bis 60%, wodurch die Schwüle nachlässt, da die Taupunkte auf 13 °C bis 14 °C absinken. Trotz lokaler Quellwolkenbildung bleibt es nachmittags meist trocken; eventuelle Schauerzellen ziehen östlich an der Pfalz vorbei. Der Wind dreht auf West-Nordwest und frisiert mit mäßigen Geschwindigkeiten um 10 bis 15 km/h, ohne nennenswerte Böen aufzuweisen.
Abend:
Zum Abend hin verdichtet sich die Bewölkung aus Nordwesten erneut. Die Modelle ARPEGE und NAVGEM signalisieren das Herannahen schwacher Staffeln feuchterer Luftmassen. Es bleibt jedoch weitgehend trocken bei abnehmender Sonnenaktivität. Die Temperaturen gehen langsam auf 20 °C bis 23 °C zurück. Der Taupunkt verbleibt bei rund 13 °C, die Luftfeuchtigkeit steigt mit einsetzender Abkühlung wieder auf 70%. Der Luftdruck stabilisiert sich bei 1016 hPa, während der Wind spürbar abflaut und aus westlichen Richtungen säuselt.
Nacht:
In der Nacht zum Dienstag dominiert überwiegend dichte Bewölkung. Das ICON-D2-Modell deutet vereinzelte, leichte Schauer an, die Regenmengen bleiben mit Werten um 0,5 mm unbedeutend. Die Gefahr von dichtem Strahlungsnebel ist aufgrund der schützenden Wolkendecke gering, obgleich die Luftfeuchtigkeit wieder auf über 85% ansteigt. Die Temperaturen kühlen auf Tiefstwerte zwischen 15 °C und 17 °C ab, die Taupunkte folgen der Kurve engmaschig bei 13 °C bis 14 °C. Der Wind ist schwach und unbedeutend.
Wetterbericht für Dienstag, den 18.08.2026
Morgen:
Der Dienstag startet wolkenreich und feucht. Das GEM- und das GFS-Modell zeigen für Lingenfeld und Lustadt eine fast geschlossene Wolkendecke. Bodennasser Dunst beeinträchtigt lokal die Sicht, die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei rund 90%. Frühe Schauerzonen können bereits die Region tangieren. Die Temperaturen liegen am Morgen bei milden 17 °C bis 18 °C mit identisch hohen Taupunkten von 15 °C. Der Luftdruck beginnt leicht zu fallen und erreicht Werte um 1013 hPa. Der Wind frischt im Vergleich zum Vortag etwas auf und weht schwach bis mäßig aus Südwest.
Vormittag:
Im Laufe des Vormittags intensiviert sich der Zustrom instabilerer Luftmassen. ECMWF und AIFS berechnen eine Zunahme von schauerartigen Regenfällen. Die Sonne hat kaum Chancen sich durchzusetzen, und die Lichtverhältnisse bleiben gedämpft. Die Temperaturen stagnieren aufgrund mangelnder Einstrahlung bei 19 °C bis 21 °C. Der Taupunkt klettert leicht auf 16 °C, wodurch die Luftmasse zunehmend feucht-warm und labil wird. Die relative Luftfeuchtigkeit verharrt auf einem hohen Niveau von über 80%. Der Wind nimmt an Fahrt auf und erreicht im Mittel 15 km/h aus West-Südwest.
Nachmittag:
Der Nachmittag gestaltet sich synoptisch hochgradig unbeständig. ICON-D2 und WRF zeigen wiederholte, teils kräftige Regenschauer. Das ECMWF-Modell prognostiziert akkumulierte Niederschlagsmengen von 1 bis 3 Litern pro Quadratmeter über den Nachmittag verteilt. Trotz der Niederschläge klettern die Temperaturen auf Höchstwerte von 23 °C bis 24 °C. Durch die anhaltende Feuchtigkeitszufuhr bleibt es drückend schwül bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 75% und Taupunkten um 16 °C. Der Luftdruck sinkt weiter auf 1011 hPa ab. Der Westwind frischt merklich auf; im höheren Umfeld und bei Schauerdurchgängen sind starke Böen bis zu 45 km/h (Bft 6) zu erwarten.
Abend:
Am Abend lassen die intensiven Regenfälle allmählich nach, gehen jedoch in schauerartigen Ausregnungscharakter über. Das ARPEGE-Modell zeigt eine wellende Frontalzone, die nur langsam nach Osten abzieht. Die Temperaturen sinken auf 19 °C bis 21 °C. Die Luftfeuchtigkeit steigt rasch wieder gegen 85%, der Taupunkt bleibt bei 15 °C auf schwülem Niveau. Der Wind dreht zurück auf Nordwest und flaut im Mittel ab, bleibt jedoch in Böen zeitweise spürbar.
Nacht:
In der Nacht flauen die Schaueraktivitäten größtenteils ab. Es bleibt wechselnd bis stark bewölkt bei Tiefsttemperaturen von 14 °C bis 16 °C. Die Luftfeuchtigkeit nähert sich erneut der Sättigungsgrenze von 95%, wodurch sich lokal feuchte Dunst- und Nebelfelder bilden können. Die Taupunkte sinken geringfügig auf 13 °C. Der Luftdruck fängt an sich auf niedrigem Niveau bei 1012 hPa zu stabilisieren, während der Wind nur noch schwach aus West bis Nordwest weht.
Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten
Die Analyse der Gewitteraktivität zeigt für den Vorhersagezeitraum eine signifikante zeitliche und räumliche Differenzierung, da die Pfalz im Übergangsbereich verschiedener Luftmassen liegt.
- Montag (17.08.2026): Für den Montag stufen alle relevanten Modelle (insbesondere ICON-D2, GFS und ECMWF) das Gewitterrisiko als sehr gering ein (unter 5% bis 10%). Die Schwellenwerte für das Einsetzen hochreichender Konvektion werden nicht erreicht. Zwar ist die Luftmasse am Morgen feucht, es mangelt jedoch aufgrund der dichten Bewölkung an der nötigen solaren Einstrahlung, um ausreichend CAPE (instabile Energie) aufzubauen. Zudem sorgt das Absinken auf der Rückseite des abziehenden Tiefs für eine vorübergehende Stabilisierung der mittleren Troposphäre. Eventuelle Restgewitter aus der Nacht ziehen bereits in den Frühstunden weit nach Osten und Süden ab, sodass für Westheim, Lingenfeld und Lustadt über den gesamten Montag hinweg keine warnrelevanten konvektiven Ereignisse zu erwarten sind.
- Dienstag (18.08.2026): Am Dienstag schlagen die Kurzfristmodelle WRF und ICON-D2 mit einer erhöhten Gewitterwahrscheinlichkeit von 30% bis 45% an. Durch die Drehung der Strömung auf Südwest wird kurzzeitig labiler geschichtete und feuchtere Luft herangeführt. Da zeitweise die Wolkendecke aufbricht und die Temperaturen auf bis zu 24 °C steigen, prognostizieren die thermodynamischen Indizes den Aufbau von moderater Energie (CAPE-Werte zwischen 300 und 600 J/kg). Gekoppelt mit der synoptischen Hebung im Vorfeld einer neuen Trogachse steigen die Chancen für eingelagerte, kurze Gewitter am Nachmittag und frühen Abend. Diese können mit lokal begrenztem Starkregen (Mengen von 10 bis 15 l/m² in kurzer Zeit) einhergehen. Die Gefahr von schwerem Hagel oder schweren Sturmböen ist aufgrund begrenzter Windscherung jedoch als gering einzustufen; der DWD prognostiziert primär markantes Wetter ohne extremes Unwetterpotenzial.