Das Wetter in der Pfalz, 1.07.2026 und 2.07.2026

Der Wetterverlauf für die Pfalz präsentiert sich am 1. und 2. Juni 2026 als hochsommerlich, schwül und zunehmend gewitteranfällig. Großwetterlagen der führenden meteorologischen Institute (ECMWF und GFS) zeigen einen massiven Warmluftvorstoß aus südwestlicher Richtung, der sich in den hochaufgelösten Regionalmodellen wie ICON-D2 und WRF in Form einer extremen thermischen Belastung und hochgradiger Labilisierung der Luftmasse widerspiegelt. Die Kombination aus Temperatur, Luftdruck und Taupunkten lässt die Atmosphäre regelrecht „elektrisieren“.

Mittwoch, 1. Juni 2026

Morgen: Der Tag beginnt in der Pfalz bereits hochsommerlich warm. Die Wetterzentrale.de prognostiziert für die Morgenstunden Frühtemperaturen von 19°C bis 23°C, wobei der Taupunkt mit 16°C bis 19°C für die Jahreszeit ungewöhnlich hoch liegt. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 70 bis 85 Prozent sehr hoch, was gebietsweise zu leichter Frühnebelfeldern in den Tälern und Flussniederungen führt, die sich jedoch rasch auflösen. Der Wind weht schwach aus Ost bis Südost, und der Luftdruck zeigt mit etwa 1018 hPa leicht fallende Tendenzen. Die Sonne zeigt sich ab den frühen Morgenstunden ungestört.

Vormittag: Die Sonnenscheindauer nimmt rasch zu. Die Tageserwärmung verläuft rasant und die Temperaturen klettern landesweit auf 25°C bis 29°C. Der Wind weht weiterhin schwach aus Ost, vereinzelt sind in der Südostpfalz erste leichte Böen um 15 km/h möglich. Die Luftfeuchtigkeit sinkt durch die starke Einstrahlung auf Werte zwischen 50 und 60 Prozent. Der Luftdruck liegt stabil bei etwa 1017 hPa. Erste Quellwolken (Cumulus) beginnen sich über den Mittelgebirgen (Pfälzerwald) zu bilden, bleiben aber zunächst harmlos.

Nachmittag: Dies ist die Phase der stärksten thermischen Umsetzung. Die Temperaturen erreichen hochsommerliche Höchstwerte zwischen 29°C und lokal bis zu 33°C am Oberrhein. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 40 bis 45 Prozent, bei Taupunkten zwischen 16°C und 20°C. Der Wind dreht leicht auf Südwest bis West, bleibt aber mäßig (15 bis 25 km/h). Die Bewölkung nimmt durch mächtige Quellwolken zu. Der Luftdruck sinkt weiter auf ca. 1014 hPa.

Abend: Die Schwülebelastung nimmt spürbar zu, da sich die Luftfeuchtigkeit bei sinkenden Temperaturen wieder auf 50 bis 60 Prozent erhöht. Die Temperaturen gehen nur sehr zögerlich auf 25°C bis 28°C zurück. Der Wind wird böig und dreht unruhig, was ein Vorbote der labilen Wetterlage ist. Der Luftdruck verharrt auf niedrigem Niveau.

Nacht: Die Nacht auf den 2. Juni wird regional als „Tropennacht“ eingestuft, da die Temperaturen in vielen Regionen der Pfalz (insbesondere entlang des Rheins) nicht unter 20°C fallen. Die Wetter: 26,2 Grad: nachts wieder in Bad Bergzabern am wärmsten lässt erahnen, wie warm und drückend die Luft ist. Die Luftfeuchtigkeit steigt wieder auf 80 bis 90 Prozent an. Der Wind ist überwiegend schwach, kann aber durch aufziehende Gewitterzellen stark auffrischen.

Donnerstag, 2. Juni 2026

Morgen: Der Tag startet sehr warm und drückend. Die Temperaturen liegen bereits zwischen 21°C und 25°C. Der Taupunkt ist extrem hoch und bewegt sich zwischen 18°C und 21°C, was die gefühlte Temperatur deutlich über den eigentlichen Messwert anhebt. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 75 bis 85 Prozent sehr hoch. Der Luftdruck fällt weiter auf ca. 1010 hPa, was auf eine deutliche Wetterverschlechterung hinweist. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest.

Vormittag: Es drückt zunehmend feuchtwarme Luft in die Region. Die Temperaturen steigen auf 26°C bis 30°C. Der Wind dreht auf südliche bis südöstliche Richtungen und frischt merklich auf, mit zeitweiligen Böen zwischen 30 und 45 km/h. Die Sonne zeigt sich seltener als am Vortag; der Himmel ist oft stark bewölkt mit kompakten Haufenwolken. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 60 bis 70 Prozent.

Nachmittag: Die Schwüle ist nun extrem. Die Temperaturen erreichen nochmals 27°C bis 31°C, bevor die Bewölkung weiter verdichtet. Der Luftdruck sinkt auf rund 1008 hPa. Die relative Luftfeuchtigkeit schwankt zwischen 55 und 65 Prozent. Der Wind weht mäßig, dreht in Schauernähe jedoch schlagartig auf Nordwest und kann starke Böen um 50 km/h annehmen.

Abend: Der Nachmittag/Abend markiert den Durchzug einer Kaltfront oder markanten Konvergenzlinie, was verbreitet zu Schauern und teils heftigen Gewittern führt. Die Temperaturen sinken durch den einsetzenden Regen rasch auf 21°C bis 24°C. Die Luftfeuchtigkeit schnellt auf 80 bis 90 Prozent hoch. Der Luftdruck beginnt nach Durchzug des Tiefs wieder leicht zu steigen. [1]

Nacht: Es regnet weiterhin schauerartig, teils auch gewittrig. Die Regenmenge summiert sich gebietsweise innerhalb weniger Stunden auf 15 bis 30 l/m². Die Temperaturen kühlen sich in den angenehmeren Bereich zwischen 16°C und 19°C ab. Die Luftfeuchtigkeit bleibt mit 90 bis 98 Prozent sehr hoch. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen.

Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten

Die Modelle ARPEGE, ICON-D2 und ECMWF zeigen am Mittwoch zunächst eine gedeckelte, aber zunehmend latente Instabilität der Atmosphäre über der Pfalz. Die Gewitterwahrscheinlichkeit liegt am Mittwochnachmittag und -abend bei 30 bis 50 Prozent. Sollte sich die Gewitterzelle am späten Abend formieren, besteht durch die extreme Energie (CAPE-Werte von über 1500 J/kg) und die hohen Taupunkte die Gefahr von unwetterartigen Entwicklungen, die sich durch Starkregen, Hagel und stürmische Böen äußern.

Am Donnerstag ist die Gewitterwahrscheinlichkeit deutlich höher und wird von den Modellen flächendeckend bei 70 bis 90 Prozent gesehen. Die Kaltfront drückt von Westen her in die hochangereicherte Warmluft. Hier deuten sowohl das GEM als auch das NAVGEM Modell auf eine starke vertikale Windscherung hin. Dies führt zu einem erhöhten Risiko von linienartig organisierten Gewitterkomplexen (Squall Lines), die punktuell für extremen Starkregen mit Mengen von lokal über 35 l/m² in kurzer Zeit sorgen können. Der CAPE-Wert erreicht am Donnerstag in den Nachmittagsstunden extreme Spitzen. In Gewitternähe ist zudem mit stürmischen Böen bis zu 75 km/h und kleinkörnigem Hagel zu rechnen.

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