Für die pfälzischen Nachbargemeinden Westheim und Lustadt zeigt die Zusammenschau der führenden globalen und hochauflösenden Wettermodelle nach dem turbulenten Unwettertief des Vortrags eine Stabilisierung. Während das deutsche ICON-D2 und das hochauflösende WRF die Details der bodennahen Schichten für den ersten Tag präzise erfassen, stützen die globalen Modelle ECMWF, AIFS (KI-basiert), GFS, GEM, ARPEGE und NAVGEM den mittelfristigen Trend für das Wochenende. Die berechneten Parameter weisen nur minimale lokale Abweichungen zwischen beiden Orten auf, da sie in unmittelbarer Nachbarschaft im südpfälzischen Rheingraben liegen.
Samstag, 18.07.2026
Morgen
Der Samstag startet in Westheim und Lustadt überwiegend wolkig, aber weitgehend trocken, nachdem die Reste der nächtlichen Front nach Südosten abgezogen sind. Das französische ARPEGE und das ICON-D2 zeigen stellenweise flache Frühnebelfelder über den feuchten Wiesen der Queichniederung, die sich durch die zunehmende Einstrahlung rasch auflösen. Die Temperaturen liegen bei milden 17 °C bis 18 °C. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 85 % bis 92 % sehr hoch, wodurch die Luft schwül-warm wirkt. Der Taupunkt rangiert um 16 °C. Der Wind weht nur schwach mit etwa 3 bis 6 km/h aus westlichen bis südwestlichen Richtungen. Der Luftdruck stabilisiert sich im Bodenniveau auf rund 1016 Hektopascal.
Vormittag
Die Bewölkung lockert zunehmend auf, sodass sich die Sonne für längere Zeit zeigt. Das europäische ECMWF und das US-amerikanische GFS berechnen eine rasche Erwärmung auf 21 °C bis 23 °C. Das kanadische GEM simuliert den Durchzug harmloser Quellwolken. Niederschlag wird von keinem der führenden Modelle berechnet, die Regenmenge verbleibt bei 0 Litern pro Quadratmeter. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt spürbar auf etwa 70 %. Der Wind frischt leicht auf, erreicht im Mittel 8 bis 12 km/h und dreht auf West. Der Luftdruck steigt leicht an.
Nachmittag
Am Nachmittag stellt sich freundliches, sommerliches Wetter ein. Die Höchsttemperaturen erreichen laut AIFS und NAVGEM angenehme 27 °C bis 28 °C. Der Taupunkt sinkt auf 13 °C, was zu einer deutlich weniger feuchten und angenehmeren Luftmasse führt als an den Vortagen. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf den Tagesbiefstwert von circa 42 % bis 45 %. Es herrscht reger Sonnenschein mit einem hohen UV-Index von 7. Der Wind weht mäßig aus West-Nordwest mit mittleren Geschwindigkeiten um 15 km/h, wobei das WRF-Modell einzelne Böen von bis zu 33 km/h im freien Feld zwischen Westheim und Lustadt prognostiziert.
Abend
Zum Abend hin bleibt es lang anhaltend hell und mild. Das Thermometer sinkt langsam von 26 °C auf 21 °C ab. Es ziehen nur lockere Wolkenfelder durch. Der Wind flaut ab und weht meist nur noch mit 5 bis 7 km/h aus Nordwest. Die Luftfeuchtigkeit steigt mit der Abkühlung wieder auf rund 65 % an. Der Luftdruck erreicht mit 1018 Hektopascal seinen vorläufigen Höhepunkt.
Nacht
In der Nacht zum Sonntag zieht das GFS dichtere Wolkenfelder von Nordwesten her heran, während das ECMWF eine wechselnd bewölkte Nacht berechnet. Die Temperaturen fallen auf Tiefstwerte um 16 °C bis 17 °C. Nebel bildet sich aufgrund der mäßigen Durchmischung kaum. Die Luftfeuchtigkeit klettert auf über 75 %. Der Wind dreht auf nördliche Richtungen und weht schwach mit etwa 4 bis 6 km/h.
Sonntag, 19.07.2026
Morgen
Der Sonntag beginnt wechselnd bewölkt, abschnittsweise auch heiter. Frühnebelfelder sind dank einer etwas trockeneren Grundschicht unwahrscheinlich. Die Temperaturen am frühen Morgen liegen bei kühleren 14 °C bis 15 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt zu dieser Zeit rund 80 % bei einem Taupunkt von 11 °C. Der Wind weht schwach aus Nordwest. Der Luftdruck bleibt weitgehend konstant auf einem leicht gehobenen Niveau von 1017 Hektopascal.
Vormittag
Im Laufe des Vormittags stellt sich eine Mischung aus Sonne und dichteren Wolkenfeldern ein. Die Temperaturen steigen auf rund 20 °C bis 22 °C. Das GEM und das französische ARPEGE zeigen eine vorübergehende Verdichtung der Bewölkung im Bereich der Vorderpfalz, es bleibt jedoch weitgehend niederschlagsfrei. Die Luftfeuchtigkeit geht auf etwa 60 % zurück. Der Wind aus Nord-Nordwest nimmt leicht zu und erreicht im Mittel 10 km/h.
Nachmittag
Am Nachmittag dominieren laut dem KI-Modell AIFS und dem ECMWF freundliche, teilweise sonnige Abschnitte. Die Tageshöchstwerte pendeln sich auf mäßig warme 24 °C bis 26 °C ein, was entlang des Rheingrabens für die Jahreszeit typisch und angenehm ist. Die Luftfeuchtigkeit erreicht Werte um 50 % bis 54 %, der Taupunkt verbleibt bei rund 12 °C, sodass keine Schwüle empfunden wird. Der Wind weht spürbar aus Nordwesten mit Böen, die laut ICON-D2 vereinzelt bis zu 30 km/h erreichen können. Die prognostizierte Regenmenge liegt stabil bei 0 Litern pro Quadratmeter.
Abend
Der Sonntagabend verläuft ruhig und kühlt bei klarem bis leicht bewölktem Himmel zügig ab. Die Temperaturen sinken bis zum späten Abend auf Werte um 18 °C. Der Wind schläft fast vollständig ein und dreht auf nördliche Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit nimmt wieder zu und erreicht Werte um 68 %. Der Luftdruck zeigt sich stabil.
Nacht
Die Nacht zum Montag zeigt sich nach übereinstimmenden Berechnungen von GFS und ECMWF meist sternenklar oder nur gering bewölkt. Aufgrund der klaren Luft strahlt der Boden in den Niederungen stark aus, sodass die Temperaturen auf recht frische Tiefstwerte von 12 °C bis 13 °C absinken. Die Luftfeuchtigkeit steigt in den Morgenstunden auf 85 % an, wodurch in Senken und Flussnähe flache Nebelfelder entstehen können. Der Wind ist nahezu windstill. []
Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten
Die Unwetterlage der vergangenen Tage hat sich maßgeblich entspannt, da die instabile, feucht-heiße Subtropikluft durch eine einströmende, kühlere und trockenere Luftmasse aus Nordwesten abgedrängt wurde. Dennoch zeigen sich in den hochauflösenden Modellen feine Unterschiede bezüglich der Restenergie in der Atmosphäre.
Für den Samstag berechnet das konvektive Modell ICON-D2 am frühen Nachmittag durch die starke Einstrahlung den Aufbau von geringer labiler Energie (CAPE-Werte von circa 100 bis 200 J/kg). Da jedoch eine ausgeprägte Trockenschicht in der mittleren Troposphäre als „Deckel“ fungiert, ist die Auslösewahrscheinlichkeit für Schauer oder Gewitter extrem gering. Das WRF-Modell simuliert isolierte Schauerzellen über dem Pfälzerwald, die jedoch beim Absinken in den Rheingraben kollabieren. Die Gewitterwahrscheinlichkeit für Westheim und Lustadt liegt am Samstagnachmittag bei unter 10 %.
In der Nacht zum Sonntag simuliert das globale GFS-Modell ein schwaches Bodentrog-Signal, das von Nordwesten heranzieht. Dies führt zu einer theoretischen Niederschlagswahrscheinlichkeit von rund 15 % bis 20 % für leichten Regen. Das Risiko für eingelagerte Gewitter wird von ECMWF und AIFS aufgrund fehlender labiler Schichtung (nahezu 0 J/kg CAPE) jedoch als vernachlässigbar eingestuft; die Blitzwahrscheinlichkeit liegt in der Nacht bei nahezu 0 %.
Am Sonntagtagsüber sorgt der anhaltende Zustrom trocken-kühlerer Luftmassen aus polaren Breiten für eine vollständige Stabilisierung der Schichten. Trotz der Bildung von flachen Quellwolken (Cumulus humilis) am Nachmittag fehlt es gänzlich an vertikaler Mächtigkeit für die Entstehung von Schauer- oder Gewitterzellen. Alle betrachteten Modelle – einschließlich des gewitteraffinen ARPEGE und des NAVGEM – prognostizieren eine Gewitterwahrscheinlichkeit von 0 % für den gesamten Sonntag im Raum Westheim und Lustadt. Es besteht keinerlei Unwettergefahr mehr.