Für die Pfalz zeigt sich am Freitag, den 03.07.2026, und am Samstag, den 04.07.2026, eine Wetterlage, die von einem großräumigen Tiefdrucksystem über Skandinavien und hohem Luftdruck über den Azoren bzw. Teilen Mitteleuropas beeinflusst wird. Die Modelle ECMWF, ICON-D2 und GFS simulieren einen Übergang von leicht unbeständiger Kaltluftzufuhr zu einem wärmeren und stabileren Sommerhochdruckeinfluss. Die Temperaturen klettern in der Rheinebene auf sommerliche Werte von bis zu 28 °C, während es in den höheren Lagen der Pfalz etwas temperierter bleibt. Der Wind weht zeitweise lebhaft und böig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen.
Freitag, 03.07.2026
Morgen:
Der Tag beginnt in der Pfalz regional mit frischen Werten. Die globalen Modelle ARPEGE und NAVGEM zeigen für die Frühstunden Temperaturen von 13 °C bis 16 °C im Flachland, in den Mittelgebirgen der Pfalz (wie im Pfälzerwald) sinken die Werte örtlich sogar auf 9 °C bis 11 °C. Es ist verbreitet gering bewölkt. Örtlich können sich in den Tälern flache Nebelfelder bilden, die sich durch die zunehmende Morgensonne jedoch rasch auflösen. Die Luftfeuchtigkeit ist in den Morgenstunden mit Werten zwischen 80 % und 90 % recht hoch, wodurch der Taupunkt bei etwa 11 °C bis 13 °C liegt. Der Wind weht schwach aus Nordwest. Der Luftdruck ist leicht steigend und bewegt sich um 1018 hPa.
Vormittag:
Im Vormittagsverlauf stellt sich ein freundlicher Mix aus Sonne und lockeren Quellwolken ein. Die Sonnenstunden nehmen rasch zu, die Bewölkung bleibt meist harmlos. Die Temperatur steigt zügig an und erreicht Werte zwischen 20 °C und 23 °C. Mit der Erwärmung sinkt die relative Luftfeuchtigkeit auf angenehme 50 % bis 60 %, und der Taupunkt pendelt sich bei etwa 12 °C ein. Der Luftdruck bleibt stabil. Der Wind dreht auf Nordwest und frischt leicht auf, bleibt aber im normalen Bereich.
Nachmittag:
Der Nachmittag bringt den Höhepunkt des Tages mit viel Sonnenschein und nur einzelnen, dünnen Schleierwolken. Die Höchsttemperaturen erreichen in der Vorderpfalz und am Oberrhein frühsommerliche 25 °C bis 27 °C, während im Pfälzerwald 22 °C bis 24 °C gemessen werden. Die Luftfeuchtigkeit sinkt weiter auf etwa 40 % bis 45 %. Der Luftdruck zeigt kaum Veränderungen und liegt bei etwa 1019 hPa. Der Wind weht mäßig, zeitweise leicht böig aus westlichen Richtungen mit Geschwindigkeiten um 15 bis 25 km/h.
Abend:
Am Abend klart der Himmel verbreitet auf, und die Sonne verabschiedet sich langsam. Die Temperaturen beginnen allmählich zu sinken und liegen meist zwischen 19 °C und 23 °C. Die Luftfeuchtigkeit steigt leicht an, während der Taupunkt bei konstanten 12 °C bis 13 °C liegt. Der Wind flaut ab und weht nur noch schwach. Der Luftdruck zeigt eine leichte Tendenz zum Tageshöchstwert.
Nacht:
In der Nacht auf Samstag ist es nahezu wolkenlos oder sternenklar. Es kühlt sich merklich ab, wobei die Tiefsttemperaturen in der Pfalz zwischen 12 °C und 15 °C liegen. Die Luftfeuchtigkeit steigt in der feuchten nächtlichen Luft auf 75 % bis 85 %. Der Wind ist schwach, der Luftdruck liegt unverändert bei etwa 1019 hPa.
Samstag, 04.07.2026
Morgen:
Der Samstagmorgen startet ähnlich wie der Vortag, jedoch insgesamt etwas milder. Die Temperaturen liegen in den Frühstunden zwischen 13 °C und 17 °C. Die Luft ist klar, Nebel ist aufgrund des leicht auffrischenden Windes kaum ein Thema. Die Luftfeuchtigkeit bewegt sich zwischen 70 % und 80 % bei einem Taupunkt um 13 °C. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen, der Luftdruck bleibt stabil um 1019 hPa.
Vormittag:
Die Sonne zeigt sich am Vormittag oft ungehindert, nur gelegentlich ziehen dünne Wolkenfelder durch. Die Modelle ICON-D2 und WRF deuten auf eine gute Einstrahlung hin, die die Temperaturen rasch auf 22 °C bis 25 °C ansteigen lässt. Die relative Luftfeuchtigkeit geht auf 45 % bis 55 % zurück, während der Taupunkt bei etwa 12 °C bis 14 °C liegt. Der Wind weht leicht böig.
Nachmittag:
Am Nachmittag zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte von 26 °C bis 28 °C, im Rheingraben sind lokal sogar knapp 29 °C möglich. Der Himmel ist überwiegend heiter, die Sonnenscheindauer ist sehr hoch. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf unter 45 %. Der Wind weht mäßig aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen und weht mitunter böig auf. Der Luftdruck beginnt leicht zu fallen und liegt bei 1017 hPa.
Abend:
Der Abend wird sehr angenehm und sonnig. Die Temperaturen gehen langsam von den Höchstwerten auf etwa 20 °C bis 24 °C zurück. Die Luftfeuchtigkeit steigt auf 55 % an, der Taupunkt bleibt bei etwa 13 °C. Der Wind weht weiterhin mäßig aus Nordwest, bevor er in den späten Abendstunden einschläft.
Nacht:
In der Nacht auf Sonntag bleibt es weitgehend klar oder gering bewölkt. Es kühlt sich auf frische 13 °C bis 16 °C ab. Die Luftfeuchtigkeit erreicht Werte zwischen 70 % und 85 %. Der Luftdruck ist konstant und der Wind weht nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen.
Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten
Die Modelle zeigen für den Freitag und Samstag, dass die Pfalz weitgehend von markanteren Schauern oder Gewittern verschont bleibt. Dennoch müssen die prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten im Detail betrachtet werden:
- Freitag: Das signifikante Wetter der Kaltfront verzieht sich in Richtung Osten und Alpen. Die Modelle ARPEGE und ECMWF zeigen für die Pfalz eine Gewitterwahrscheinlichkeit von unter 5 %. Die Atmosphäre ist für die Bildung von Gewittern zu trocken und die Luftmasse zu stabil geschichtet.
- Samstag: Am Nachmittag erwärmt sich die Luft stark, was zu einer gewissen thermischen Labilität führen kann. Die hochauflösenden Modelle ICON-D2 und WRF weisen am Nachmittag und frühen Abend eine leicht erhöhte Gewitterwahrscheinlichkeit für den Bereich des Pfälzerwaldes auf (etwa 10 % bis 15 %). Hier könnte sich durch die orographische Hebung (die Hügel des Pfälzerwaldes) eine lokale Quellwolke so weit entwickeln, dass ein einzelner, harmloser Wärmegewitter-Impuls entsteht. In der Rheinebene ist die Wahrscheinlichkeit aufgrund von absinkender Luftbewegung (Subsidenz) nahezu bei 0 %.
- Konvektive Parameter: Der Lifted Index (LI) zeigt keine signifikanten negativen Werte, die für organisierte Gewitter oder Unwetter (wie Starkregen, Hagel oder Sturmböen) notwendig wären. Das GEM-Modell unterstreicht, dass die Feuchte in der mittleren Troposphäre zu gering ist, als dass sich größere Gewitterkomplexe bilden könnten. Zusammenfassend ist das Gewitterrisiko äußerst gering, und es ist ein stabiles und freundliches Sommerwetter zu erwarten.