Das Wetter in der Pfalz, 2.08.2026 bis 3.08.2026

Die Pfalz befindet sich am 2. und 3. August 2026 im Zustrom subtropischer Heißluft unter dem Einfluss des Hochdruckgebietes Pythagoras, wobei zum Montag hin von Westen her eine markante Labilisierung der Luftmasse einsetzt. Die globalen und regionalen Vorhersagemodelle (ECMWF, GFS, ICON, ICON-D2, ARPEGE, AIFS, GEM, NAVGEM und WRF) zeigen für das Wochenende eine weitgehend synchrone, stabile Lage, prognostizieren jedoch für Montagnachmittag und -abend eine stark ansteigende Gewitter- und Unwettergefahr.

Wettervorhersage für Sonntag, den 2. August 2026

Morgen
In den frühen Morgenstunden ist der Himmel über der gesamten Pfalz weitgehend wolkenlos oder nur von harmlosen Schleierwolken durchzogen. Entlang der Flussläufe, insbesondere im Rheintal, simulieren ICON-D2 und WRF vereinzelte, flache Frühnebelfelder, die sich nach Sonnenaufgang rasch auflösen. Die Temperaturen starten frisch bei Werten zwischen 15°C und 17°C, während die Taupunkte bei angenehmen 11°C bis 13°C liegen. Die relative Luftfeuchtigkeit ist mit 75% bis 85% morgens am höchsten. Der Luftdruck verbleibt auf einem stabilen, hohen Niveau von etwa 1018 hPa, und der Wind weht schwach aus östlichen Richtungen mit Geschwindigkeiten um 5 km/h. Niederschläge sind absolut ausgeschlossen, die Gewitterwahrscheinlichkeit liegt bei 0%.

Vormittag
Die Sonne scheint ungestört von einem strahlend blauen Himmel, was zu einem raschen Temperaturanstieg führt. Bis zum Ende des Vormittags klettern die Thermometer bereits auf 22°C bis 25°C. Der Taupunkt sinkt durch vertikale Durchmischung leicht auf 12°C ab, was die relative Luftfeuchtigkeit auf etwa 50% bis 60% zurückgehen lässt. Der Luftdruck sinkt im Tagesverlauf minimal auf 1016 hPa. Der Wind frischt nur schwach auf, dreht auf Ost-Nordost und erreicht im Mittel 10 bis 15 km/h. Nebel spielt keine Rolle mehr.

Nachmittag
Am Nachmittag wird der Höhepunkt der sommerlichen Einstrahlung erreicht, wobei die Höchsttemperaturen verbreitet 29°C bis 31°C im Pfälzerwald und bis zu 32°C in der Vorderpfalz (z. B. Raum Landau oder Ludwigshafen) betragen. ARPEGE und GFS deuten im Bergland die Entstehung weniger, flacher Quellwolken (Cumulus humilis) an, die den Sonnenschein jedoch kaum dämpfen. Die Luft fühlt sich bei Taupunkten um 12°C bis 14°C trocken und gut erträglich an; die relative Luftfeuchtigkeit sinkt auf ihren Tagestiefstwert von 33% bis 38%. Der Wind bleibt schwach bis mäßig aus Ost mit Spitzen von maximal 20 km/h. Es fällt kein Niederschlag, und die Gewitterwahrscheinlichkeit verbleibt bei unter 5%.

Abend
Nach Sonnenuntergang kühlt es nur langsam ab. Am späten Abend liegen die Temperaturen noch bei warmen 24°C bis 26°C. Die Luftfeuchtigkeit steigt wieder leicht auf 45% an. Der Wind flaut fast vollständig ab und dreht auf Nordost. Der Himmel zeigt sich weiterhin sternenklar, und der Luftdruck stabilisiert sich bei 1015 hPa. Es besteht keinerlei Niederschlags- oder Gewitterneigung. []

Nacht
Die Nacht zum Montag verläuft durchgehend klar und trocken. Die Temperaturen sinken auf Tiefstwerte von 18°C in den Städten der Vorderpfalz und bis zu 16°C in den Tälern des Pfälzerwaldes. Die Luftfeuchtigkeit klettert in der kühleren Luft wieder auf 65% bis 70%. Es bildet sich aufgrund der trockenen Vorgeschichte kein Nebel. Der Luftdruck verharrt bei 1015 hPa.

Wettervorhersage für Montag, den 3. August 2026

Morgen
Der Montag beginnt sonnig, allerdings ziehen von Südwesten her bereits erste dünne Altocumulus-Wolkenfelder auf, die eine Zufuhr feuchterer Luftmassen ankündigen. Die Tiefsttemperaturen am Morgen liegen bei lauen 18°C bis 20°C. Die Luftfeuchtigkeit beträgt etwa 70%. Der Wind ist schwach und unbeständig, meist aus Nordost mit unter 5 km/h. Der Luftdruck beginnt leicht zu fallen und erreicht 1013 hPa. Niederschläge oder Gewitter treten am Morgen noch nicht auf.

Vormittag
Das KI-gestützte Modell AIFS sowie das ECMWF zeigen am Vormittag ein Aufsteilen der Quellbewölkung. Die Sonne kann sich noch häufig durchsetzen, wodurch sich die Luftmasse massiv aufheizt. Die Temperaturen steigen rasant auf 26°C bis 29°C. Parallel dazu strömt aus Frankreich schwüle Luft ein, was sich an sprunghaft ansteigenden Taupunkten von nun 16°C bis 18°C bemerkbar macht. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei rund 55%. Der Wind dreht allmählich auf Süd bis Südost. Die Gewitterwahrscheinlichkeit steigt bis zum Mittag im Bergland leicht auf 15% an.

Nachmittag
Am Nachmittag stellt sich eine hochgradig explosive Wetterlage ein. Die Temperaturen erreichen drückend schwüle Höchstwerte von 32°C bis 34°C. Die Taupunkte klettern auf extreme Werte um 18°C bis 20°C, was zu einer massiven Erhöhung der thermodynamischen Energie (CAPE-Werte oft über 1500 J/kg) führt. ICON-D2 und das hochauflösende WRF-Modell simulieren ab ca. 15:00 Uhr die Auslöse erster heftiger, isolierter Schauer und Gewitter über dem Pfälzerwald, die im Verlauf des Nachmittags auch auf die Vorderpfalz übergreifen können. Die Gewitterwahrscheinlichkeit steigt sprunghaft auf 45% bis 60%. Der Luftdruck sinkt weiter auf 1010 hPa. Außerhalb der Gewitter weht der Wind schwach aus südlichen Richtungen, in Gewitternähe drohen jedoch schwere Sturmböen.

Abend
Am Abend verlagert sich der Schwerpunkt der Gewitteraktivität weiter nach Osten, wobei das Risiko für organisierte Konvektion (Multizellen oder lokale Superzellen) hoch bleibt. Der DWD warnt in seiner Wochenvorhersage vor einer markanten Unwettergefahr durch Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen. Die Regenmengen können lokal eng begrenzt binnen kurzer Zeit 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter erreichen, während es wenige Kilometer weiter trocken bleiben kann. Die Temperaturen gehen in den Gewittern sprunghaft auf 22°C zurück, außerhalb verbleiben sie bei schwülen 28°C. Die Luftfeuchtigkeit steigt auf über 65%. Der Wind dreht auf Südwest bis West und frischt generell böig auf. Die Gewitterwahrscheinlichkeit erreicht mit 65% ihren Höhepunkt.

Nacht
In der Nacht zum Dienstag ziehen die schweren Gewitter langsam nach Nordosten ab, dahinter verbleibt jedoch dichte Bewölkung mit anhaltendem, teils gewittrigem Schauerregen. Das kanadische GEM-Modell und das GFS zeigen eine leise Stabilisierung erst gegen Morgen. Die Temperaturen sinken auf 18°C bis 20°C. Der Taupunkt bleibt mit 16°C hoch, wodurch die Luft extrem schwül und feucht (Luftfeuchtigkeit bei 85% bis 95%) bleibt. Die Sichtverhältnisse können sich im Regen und durch tief hängende Wolkenfetzen im Bergland verschlechtern, klassischer Strahlungsnebel bildet sich wegen des Windes und der Wolken aber kaum. Der Luftdruck erreicht mit 1008 hPa den tiefsten Punkt des Vorhersagezeitraums.

Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten

  • Sonntag, 2. August 2026: Die Gewitterwahrscheinlichkeit liegt ganztägig bei unter 5%. Das hochauflösende ICON-D2 und das WRF-Modell zeigen eine massive Absinkinversion im mittleren troposphärischen Bereich, die jegliche nennenswerte Vertikalbewegung im Keim erstickt. Ein stabiler Tag ohne Wettergefahren.
  • Montag, 3. August 2026: Das Risiko ist stark tageszeitabhängig gesplittet. Während der Vormittag mit 10% bis 15% noch ruhig bleibt, steigt die Wahrscheinlichkeit ab ca. 15:00 Uhr im Pfälzerwald auf 45% und im Laufe des Abends (18:00 bis 22:00 Uhr) flächendeckend auf 65% an. Da ECMWF, AIFS und GFS übereinstimmend eine wellende Frontalzone im Westen berechnen, ist mit einer hohen Blitzrate und einem erheblichen Potenzial für lokalen Starkregen (Unwettercharakter) zu rechnen.
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