Das Wetter in der Pfalz, 18.08.2026 bis 19.08.2026

Für die Pfalz zeigt sich am 18.08.2026 und 19.08.2026 ein wechselhaftes und zunehmend schwüles Wettergeschehen, das maßgeblich vom Atlantiktief NORA und dessen Warmfront beeinflusst wird. Während globale Vorhersagemodelle wie ECMWF, AIFS, GFS, GEM und NAVGEM die großräumige Strömung mit einer Milderung der Waldbrandgefahr stützen, lösen hochauflösende Regionalmodelle wie ICON-D2 und WRF die Niederschlagsschwerpunkte sowie die lokale Gewitterneigung präzise auf. Der detaillierte synoptische Bericht gliedert sich wie folgt in die geforderten Tagesabschnitte:

Dienstag, 18.08.2026

Morgen
Der Tag beginnt in der gesamten Pfalz verbreitet stark bewölkt. Lokale Nebelfelder, die sich in den Tälern des Pfälzerwaldes gebildet haben, lösen sich durch die einsetzende Durchmischung rasch auf. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 85 bis 90 % sehr hoch. Erste Tropfen oder leichter Nieselregen sind laut dem französischen ARPEGE und dem WRF im Nordwesten der Region möglich. Die Temperaturen liegen zwischen 16 °C im Bergland und 18 °C entlang der Rheinebene. Der Taupunkt rangiert bei spürbar feuchten 14 bis 15 °C. Der Luftdruck ist leicht fallend und liegt bei rund 1014 hPa. Der Wind weht schwach aus Südwest.

Vormittag
Die dichte Bewölkung der Warmfront dominiert weiterhin das Himmelsbild, die Sonne zeigt sich kaum. Das KI-gestützte AIFS und das europäische ECMWF zeigen eine großflächige Stabilisierung der Schichtbewölkung. Das Niederschlagsrisiko steigt leicht an (ca. 20 %). Es bleibt jedoch meist bei unergiebigem Nieselregen von unter 0,5 mm Regenmenge. Die Temperaturen klettern auf 19 bis 21 °C. Die Luftfeuchtigkeit sinkt leicht auf 75 %. Der Wind frischt mäßig auf mit Böen aus westlicher Richtung bis zu 25 km/h.

Nachmittag
In den Mittags- und Nachmittagsstunden zieht der Schwerpunkt der Warmfrontniederschläge über die Pfalz. Das hochauflösende ICON-D2 simuliert verstärkt schauerartige Verstärkungen im Bereich des Donnersbergs und des Pfälzerwaldes. Die simulierten Regenmengen variieren zwischen 1 und 3 l/m². Die Temperaturen erreichen ihre Tageshöchstwerte von 22 °C im Pfälzerwald und bis zu 26 °C in der Vorderpfalz. Der Taupunkt steigt auf 16 °C an. Dies sorgt für ein zunehmend drückendes, schwüles Empfinden bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von knapp 70 %. Der Wind weht mäßig und in Böen frisch aus West bis Nordwest.

Abend
Zum Abend hin klingen die Niederschläge von Westen her allmählich ab und die Wolkendecke lockert regional etwas auf. Die Sonne zeigt sich vereinzelt vor ihrem Untergang. Die Temperaturen sinken langsam auf 21 bis 22 °C. Die Luftfeuchtigkeit zieht aufgrund der abendlichen Abkühlung wieder auf über 75 % an. Der Luftdruck stabilisiert sich im Bodenniveau, während der Wind spürbar nachlässt und auf schwache Geschwindigkeiten zurückgeht.

Nacht
In der Nacht auf Mittwoch bleibt der Himmel wechselnd bis stark bewölkt. Das GFS und das kanadische GEM prognostizieren weitgehende Niederschlagsfreiheit, wenngleich einzelne leichte Schauer nicht gänzlich ausgeschlossen sind. Die Temperaturen gehen auf Tiefstwerte von 17 °C bis 16 °C zurück. Bei geringen Windbewegungen und feuchter Grundschicht (Luftfeuchtigkeit über 85 %) können sich stellenweise flache Nebelfelder bilden. Der Taupunkt verbleibt auf einem hohen Niveau von 15 °C

Mittwoch, 19.08.2026

Morgen
Der Mittwochmorgen startet mit einem Wechselspiel aus aufgelockerter Bewölkung und Restwolken der Nacht. Die Nebelfelder des Morgens lichten sich schnell. Die Temperaturen sind mit 17 bis 18 °C mild, aber die Luft fühlt sich aufgrund einer Luftfeuchtigkeit von rund 80 % sehr feucht an. Der Luftdruck beginnt infolge eines herannahenden Troges leicht zu fallen. Der Wind weht schwach aus südlichen bis südwestlichen Richtungen.

Vormittag
Am Vormittag setzt sich zeitweise die Sonne durch, was die Einstrahlung maximiert und die Atmosphäre energetisch auflädt. Quellwolken (Cumulus) beginnen sich über den Bergen des Pfälzerwaldes zu entwickeln. Die Temperaturen steigen zügig an und erreichen bereits am späten Vormittag Werte um 22 bis 24 °C. Die Luftfeuchtigkeit geht im Zuge der Erwärmung vorübergehend auf 65 % zurück, während die Taupunkte stabil bei schwülen 16 °C verharren.

Nachmittag
Der Nachmittag bringt den synoptischen Umschwung. Das ECMWF und das GFS signalisieren das Übergreifen einer instabilen Luftmasse. Die Quellbewölkung wächst rasch in die Höhe und es bilden sich erste kräftige Schauer und Gewitter. Die Temperaturen erreichen schwüle Höchstwerte von 24 bis 27 °C. Die Regenmengen können in Gewitterzellen lokal rasch ansteigen und gebietsweise 10 bis 20 l/m² erreichen. Außerhalb der Gewitter weht der Wind mäßig aus Südwest, in Gewitternähe sind schwere Sturmböen möglich.

Abend
In den Abendstunden verlagert sich die Gewitteraktivität langsam nach Osten in Richtung Rheingraben. Dahinter fließt im Zuge des Windwechsels auf West kühlere Luft ein. Die Temperaturen sinken spürbar auf 19 bis 17 °C ab. Die relative Luftfeuchtigkeit nähert sich durch den Regen der Sättigungsgrenze (90 bis 95 %). Der Luftdruck erreicht seinen vorläufigen Tiefpunkt.

Nacht
Die Nacht auf Donnerstag bringt eine allmähliche Stabilisierung der Wetterlage. Letzte Schauer oder Gewitter ziehen ab. Die Bewölkung lockert im Verlauf auf, sodass stellenweise der Blick auf den Himmel freigegeben wird. Die Temperaturen kühlen auf erfrischende 13 bis 11 °C ab. Der Taupunkt sinkt deutlich, womit die extreme Schwüle der Vortage vollständig ausgeräumt wird. Es weht ein schwacher bis mäßiger Westwind.

Mittlerer Ausblick: Gewitterwahrscheinlichkeiten im Detail

Die synoptische Konstellation zeigt im Übergang vom 18.08. zum 19.08. ein signifikantes Potenzial für konvektive Umlagerungen.

Am Dienstag (18.08.) bleibt die Gewitterwahrscheinlichkeit mit 10 bis 15 % noch gering, da die Warmfront primär schichtbewölkte Niederschläge bringt und eine stabile Schichtung (Deckel) das Aufsteigen von Luftmassen hemmt.

Am Mittwoch (19.08.) ändert sich die Lage drastisch: Durch den Einstrom labil geschichteter, subtropischer Warmluftmasse im Vorfeld einer Kaltfront steigt der CAPE-Index laut den Prognosen des WRF und ICON-D2 deutlich an. Die Gewitterwahrscheinlichkeit erhöht sich ab dem Nachmittag auf 60 bis 70 %. Die Modelle deuten auf ein erhöhtes Risiko für lokal eng begrenzte, kräftige Gewitter hin, die mit Starkregen von über 15 l/m² in kurzer Zeit, Hagel und stürmischen Böen einhergehen können.

Dieser Beitrag wurde unter Pfalz Wetter veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert