Das Wetter in Westheim, Lingenfeld und Lustadt in der Pfalz, 02.09.2026 bis 03.09.2026

Für die südpfälzischen Gemeinden Westheim, Lingenfeld und Lustadt zeigt sich die synoptische Wetterlage am 02.09.2026 und 03.09.2026 unter moderatem Hochdruckeinfluss weitgehend ruhig und spätsommerlich warm, bevor sich zum Ende des Zeitraums von Südwesten her feuchtere Luftmassen nähern. Die verschiedenen Global- und Regionalmodelle (ECMWF, AIFS, GFS, ICON, GEM, NAVGEM, ARPEGE sowie die hochauflösenden ICON-D2 und WRF) stimmen in der Grundstruktur sehr gut überein, zeigen jedoch minimale Nuancen bei Bewölkungsdichte, Taupunkten und den abendlichen Gewitterwahrscheinlichkeiten.

Wetterbericht für Mittwoch, 02.09.2026

Morgen
In den frühen Morgenstunden dominiert über allen drei Gemeinden eine teils dichte, bodennahe Restfeuchte. Das hochauflösende ICON-D2-Modell simuliert flache, lokale Nebelfelder, insbesondere in den feuchten Niederungen nahe der Altrhein-Ausläufer bei Lingenfeld. Die Temperaturen bewegen sich im kühlen Bereich zwischen 11 °C und 12 °C. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 90 % bis 92 % extrem hoch. Der Taupunkt liegt fast gleichauf bei 11 °C. Es herrscht nahezu Windstille oder nur ein schwacher Hauch aus nordwestlicher Richtung mit etwa 2 km/h. Der Luftdruck liegt stabil bei rund 1017 hPa. Niederschläge fallen nicht.

Vormittag
Mit fortschreitender Sonneneinstrahlung lösen sich die Nebelfelder bis 09:00 Uhr rasch auf. Die Modelle GFS und ARPEGE berechnen einen Übergang zu lockerer Quellbewölkung. Die Sonne setzt sich immer besser durch, sodass etwa 2 bis 3 Sonnenstunden in diesem Abschnitt erreicht werden. Die Lufttemperatur steigt zügig auf 15 °C bis 18 °C an. Gleichzeitig sinkt die relative Luftfeuchtigkeit auf etwa 75 % ab. Der Taupunkt verharrt stabil bei 11 °C bis 12 °C. Der Wind dreht flau auf südwestliche Richtungen und erreicht im Mittel kaum mehr als 3 bis 5 km/h. Der Luftdruck zeigt eine minimale fallende Tendenz auf 1016 hPa. Es bleibt absolut trocken.

Nachmittag
Am Nachmittag stellt sich ein freundlicher Mix aus viel Sonne und harmlosen Schönwetterwolken ein. Das europäische ECMWF-Modell sowie das KI-gestützte AIFS prognostizieren die Tageshöchstwerte bei angenehmen 24 °C bis 25 °C. Das kanadische GEM-Modell rechnet mit einer etwas kompakteren Bewölkung, schließt Regen aber ebenfalls aus. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt auf den Tagestiefstwert von circa 45 % bis 48 %. Der Taupunkt pendelt sich bei trocken-warmen 12 °C ein. Der Wind frischt nur leicht auf, weht mäßig aus Westen mit mittleren Geschwindigkeiten um 7 km/h und einzelnen Böen von maximal 20 km/h. Der Luftdruck verbleibt konstant auf 1016 hPa.

Abend
Die Quellbewölkung fällt im Laufe des Abends wieder zusammen. Es bleibt überwiegend gering bewölkt und mild. Bis 21:00 Uhr gehen die Temperaturen auf 20 °C bis 22 °C zurück. Der Wind flaut spürbar ab und weht nur noch mit 4 km/h aus westlichen Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit steigt mit der Abkühlung wieder auf 55 % bis 60 % an. Die Taupunkte verbleiben bei 13 °C. Niederschläge oder Nebel sind in allen Modellen ausgeschlossen. Der Luftdruck zeigt sich unverändert stabil.

Nacht
Die Nacht zum Donnerstag verläuft weitgehend klar oder nur schwach bewölkt durch vorüberziehende Schleierwolken. Die Temperaturen sinken bis zu den Frühstunden auf Tiefstwerte um 13 °C bis 14 °C ab. Die relative Luftfeuchtigkeit klettert erneut auf über 70 %. Der Wind ist kaum messbar und dreht schwach auf südliche Richtungen. Der Luftdruck beginnt zum Morgen hin leicht zu sinken und pendelt sich bei 1014 hPa ein.

Wetterbericht für Donnerstag, 03.09.2026

Morgen
Der Donnerstagmorgen beginnt in Westheim, Lingenfeld und Lustadt wolkenlos oder nur gering bewölkt. Lokaler Nebel ist aufgrund des leicht auffrischenden Windes im Vergleich zum Vortag kaum ein Thema. Die Frühwerte liegen bei milderen 13 °C bis 14 °C. Die Luftfeuchtigkeit beträgt morgens rund 80 % bei einem Taupunkt von 11 °C. Der Wind weht schwach aus Südwesten mit etwa 6 km/h. Der Luftdruck liegt am Morgen bei 1014 hPa.

Vormittag
Im Laufe des Vormittags zieht von Südwesten her allmählich dichtere Bewölkung auf. GFS und WRF zeigen den Aufzug hoher und mittelhoher Wolkenfelder, die die Sonne zunehmend milchig abschirmen. Dennoch steigen die Temperaturen durch die herangeführte Warmluftmasse rasch auf 19 °C bis 22 °C an. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf etwa 65 % bei einem leicht ansteigenden Taupunkt von 13 °C. Der Südwestwind intensiviert sich spürbar auf 10 bis 13 km/h. Der Luftdruck fällt weiter ab auf 1012 hPa.

Nachmittag
Der Nachmittag präsentiert sich meist stark bewölkt, aber es bleibt schwül-warm. ECMWF und ICON modellieren Höchsttemperaturen von bis zu 25 °C. Das NAVGEM-Modell zeigt eine etwas defensivere Erwärmung bis maximal 24 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit verbleibt bei moderaten 60 %. Der Taupunkt klettert spürbar auf 14 °C bis 15 °C, was die Luft im Freien zunehmend drückend und schwül wirken lässt. Der Wind weht frisch aus Südwesten mit mittleren Geschwindigkeiten von 15 bis 18 km/h. Einzelne Windböen können Geschwindigkeiten von bis zu 35 km/h erreichen. Der Luftdruck sinkt weiter auf 1010 hPa.

Abend
Am Abend verdichtet sich die Wolkendecke von Frankreich und der Saar-Region her massiv. Die Temperaturen gehen nur langsam auf Werte um 21 °C bis 23 °C zurück. Durch die hohe Schwüle steigt die relative Luftfeuchtigkeit rasch auf 70 % bis 75 % an. Der Taupunkt erreicht mit 15 °C seinen Höchstwert. Der Südwestwind bleibt mit Böen um 30 km/h gut spürbar. Der Luftdruck fällt auf den Tiefstwert des Vorhersagezeitraums bei 1008 hPa. Erste dichtere Schauerbänder erreichen das Umland, die Regenmenge bleibt vorerst auf geringe Spitzenwerte unter 1 l/m² beschränkt.

Nacht
In der Nacht verdichten sich die Schauer. Es kommt gebietsweise zu auflebendem Regen. Die Temperaturen sinken kaum ab und verharren bei sehr milden, fast tropisch anmutenden Werten um 16 °C bis 18 °C. Die Luftfeuchtigkeit erreicht die Sättigungsgrenze von über 85 %. Der Südwestwind dreht im Laufe der Nacht flacher auf westliche Richtungen, bleibt aber mit Geschwindigkeiten um 10 km/h aktiv. Der Luftdruck stabilisiert sich zum Morgen hin bei 1008 hPa. Die simulierten Regenmengen variieren in den Modellen zwischen 1 und 4 l/m².

Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten

Mittwoch, 02.09.2026
Für den gesamten Mittwoch zeigen sämtliche herangezogenen Wettermodelle (inklusive der gewitteraffinen Regionalmodelle WRF und ICON-D2) eine Gewitterwahrscheinlichkeit von praktisch 0 %. Die Atmosphäre über der Pfalz ist durch das abziehende Hochdruckgebiet stabil geschichtet. Es mangelt vollständig an energetischer Unterstützung (CAPE-Werte liegen flächendeckend bei 0 J/kg) und es sind keinerlei Hebungsantriebe oder dynamische Trigger vorhanden.

Donnerstag, 03.09.2026
Am Donnerstag ändert sich die Lage im Tagesverlauf durch das herannahende Gewittertief aus Südwesten grundlegend:

  • Vormittag bis Nachmittag: Die Gewitterwahrscheinlichkeit verbleibt zunächst im niedrigen Bereich bei etwa 5 % bis 10 %. Obwohl die Schwüle und die Taupunkte (bis 15 °C) ansteigen, verhindert eine stabile Deckelschicht in der mittleren Troposphäre die vertikale Auslöse von Gewitterzellen.
  • Später Abend (ab ca. 20:00 Uhr): Mit Annäherung der vorderseitigen Trogachse und dem einsetzenden Luftdruckabfall auf 1008 hPa steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit sprunghaft auf 30 % bis 35 % an. Das GFS und das WRF-Modell simulieren moderate Labilitätswerte (CAPE zwischen 200 und 400 J/kg). Aufgrund der mäßigen Scherung besteht ein Risiko für eingelagerte, meist linienhaft organisierte Gewitter, die aus Frankreich auf die Pfalz übergreifen können.
  • Nacht zum Freitag: Während des eigentlichen Frontdurchgangs in der Nacht pendelt sich die Gewitterwahrscheinlichkeit bei 40 % bis 45 % ein. ICON und ARPEGE stützen das Szenario von schauerartig verstärkten Regenfällen, die lokal von Blitz und Donner begleitet werden. Schwere Unwetterstrukturen (wie Hagel oder schwere Sturmböen) werden von den hochauflösenden Modellen für Westheim, Lingenfeld und Lustadt aktuell nicht simuliert, da die Hauptenergie südlich vorbeigeführt wird. Dennoch sind markante Windböen in Gewitternähe bis 50 km/h sowie kurzzeitiger Starkregen nicht gänzlich auszuschließen.
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