Die Wetterlage in der Pfalz wird am 13.10.2026 und 14.10.2026 durch einen markanten Übergang von einem schwachen atlantischen Tiefausläufer hin zu einem stabilen, herbstlich-milden Hochdruckgebiet geprägt. Während die hochauflösenden Regionalmodelle wie ICON-D2 und WRF für den Dienstag dichte Bewölkung und letzte leichte Feuchtefelder berechnen, signalisieren die Globalmodelle ECMWF, AIFS, GFS, GEM, ARPEGE, ICON und NAVGEM für den Mittwoch einen deutlichen Wetterumschwung mit steigenden Temperaturen, nächtlicher Nebelneigung und zunehmendem Sonnenschein.
Synoptischer Bericht für Dienstag, 13.10.2026
🌅 Morgen
In den frühen Morgenstunden liegt die Pfalz unter dichter, tief hängender Bewölkung, die durch eine schwache Frontpassage bedingt ist. Die hochauflösenden Modelle ICON-D2 und WRF zeigen streckenweise Sichtbehinderungen durch Dunst und flachen Hochnebel, insbesondere in den Flussniederungen und Senken der Südpfalz. Das Niederschlagsrisiko liegt bei etwa 10% bis 15%, es bleibt aber meist noch trocken. Die Temperaturen bewegen sich in einem kühlen Bereich zwischen 7 °C und 9 °C. Die Taupunkte liegen sehr nah an der Lufttemperatur bei rund 6 °C bis 8 °C, was zu einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit von etwa 87% führt. Der Luftdruck verweilt stabil auf mäßigem Niveau bei ca. 1016 HPa. Der Wind weht schwach mit etwa 3 bis 5 km/h vorwiegend aus südlichen Richtungen.
🌤️ Vormittag
Im Laufe des Vormittags bleibt der Himmel über der gesamten Pfalz meist stark bewölkt bis bedeckt. Die Sonne hat kaum Chancen, sich gegen die kompakte Schichtbewölkung durchzusetzen. Die globalen Modelle ECMWF und GFS prognostizieren eine leichte Zunahme der Feuchtigkeit in den mittleren Schichten. Das Risiko für vereinzelten, leichten Nieselregen steigt minimal auf etwa 20% an, messbare Mengen werden von den Modellen ARPEGE und GEM jedoch kaum simuliert und bleiben meist unter 0,1 l/m². Die Luftfeuchtigkeit sinkt geringfügig auf 78% bis 80%. Die Temperaturen klettern langsam auf Werte um 11 °C bis 13 °C. Der Wind dreht allmählich auf Süd-Südwest, bleibt aber mit 5 bis 8 km/h schwach.
🌦️ Nachmittag
Am Nachmittag verlagert sich der schwache Tiefausläufer ostwärts über die Region. ICON-D2 und WRF berechnen hierbei das Maximum der leichten Niederschlagsaktivität. Es ist gebietsweise mit leichtem Regen oder kurzen Schauern zu rechnen, die Regenmengen bewegen sich im überschaubaren Rahmen von 0,2 bis maximal 0,5 l/m². Das allgemeine Niederschlagsrisiko gipfelt bei 20% bis 30%. Die Temperaturen erreichen ihre Tageshöchstwerte von milden 14 °C bis 16 °C. Die Taupunkte steigen auf etwa 10 °C an, weshalb sich die Luft bei einer Feuchtigkeit von 75% recht feucht anfühlt. Der Wind frischt minimal auf und weht schwach bis mäßig aus Südwest mit Spitzenböen von bis zu 14 km/h. Der Luftdruck zeigt eine leicht steigende Tendenz.
🌆 Abend
In den Abendstunden klingen die letzten Schauer rasch ab, und das Niederschlagsrisiko sinkt wieder unter 10%. Die Wolkendecke bleibt zunächst oft noch geschlossen, bricht jedoch von Westen her und entlang der Haardt stellenweise zaghaft auf. Die Temperaturen gehen auf Werte um 13 °C bis 14 °C zurück. Der Wind flaut spürbar ab und dreht schwach auf westliche Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit zieht infolge der Abkühlung und der feuchten Grundschicht wieder deutlich an und erreicht Werte von über 85%.
🌌 Nacht
Die Nacht zum Mittwoch steht ganz im Zeichen des einsetzenden Hochdruckeinflusses, was zu einer gradientschwachen Wetterlage führt. Die Bewölkung lockert im Verlauf der Nacht zunehmend auf, wodurch die Ausstrahlung stark begünstigt wird. In Kombination mit der hohen Luftfeuchtigkeit (um 90% bis 92%) führt dies laut DWD und den Prognosen von ICON-D2 verbreitet zur Ausbildung von teils dichten Nebel- und Hochnebelfeldern. Die Temperaturen sinken spürbar auf Tiefstwerte zwischen 12 °C und 9 °C ab, in den Muldenlagen des Pfälzerwaldes kann es lokal bis auf 7 °C abkühlen. Der Luftdruck steigt infolge des herannahenden Hochs auf rund 1020 HPa. Es herrscht nahezu Windstille.
Synoptischer Bericht für Mittwoch, 14.10.2026
🌫️ Morgen
Der Mittwoch startet in den Tälern, Niederungen und dem Rheingraben sehr herbstlich mit zähem und gebietsweise dichtem Nebel. Auf den Gipfeln des Pfälzerwaldes kann dagegen schon früh die Sonne scheinen. Das Niederschlagsrisiko ist im Vergleich zum Vortag extrem gering und liegt unter 5%. Die Temperaturen liegen am frühen Morgen bei frischen 7 °C bis 9 °C, die Taupunkte bewegen sich auf ähnlichem Niveau. Die relative Luftfeuchtigkeit ist mit fast 95% im Nebel extrem hoch. Der Wind ist kaum wahrnehmbar und weht schwach aus wechselnden Richtungen, während der Luftdruck weiter leicht ansteigt.
☀️ Vormittag
Im Laufe des Vormittags sorgt die im Oktober schwächere, aber dennoch wirksame Sonneneinstrahlung für eine allmähliche Auflösung der Nebel- und Hochnebelfelder. Die Modelle AIFS, NAVGEM und ECMWF zeigen übereinstimmend, dass die Pfalz zunehmend in eine trockenere und sehr milde Luftmasse gelangt. Nach dem Nebel breitet sich vielerorts eine freundliche Mischung aus Sonne und lockeren Quell- oder Schleierwolken aus. Die Temperaturen steigen bei zunehmendem Sonnenschein rasch auf milde 13 °C bis 16 °C an. Die Luftfeuchtigkeit sinkt deutlich auf rund 70%. Der Wind nimmt leicht zu und weht schwach aus westlichen Richtungen mit etwa 4 bis 6 km/h.
😎 Nachmittag
Der Nachmittag präsentiert sich von seiner besten Seite und bringt einsetzendes, spätsommerlich angehauchtes „Goldenes Oktoberwetter“. Es bleibt absolut trocken, das Regenrisiko tendiert gegen Null. Dank einer milden Süd- bis Südwestströmung, die von den globalen Modellen GFS und GEM gestützt wird, klettern die Temperaturen auf sehr milde Spitzenwerte zwischen 17 °C und 21 °C, wobei die wärmsten Werte entlang des Rheingrabens gemessen werden. Der Himmel zeigt sich teils heiter, teils ziehen nur lockere, dünne Schleierwolken durch. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt auf angenehme 60% bis 65%, der Luftdruck stabilisiert sich auf hohem Niveau bei ca. 1024 HPa. Der Wind weht schwach und unauffällig aus West bis Südwest.
🌇 Abend
Zum Abend hin bleibt es in der gesamten Pfalz stabil, klar und trocken. Bei ausgiebigem Sonnenschein geht der Tag ruhig zu Ende. Mit dem Untergang der Sonne setzt aufgrund des klaren Himmels eine rasche Abkühlung ein. Die Temperaturen fallen in den späten Abendstunden auf Werte zwischen 12 °C und 15 °C. Der Wind schläft fast vollständig ein, und die Luftfeuchtigkeit steigt im Zuge der Abkühlung langsam wieder in Richtung 80% an.
🌌 Nacht
Die Nacht zum Donnerstag verläuft unter dem alternden Hochdruckgebiet weitgehend gering bewölkt oder sternenklar. Durch die ausgeprägte Strahlungskühlung in der trockeneren Luftmasse sacken die Temperaturen merklich ab. Die Minima liegen verbreitet zwischen 9 °C und 7 °C, im Pfälzerwald und in windgeschützten Tal- und Muldenlagen kühlt es markant bis auf 5 °C ab. Lokal können sich in den Flussniederungen erneut dichte, aber meist flache Nebelfelder bilden. Das Regenrisiko bleibt bei 0%, und der Wind ist vollkommen abgeflaut.
Detaillierte Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten
⛈️ Für den gesamten Vorhersagezeitraum vom 13.10.2026 bis zum 14.10.2026 ist die Gewitterwahrscheinlichkeit in der Pfalz als extrem gering einzustufen (nahe 0%).
Die synoptische Analyse aller relevanten Modelle (insbesondere der konvektionserlaubenden Modelle ICON-D2 und WRF) liefert klare Gründe für das Ausbleiben von elektrischen Entladungen:
Mangelnde Labilität (CAPE): Die Modelle simulieren für die Region Pfalz keinerlei labil geschichtete Luftmassen. Die Werte für das zur Verfügung stehende konvektive Potenzial (CAPE) liegen im gesamten Zeitraum flächendeckend bei 0 J/kg. Es fehlt der thermische Antrieb für hochreichende Konvektion.
Stabile Schichtung & Absinken: Am Dienstag ist die Frontpassage thermisch sehr schwach und schichtartig (stratiform) geprägt. Ab der Nacht zum Mittwoch sorgt das hereinbrechende Hochdruckgebiet für eine großräumige Absinkbewegung (Subsidenz) in der Atmosphäre. Dies führt zu einer Stabilisierung der Luftschichten und baut potenzielle Labilitäten sofort ab.
Fehlen von Hebungsimpulsen: Es gibt keine dynamischen Hebungsvorgänge wie ausgeprägte Trogachsen oder markante Kaltfronten, die die Luftmasse rasant zum Aufsteigen zwingen könnten. Während am Dienstag an der Nordseeküste durch maritime Höhenkaltluft vereinzelte Gewitter nicht ausgeschlossen sind, bleibt der südwestdeutsche Raum und damit die Pfalz vollkommen geschützt im stabilen Bereich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Risiko für Blitz und Donner an beiden Tagen absolut vernachlässigbar ist. Es dominieren stratiforme Wolkenprozesse am Dienstag und strahlungsbedingte Nebel- sowie Absinkprozesse am Mittwoch.