Für Westheim und Lustadt in der Pfalz zeichnet sich am Samstag, den 4. Juli 2026, und Sonntag, den 5. Juli 2026, ein von Südwesten gesteuertes, sommerliches Wochenende ab. Ein Ableger des Azorenhochs stabilisiert die Luftmasse am Samstag spürbar, bevor am Sonntag ein schwacher Tiefausläufer („Ausynja“) aus Nordwesten mit dichteren Wolkenfeldern und minimaler Schauerneigung vorbeizieht. Da beide Gemeinden geografisch direkt nebeneinander in der Rheinebene liegen, fallen die meteorologischen Parameter für beide Orte nahezu identisch aus.
Samstag, 4. Juli 2026
Morgen
Der Samstag startet unter dem Einfluss des kachelnden Hochdrucks strahlend klar und windstill. Lokale Frühnebelfelder über den nahen Feldern und Wiesen brechen rasch nach Sonnenaufgang auf. Die Temperaturen bewegen sich in den frühen Morgenstunden im kühlen Bereich zwischen 13 °C und 15 °C. Der Taupunkt liegt bei etwa 10 °C, was für eine angenehm frische und trockene Luft sorgt. Die Luftfeuchtigkeit startet morgens recht hoch bei etwa 75 %, sinkt aber mit der einsetzenden Sonneneinstrahlung zügig. Der Luftdruck ist stabil hoch und liegt bei etwa 1018 Hektopascal (hPa).
Vormittag
Die Sonne scheint ungehindert vom wolkenlosen Himmel, was die Temperaturen bis zum späten Vormittag rasch auf 21 °C bis 23 °C steigen lässt. Der Wind erwacht langsam und weht schwach bis mäßig aus nordwestlicher Richtung mit Böen um die 15 km/h. Die Luftfeuchtigkeit geht deutlich auf unter 50 % zurück, während der Luftdruck minimal auf 1017 hPa nachgibt. Der Taupunkt klettert leicht auf 11 °C. Es bleibt absolut trocken.
Nachmittag
Am Nachmittag wird der Höhepunkt der sommerlichen Erwärmung erreicht. Die Höchstwerte klettern im ICON-D2- und ECMWF-Modell auf schweißtreibende 28 °C bis 30 °C. Es zeigen sich nur vereinzelte, harmlose Quellwolken (Cumulus humilis) am Horizont. Der Wind frischt im Einklang mit dem WRF- und GFS-Modell mäßig auf, wobei Böen aus West-Nordwest Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h erreichen können. Die Luftfeuchtigkeit erreicht ihren Tagestiefstwert bei rund 25 % bis 30 %, was die Hitze sehr trocken und gut erträglich macht. Der Taupunkt verharrt stabil bei 12 °C, der Luftdruck sinkt tagesgangbedingt leicht auf 1015 hPa. Niederschläge sind ausgeschlossen.
Abend
Auch am Abend bleibt es noch lange Zeit sommerlich warm. Bis zum späten Abend sinken die Temperaturen nur langsam auf 22 °C bis 24 °C. Der Wind flaut spürbar ab und dreht auf West zurück. Die Luftfeuchtigkeit steigt mit der Abkühlung wieder auf etwa 45 % an. Der Himmel zeigt sich weiterhin meist gering bewölkt oder klar.
Nacht
In der Nacht zum Sonntag ziehen von Nordwesten her allmählich erste dichtere Wolkenfelder des herannahenden Tiefausläufers auf. Die Temperaturen sinken aufgrund der zunehmenden Bewölkung nicht mehr so stark wie in der Vornacht und stoppen bei milden 16 °C bis 17 °C. Der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit klettert auf 65 %, der Taupunkt liegt bei 13 °C. Der Luftdruck fällt bis zum Morgen leicht auf 1013 hPa ab. Nebelbildung ist aufgrund der schützenden Wolkendecke nicht zu erwarten.
Sonntag, 5. Juli 2026
Morgen
Der Sonntag beginnt wechselnd bis stark bewölkt. Die Sonne tut sich im Vergleich zum Vortag schwer und wird immer wieder von mittelhohen Wolkenschichten verdeckt. Das Thermometer zeigt am frühen Morgen Werte um 17 °C bis 18 °C. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West. Die relative Luftfeuchtigkeit ist mit 70 % merklich höher als am Samstag. Der Taupunkt liegt bei etwa 13 °C, und der Luftdruck verharre bei 1012 hPa.
Vormittag
Am Vormittag verdichtet sich die Bewölkung weiter. Einzelne, schwache Regenschauer können Westheim und Lustadt streifen. Das ARPEGE- und GEM-Modell simulieren hierbei jedoch kaum messbare Mengen. Die Temperaturen steigen verhalten auf etwa 21 °C bis 23 °C. Der Wind nimmt kontinuierlich zu und weht mäßig, in Böen frisch aus West-Nordwest. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei rund 60 %.
Nachmittag
Nachmittags lockert die Wolkendecke von Nordwesten her bereits wieder auf, und die Sonne kommt zeitweise zum Vorschein. Trotz der kühleren Luftmasse im Norden sorgt die Sonneneinstrahlung in der Pfalz für einen Temperaturanstieg auf sommerliche 26 °C bis 29 °C. Das ECMWF-Modell deutet punktuell sogar bis zu 30 °C an. Der Wind ist der markanteste Faktor an diesem Nachmittag: Nach den Berechnungen des ICON- und GFS-Modells weht er mäßig bis frisch aus West bis Nordwest mit teils starken Böen zwischen 40 und 50 km/h. Die Luftfeuchtigkeit pendelt sich bei 40 % ein, der Taupunkt liegt bei 14 °C. Der Luftdruck beginnt am Nachmittag langsam wieder zu steigen (auf 1015 hPa).
Abend
Am Abend beruhigt sich das Wettergeschehen rasch wieder. Die Wolken lösen sich weitgehend auf, und der Wind flaut spürbar ab. Die Temperaturen gehen in den gemütlichen Bereich von 21 °C bis 23 °C zurück. Die Luftfeuchtigkeit zieht wieder an und erreicht Werte um 55 %. Der Taupunkt sinkt leicht auf 12 °C.
Nacht
Die Nacht zum Montag verläuft unter zunehmendem Hochdruckeinfluss meist gering bewölkt oder sternenklar. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit sinkt auf null. Die Temperaturen gehen bei schwachwindigen Verhältnissen auf kühlere 13 °C bis 15 °C zurück. Aufgrund der klaren Luft und der vorausgegangenen Feuchtigkeit können sich in den Niederungen der Rheinebene gegen Morgen vereinzelte, flache Nebelfelder bilden. Die Luftfeuchtigkeit steigt auf 80 % an, der Luftdruck klettert auf stabile 1018 hPa.
Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten
Bezüglich der Gewittergefahr sind sich die führenden numerischen Modelle (ECMWF, GFS, ICON-D2, ARPEGE, GEM) für das gesamte Wochenende in der Südpfalz weitgehend einig und geben Entwarnung.
- Samstag, 4. Juli: Die Gewitterwahrscheinlichkeit liegt bei nahezu 0 %. Das Azorenhoch sorgt für ein großräumiges Absinken der Luftmassen (Subsidenz), was jegliche vertikale Wolkenentwicklung (Konvektion) im Keim erstickt. Es fehlt an der nötigen Labilität in der Atmosphäre und an ausreichender Feuchtigkeit in den bodennahen Schichten.
- Sonntag, 5. Juli: Mit der Passage des schwachen Tiefausläufers steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit minimal an, bleibt jedoch mit unter 10 % bis 15 % auf einem sehr geringen Niveau. Die energiereiche, heiße Luftmasse wird primär südlich der Alpen blockiert, während die Pfalz lediglich von stabilerer, mäßig warmer Meeresluft gestreift wird. Das hochauflösende ICON-D2-Modell sowie das WRF-Modell zeigen zwar eine leichte Labilisierung des oberen Luftraums am Sonntagvormittag, zeitgleich sorgt jedoch ein massiver Deckel (Inversion) und der stark auffrischende Nordwestwind für eine starke Windscherung in den unteren Schichten. Diese Scherung zerzaust potenzielle Gewitterzellen, bevor sie sich organisieren können. Falls es zu Niederschlägen kommt, handelt es sich um kurze, harmlose Regenschauer mit einer Regenmenge von maximal 0,4 mm bis 1 mm, schwere Gewitter oder Unwetter sind für Westheim und Lustadt an beiden Tagen nach aktuellem Modellstand ausgeschlossen.