Das Wetter in der Pfalz, 4.07.2026 bis 5.07.2026

Die Wetterlage in der Pfalz wird am ersten Juli-Wochenende durch eine gradientenschwache Hochdruckbrücke bestimmt, welche am Sonntag von der Nordwestflanke her durch feuchtere und etwas kühlere Luftmassen angelöst wird. Dies führt zu einem markanten Temperatur- und Bewölkungswechsel.

Samstag, 04.07.2026

Morgen
Der Tag beginnt in der Pfalz nach den Berechnungen der Wettermodelle ARPEGE, ECMWF und des hochauflösenden ICON-D2 verbreitet gering bewölkt bis klar. Nebel ist aufgrund der trockenen Luftstruktur kein Thema. Die Temperaturen bewegen sich in den frischen Morgenstunden meist zwischen 10 °C und 14 °C, im Pfälzerwald auch leicht darunter. Die Taupunkte liegen bei niedrigen 7 °C bis 10 °C, was auf eine sehr trockene Grundschicht hinweist. Es ist weitgehend windstill. Der Luftdruck ist mit Werten um 1022 hPa relativ hoch und stabil.

Vormittag
Die Modelle WRF und ICON-D2 zeigen rasche Sonneneinstrahlung. Die Luft erwärmt sich kräftig und steigt bis zum späten Vormittag auf Werte zwischen 20 °C und 23 °C. Es bilden sich harmlose, flache Quellwolken. Durch die starke Erwärmung bei gleichbleibendem Feuchtigkeitsgehalt sinkt die relative Luftfeuchtigkeit markant auf Werte um 35 bis 45 Prozent. Die Taupunkte verharren stabil bei etwa 9 °C bis 11 °C. Die Windverhältnisse bleiben ruhig, der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen.

Nachmittag
Die Höchsttemperaturen erreichen hochsommerliche 26 °C bis 30 °C, wobei die wärmsten Regionen entlang der Weinstraße liegen. Die globale Modellführung von GFS und GEM stützt hierbei den sonnigen und trockenen Gesamteindruck. Die Luftfeuchtigkeit sinkt weiter in den sehr trockenen Bereich von 25 bis 30 Prozent. Die Taupunkte liegen bei angenehmen 11 °C bis 14 °C, wodurch die Hitze zu keinem Zeitpunkt als schwül empfunden wird. Der Wind weht mäßig aus West bis Nordwest und frischt in Böen vereinzelt auf bis zu 30 km/h auf. Niederschläge oder Regenmengen sind null. Der Luftdruck verbleibt konstant.

Abend
Es präsentiert sich ein oft wolkenloser und strahlender Sommerabend. Mit dem Sonnenuntergang fallen die Temperaturen langsam auf Werte zwischen 22 °C und 26 °C zurück. Die Einstrahlung endet, die Luftfeuchtigkeit beginnt sich bei etwa 30 bis 40 Prozent zu stabilisieren. Die Taupunkte sinken leicht ab auf Werte um 10 °C bis 12 °C. Der Wind flaut deutlich ab und weht nur noch schwach aus westlicher Richtung.

Nacht
Die Nacht zum Sonntag verläuft zunächst klar oder gering bewölkt. In der zweiten Nachthälfte ziehen laut NAVGEM und ARPEGE von Nordwesten her erste dichtere Wolkenfelder auf. Es bleibt trocken. Die Tiefstwerte kühlen auf sehr angenehme 16 °C bis 13 °C ab. Die Luftfeuchtigkeit steigt auf 60 bis 75 Prozent, während die Taupunkte durch die herangeführte, etwas feuchtere Luft leicht auf 12 °C bis 14 °C ansteigen.


Sonntag, 05.07.2026

Morgen
Der Tag startet spürbar wolkiger als der Vortag. Ein schwacher Trog überquert die Region, was besonders in den Modellen ECMWF und GEM zu einer stärkeren Bewölkung führt. Vereinzelt können leichte Schauer auftreten, die Regenmengen bleiben jedoch im Bereich von 0,1 bis 1,0 Liter pro Quadratmeter. Die Frühtemperaturen sind durch die Wolkendecke etwas milder und betragen 16 °C bis 18 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 75 Prozent. Die Taupunkte sind merklich erhöht und bewegen sich um 13 °C bis 15 °C.

Vormittag
Es bleibt wechselnd bis stark bewölkt. Die Sonne zeigt sich nur in kurzen, aufgelockerten Phasen. Die Temperaturen erreichen bis zum Mittag 21 °C bis 23 °C. Die Taupunkte verbleiben auf einem leicht schwülen Niveau von 14 °C bis 16 °C, während die relative Luftfeuchtigkeit bei rund 65 Prozent liegt. Der Wind dreht auf Nordwest und frischt mäßig auf. Der Luftdruck beginnt leicht zu fallen und pendelt sich um 1016 hPa ein.

Nachmittag
Die Bewölkung lockert etwas auf, es gibt einen Wechsel aus vielen Wolken und zeitweiligen sonnigen Abschnitten. Die Höchsttemperaturen erreichen milde 24 °C bis 28 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt im Vergleich zum Vormittag leicht auf 50 bis 60 Prozent. Die Taupunkte erreichen mit 15 °C bis 17 °C ihren Tageshöchstwert – die Luftmasse fühlt sich nun deutlich drückender an als am Samstag. Der Wind weht mäßig, zeitweise stark böig aus West bis Nordwest mit Windgeschwindigkeiten von 30 bis 40 km/h. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt bei 20 bis 35 Prozent, wobei die Modelle zeitweise leichte Schauer simulieren.

Abend
Die Schaueraktivität nimmt ab und die Bewölkung lockert regional auf. Die Temperaturen sinken allmählich auf 19 °C bis 23 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt moderat an, während die Taupunkte mit der einsetzenden Abkühlung im Nordwesten leicht auf 13 °C bis 15 °C zurückgehen. Der Wind weht weiterhin unangenehm böig aus Nordwest, verliert aber im späten Abendverlauf deutlich an Kraft.

Nacht
In der Nacht zum Montag ist es meist bewölkt, die Sterne sind nur vereinzelt zu sehen. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit sinkt weiter ab und es bleibt weitgehend trocken. Die Temperaturen gehen auf 19 °C bis 17 °C zurück. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 70 bis 80 Prozent, während die Taupunkte auf konstant kühleren 12 °C bis 14 °C verharren.

Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten

Die prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten sind am gesamten Wochenende sehr gering. Zwar zeigen die Modelle GFS und WRF in ihren hochaufgelösten Parametern für den Samstagnachmittag hohe Temperaturen, allerdings fehlt es der Luftmasse in den mittleren Troposphärenschichten an signifikantem Feuchteangebot. Dies spiegelt sich auch in den relativ niedrigen Taupunkten von maximal 14 °C am Samstag wider. Ein markanter „Cap“ (Inversionsdeckel) verhindert die Entstehung von hochreichenden Quellwolken, weshalb die Gewitterwahrscheinlichkeit bei nahezu null Prozent liegt.

Am Sonntag sehen die Modelle ARPEGE, ICON-D2 und ECMWF einen Trogdurchgang mit kühlerer Luft auf der Rückseite des Hochdruckgebiets. Die Labilität nimmt leicht zu und die Taupunkte steigen auf bis zu 17 °C an, was die Schauerneigung auf bis zu 30 Prozent anhebt. Die Windscherung und die CAPE-Werte (Konvektive verfügbare potentielle Energie) sind jedoch zu schwach ausgeprägt, als dass sich organisierte Gewitter oder gar Unwetter bilden könnten. Stattdessen muss verbreitet nur mit leichtem schauerartigem Regen gerechnet werden, schwere Gewitter sind extrem unwahrscheinlich.

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