Wetterlage und Modellübersicht
Ein stabiles Hochdruckgebiet über Mitteleuropa dominiert das Geschehen am 21.07.2026, bevor am Folgetag ein schwacher Trogvorstoß aus Nordwesten feuchtere Luftmassen in die Vorderpfalz drückt. Die globalen Kernmodelle (ECMWF, GFS und das kanadische GEM) zeigen sich für den ersten Tag hochgradig konsistent. Das europäische KI-Modell AIFS stützt die ruhige, hochsommerliche Strömungskomponente. Für kurzfristige Details und Schauerstaffeln am Mittwoch liefern die hochauflösenden Modelle ICON-D2 und WRF wichtige Signale für kleinräumige Entwicklungen, während das französische ARPEGE und das amerikanische NAVGEM den Timing-Rahmen der Frontpassage abstecken.
Wetterbericht für Dienstag, den 21.07.2026
Morgen
Der Tag beginnt in der gesamten Rheinebene nach einer klaren Nacht sehr frisch. Die Temperaturen sinken in den Senken um Westheim und Lustadt auf Tiefstwerte zwischen 12 °C und 14 °C. Punktuell kann sich in Flussnähe flacher, kurzlebiger Bodennebel bilden, der sich jedoch rasch auflöst. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt in den frühen Morgenstunden bei hohen 76 % bis 80 %, sinkt aber mit den ersten Sonnenstrahlen schnell. Der Taupunkt bewegt sich um 9 °C. Der Luftdruck ist mit 1020 Hektopascal (hPa) komfortabel hoch. Der Wind weht schwach aus nördlichen Richtungen mit etwa 6 bis 10 km/h. Niederschläge sind absolut ausgeschlossen.
Vormittag
Die Sonne scheint von einem nahezu wolkenlosen Himmel. Das AIFS-Modell simuliert maximale solare Einstrahlung. Die Luft erwärmt sich zügig auf 18 °C bis 21 °C. Die Luftfeuchtigkeit geht spürbar auf rund 50 % bis 55 % zurück, während der Taupunkt konstant im einstelligen Bereich verbleibt. Der Wind frischt im Einklang mit den Prognosen von GFS und ARPEGE leicht auf und dreht auf Nordost, wobei mittlere Geschwindigkeiten von 12 bis 15 km/h erreicht werden. Der UV-Index steigt auf einen hohen Wert von 5 bis 7, was ungeschützte Haut schnell belastet.
Nachmittag
Am Nachmittag wird der Höhepunkt der sommerlichen Einstrahlung erreicht. Die Höchsttemperaturen pendeln sich bei sehr angenehmen 25 °C bis 26 °C ein. Nur vereinzelte, dünne Schleierwolken oder flache Quellwolken (Humilis) zeigen sich am Horizont. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf ihr Tagesminimum von knapp 30 % bis 35 %. Der Wind weht weiterhin gut spürbar aus Nord-Nordost mit Spitzenböen von bis zu 30 km/h laut GEM und ICON-D2. Der Luftdruck zeigt sich stabil.
Abend
Es bleibt bis in die späten Stunden hinein warm und freundlich. Gegen 20:00 Uhr liegen die Werte noch bei 22 °C bis 24 °C. Der Wind flaut langsam ab und dreht auf Nordwest zurück. Die Luftfeuchtigkeit nimmt mit sinkendem Sonnenstand wieder leicht zu und erreicht Werte um 40 %. Einsetzende Bewölkung ist nicht in Sicht, sodass der Abend perfekt für Außenaktivitäten geeignet ist.
Nacht
Die Nacht zum Mittwoch verläuft weitgehend störungsfrei und schwach bewölkt. Das hochauflösende WRF-Modell deutet jedoch erste hohe Wolkenfelder an, die von Nordwesten her aufziehen. Die Temperaturen gehen auf angenehme 14 °C bis 15 °C zurück. Der Wind weht nur noch schwach aus West-Nordwest. Die Luftfeuchtigkeit steigt wieder auf 55 % bis 65 % an.
Wetterbericht für Mittwoch, den 22.07.2026
Morgen
Der Mittwochmorgen startet merklich milder als der Vortag. Die Thermometer zeigen bereits früh Werte um 15 °C bis 17 °C. Erste dichtere Wolkenfelder ziehen über Lustadt und Westheim hinweg, die Sonne kann sich aber zunächst noch zeitweise durchsetzen. Der Luftdruck beginnt leicht zu fallen und sinkt auf 1015 hPa. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei 60 %, der Taupunkt klettert auf 11 °C. Der Wind ist noch schwach, dreht aber zunehmend auf West.
Vormittag
Die Bewölkung verdichtet sich im Laufe des Vormittags von Nordwesten her zusehends, da die Ausläufer einer schwachen Tiefdruckrinne die Pfalz erreichen. Die Temperaturen steigen auf 21 °C bis 23 °C. Das ICON-D2-Modell detektiert einen Anstieg der Luftfeuchtigkeit auf 55 %. Der Wind frischt spürbar auf, weht mäßig aus Nordwest mit ersten Böen um 25 km/h. Noch bleibt es trocken.
Nachmittag
Am Nachmittag wird das Wetter unbeständig. ECMWF und GFS berechnen übereinstimmend den Durchzug kompakter Wolkenbänder, die Schauerstaffeln mit sich führen. Die Temperaturen erreichen trotz der Wolken ihren Höchstwert bei 26 °C bis 27 °C, die Luft fühlt sich aufgrund des gestiegenen Taupunkts von nun 14 °C deutlich schwüler an. Die Schauer können lokal kräftig ausfallen, wobei die berechnete Regenmenge stark schwankt und zwischen 0,5 und 3 mm liegt. Der Wind weht frisch aus Nordwest mit Böen von 35 km/h.
Abend
Nach Abzug der ersten Schauerwellen lockert die Wolkendecke am Abend von Westen her wieder etwas auf. Die Temperaturen sinken auf 19 °C bis 21 °C. Die Luftfeuchtigkeit verbleibt mit 65 % auf einem höheren Niveau. Der Wind weht weiterhin mäßig, verliert aber langsam seine Böigkeit. Das Niederschlagsrisiko sinkt temporär wieder ab.
Nacht
In der Nacht zum Donnerstag beruhigt sich die Atmosphäre weitgehend. Die Wolken brechen stärker auf, und es kühlt auf Tiefstwerte um 13 °C bis 14 °C ab. Der Luftdruck stabilisiert sich auf mäßigem Niveau. Nebelfelder können sich aufgrund der Restfeuchte im Boden lokal in den Niederungen bilden. Der Wind weht nur noch schwach aus nordwestlicher Richtung
Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten
- Dienstag (21.07.2026): Für diesen Zeitraum zeigen alle acht betrachteten Modelle (ECMWF, AIFS, GFS, GEM, ICON-D2, ARPEGE, WRF, NAVGEM) einheitlich eine Gewitterwahrscheinlichkeit von unter 5 %. Die Luftmasse ist aufgrund der nordöstlichen Absinkkomponente des Hochdruckgebiets extrem trocken und stabil geschichtet. Es mangelt vollständig an labiler Energie (CAPE-Werte nahe 0 J/kg) und an Hebungsantrieb, sodass Gewitter absolut ausgeschlossen werden können.
- Mittwoch (22.07.2026): Am Mittwoch ändert sich die Lage mit dem Eintreffen der schwachen Trogvorderseite. Die Gewitterwahrscheinlichkeit steigt ab den Nachmittagsstunden auf 25 % bis 35 %.
- Die Modelle ICON-D2 und WRF simulieren im Vorfeld der Schauerstaffeln moderate Instabilitäten mit CAPE-Werten zwischen 200 und 400 J/kg, gepaart mit einer leichten Zunahme der niederschlagbaren Wassermenge (PWAT).
- Das ECMWF und das ARPEGE-Modell deuten an, dass die dynamische Hebung der schwachen Kaltfront ausreicht, um einzelne, eingelagerte Hitzegewitter oder kurze, elektrisch aktive Schauer zu triggern.
- Unwetterpotenzial: Aufgrund der mäßigen Windscherung besteht keine Gefahr von schweren Unwettern oder organisiertem Hagel. Hauptrisiko bei den lokal auftretenden Gewittern sind eng begrenzte Starkregenereignisse (kurzzeitig bis zu 5-10 l/m² in kurzer Zeit) und vereinzelte stürmische Böen um 50 km/h im Bereich der Gewitterzellen. Bis zum späten Abend stabilisiert sich die Luft von Westen her wieder, wodurch das Risiko rasch erlischt.