Das Wetter in der Pfalz, 20.07.2026 bis 21.07.2026

Für die Pfalz zeigt sich das Wetter am 20.07.2026 und 21.07.2026 unter dem Einfluss einer einströmenden kühleren Meeresluftmasse aus Nordwesten stabil, gemäßigt temperiert und weitgehend warn- sowie niederschlagsfrei. Während ein Trog über Skandinavien den Nordosten Deutschlands streift, baut sich über Südwestdeutschland zunehmend Hochdruckeinfluss auf, was die Gewittergefahr im Vergleich zur stürmischen Vorwoche massiv dämpft.

Nachfolgend finden Sie die detailgetreue und umfangreiche Synthese aus den führenden Wettermodellen ARPEGE, AIFS, GFS, GEM, ICON-D2, WRF, NAVGEM und ECMWF.

Montag, 20.07.2026

Morgen
Der Tag startet in der gesamten Pfalz recht frisch, da die kühle Polarluft der Nacht nachwirkt. Das hochauflösende ICON-D2 und das WRF-Modell zeigen in den frühen Morgenstunden lokale, flache Nebelfelder in den Tälern des Pfälzerwaldes sowie entlang der Flussniederungen von Lauter und Queich. Diese lösen sich durch die einsetzende Solarstrahlung rasch auf. Die Temperaturen bewegen sich zwischen kühlen 9 Grad in den höheren Lagen der Westpfalz und 12 Grad in der Vorderpfalz. Der Taupunkt liegt tief bei etwa 7 bis 9 Grad, wodurch sich die Luft sehr frisch anfühlt. Die relative Luftfeuchtigkeit ist mit 75 % bis 85 % morgens noch hoch, sinkt jedoch rasch. Es fällt kein Niederschlag, und der Luftdruck zeigt sich stabil bei etwa 1018 hPa. Der Wind weht schwach aus nördlichen bis nordwestlichen Richtungen mit Geschwindigkeiten um 5 bis 10 km/h.

Vormittag
Im Laufe des Vormittags setzt sich strahlender Sonnenschein durch, wobei von Norden her lockere, harmlose Quellbewölkung (Cumulus humilis) aufzieht. Das europäische ECMWF und das KI-gestützte AIFS-Modell prognostizieren eine kontinuierliche Erwärmung auf 15 bis 18 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sinkt spürbar auf Werte um 55 %. Der Wind frischt im Zuge der tageszeitlichen Erwärmung etwas auf und erreicht im Mittel 15 km/h aus Nord-Nordwest, wobei die hochauflösenden Modelle einzelne Böen von bis zu 30 km/h im Donnersbergkreis andeuten. Der Luftdruck steigt minimal an. Es bleibt absolut trocken.

Nachmittag
Am Nachmittag erreichen die Temperaturen ihre Höchstwerte. Das amerikanische GFS und das französische ARPEGE decken sich hierbei eng mit den regionalen Berechnungen: In der Hocheifel und im Pfälzerwald werden milde 20 bis 22 Grad gemessen, während die Vorderpfalz (wie Landau oder Frankenthal) Höchstwerte von bis zu 24 oder vereinzelt 25 Grad verbucht. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht mit ca. 38 % bis 43 % ihren Tiefstpunkt. Der Himmel präsentiert sich heiter bis wolkig mit einem freundlichen Sonne-Wolken-Mix. Der Taupunkt verharrt im angenehmen Bereich bei 9 bis 11 Grad, was jegliche Schwüle ausschließt. Der Nordwestwind weht mäßig mit Spitzenböen um 35 km/h in freien Lagen. Die Regenmenge beträgt flächendeckend 0 mm.

Abend
Mit dem Untergang der Sonne fallen die Quellwolken in sich zusammen und der Himmel klärt zunehmend auf. Die Temperaturen gehen bis zum späten Abend in den tieferen Lagen auf 16 bis 18 Grad zurück. Die Luftfeuchtigkeit steigt wieder leicht auf über 60 % an. Der Wind flaut spürbar ab und dreht schwach auf nördliche Richtungen zurück. Das kanadische GEM-Modell sowie das NAVGEM prognostizieren für die Abendstunden einen stabilen barometrischen Druck von 1020 hPa.

Nacht
In der Nacht zum Dienstag herrscht verbreitet wolkenloser oder nur gering bewölkter Himmel. Aufgrund der klaren Bedingungen und der nordwestlichen Grundströmung kühlt es stark aus. Die Tiefstwerte sinken im Pfälzerwald lokal auf bis zu 8 Grad, während die Rheinebene Werte um 11 bis 12 Grad hält. Nebel bildet sich wegen der trockenen Luftmasse nur sehr vereinzelt an feuchten Wiesenabschnitten. Der Wind weht nur noch schwach und schläft in den Tälern komplett ein.

Dienstag, 21.07.2026

Morgen
Der Dienstagmorgen beginnt makellos sonnig und wolkenfrei. Letzte minimale Frühnebelfelder über Gewässern verflüchtigen sich binnen der ersten Sonnenstunde. Die Temperaturen liegen früh bei 10 bis 13 Grad. Die Luftfeuchtigkeit beträgt anfangs rund 70 %. Der Luftdruck erreicht mit 1022 hPa den Scheitelpunkt des flachen Zwischenhochs. Der Wind ist kaum spürbar und weht schwach aus Nordost bis Nord.

Vormittag
Das dominierende Hochdruckgebiet sorgt am Vormittag für ungestörten Sonnenschein über der gesamten Region. Im Gegensatz zum Vortag bilden sich laut ICON-D2 kaum Quellwolken aus, da die Luftmasse nochmals abgetrocknet ist. Die Temperaturen klettern zügig auf angenehme sommerliche Werte von 17 bis 20 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sinkt unter 50 %. Der Taupunkt bewegt sich weiterhin im einstelligen Bereich bei 8 Grad.

Nachmittag
Der Nachmittag bringt perfektes, gemäßigtes Sommerwetter. Nahezu alle Modelle – einschließlich des stabilen AIFS und des globalen GEM – prognostizieren Höchstwerte von 23 Grad im Westrich bis hin zu 25 oder örtlich 26 Grad entlang des Rheingrabens in der Vorderpfalz. Der Himmel bleibt meist strahlend blau mit nur wenigen, dünnen Schleierwolken in hohen Atmosphärenschichten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord bis Nordwest mit Geschwindigkeiten um 15 km/h und ist deutlich weniger böig als am Montag. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt absolut bei 0 %.

Abend
Auch am Abend bleibt es wolkenlos und sehr mild. Es herrschen ideale Bedingungen für Aktivitäten im Freien, da die Temperaturen um 21:00 Uhr noch bei angenehmen 18 bis 20 Grad liegen. Der Wind schläft fast vollständig ein, und der Luftdruck verbleibt auf einem hohen Niveau um die 1021 hPa. Der Taupunkt verbleibt bei rund 10 Grad, die relative Luftfeuchtigkeit beginnt im Zuge der Abkühlung wieder in Richtung 60 % zu steigen.

Nacht
Die Nacht zum Mittwoch verläuft anfangs klar und sternenklar. Erst gegen Morgen prognostizieren die Modelle ECMWF und GFS von Norden her aufziehende, dichtere Wolkenfelder eines neuen Ausläufers. Die Temperaturen sinken auf Werte zwischen 10 Grad im Bergland und 13 Grad in den städtischen Ballungsräumen der Rheinebene. Es bleibt bis zum Sonnenaufgang trocken.

Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten

Bezüglich der Gewitteraktivität zeigen sich alle acht herangezogenen Wettermodelle für den 20.07.2026 und 21.07.2026 vollständig einig. Nachdem Mitte Juli eine heftige Gewitterlage mit teils schweren Unwettern durch ein Höhentief Deutschland überquerte, hat sich die atmosphärische Lage im Südwesten nachhaltig beruhigt.

  • Modellparameter (CAPE & Lifted Index): Die thermodynamischen Bedingungen für die Entstehung von Konvektion (Gewitter) sind in der Pfalz extrem ungünstig. Das hochauflösende WRF und das Kurzfristmodell ICON-D2 berechnen die labilen Energieanteile (CAPE – Convective Available Potential Energy) flächendeckend mit 0 J/kg. Es ist keinerlei vertikale Instabilität vorhanden. Der Lifted Index liegt durchgehend im stark positiven Bereich (+3 bis +5), was auf eine hochstabile Schichtung der Atmosphäre hindeutet.
  • Feuchtigkeitsangebot: Durch das Einströmen der subpolaren Meeresluft sind die bodennahen Taupunkte mit 7 bis 11 Grad viel zu niedrig, um die für schwere Gewitter notwendige latente Energie aufzubauen.
  • Hebungsantrieb: Es fehlt an dynamischer Hebung. Das Absinken der Luftmassen innerhalb des sich verstärkenden Hochdruckkeils unterdrückt jegliche hochreichende Wolkenbildung (Inversion).

Fazit der Modelle: Die berechnete Gewitterwahrscheinlichkeit liegt für beide Tage bei unter 5 %. Es besteht keinerlei Gefahr von Blitzschlag, Starkregen, Hagel oder schweren Sturmböen, weshalb die Region vom Deutschen Wetterdienst (DWD) richtigerweise als absolut warnfrei eingestuft wird. Erst zum Mittwoch (22.07.2026) deutet sich mit der Passage eines neuen Troges ein leichter Anstieg der Schauerneigung an, Gewitter bleiben jedoch auch dann unwahrscheinlich.

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