Das Wetter in der Pfalz, 10.09.2026 bis 11.09.2026

Die Pfalz erlebt am 10.09.2026 und 11.09.2026 ein ruhiges Spätsommer- bzw. Frühherbstwetter unter dem Einfluss eines skandinavischen Zwischenhochs, das den Durchzug atlantischer Tiefdruckgebiete blockiert.

Nach Auswertung der führenden Globalmodelle (ECMWF, AIFS, GFS, GEM, ICON, NAVGEM) sowie der hochauflösenden Regional- und Lokalmodelle (ICON-D2, ARPEGE, WRF) zeigt sich eine weitgehend synchrone, hochdruckgeprägte Wetterentwicklung, bei der nennenswerte Niederschläge ausbleiben und das Gewitterrisiko aufgrund mangelnder Labilität und fehlender Feuchte gegen Null tendiert.

Synoptischer Bericht für Donnerstag, den 10.09.2026

Morgen
In den frühen Morgenstunden sorgt strahlungsmäßige Abkühlung unter klarem Himmel für die Bildung lokaler Nebel- und Hochnebelfelder, insbesondere entlang der Flussniederungen des Rheins sowie in den Tälern des Pfälzerwaldes. Die Luftfeuchtigkeit liegt in diesen Bereichen nahe der Sättigungsgrenze bei 90 bis 95 Prozent. Die Temperaturen sinken flächendeckend auf kühle 7 bis 9 Grad Celsius in den tieferen Lagen, während in den Hochlagen des Donnersbergs oder der Kalmit Werte um 5 Grad gemessen werden. Die Taupunkte bewegen sich dicht am Temperaturniveau bei etwa 6 bis 8 Grad, was die Taubildung stark begünstigt. Der Luftdruck ist stabil und liegt bei etwa 1018 hPa, während der Wind nur schwach aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen mit etwa 2 bis 5 km/h weht.

Vormittag
Mit fortschreitender Sonneneinstrahlung lösen sich die Nebelfelder bis ca. 10:00 Uhr rasch auf. ICON-D2 und WRF zeigen danach einen nahezu wolkenlosen bis leicht dekorierten Himmel mit lockeren Quellwolken (Cumulus humilis). Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt zügig auf Werte um 70 bis 75 Prozent. Die Temperaturen klettern an der Weinstraße und in der Vorderpfalz auf angenehme 13 bis 16 Grad Celsius. Der Wind frischt minimal auf, bleibt aber mit Spitzen von 8 km/h aus Nordost kaum spürbar. Es fällt kein Niederschlag.

Nachmittag
Am Nachmittag wird das Maximum der solaren Einstrahlung erreicht. Alle Modelle, gestützt durch das KI-basierte AIFS, prognostizieren verbreitet eitel Sonnenschein mit maximalen Höchstwerten zwischen 19 und 21 Grad Celsius im Flachland (z.B. Landau, Speyer und Ludwigshafen) und bis zu 17 Grad in den höheren Lagen des Pfälzerwaldes. Die Luftfeuchtigkeit erreicht ihr tageszeitliches Minimum bei trockenen 42 bis 46 Prozent. Der Luftdruck verharrt stabil auf hohem Niveau, während die Taupunkte auf etwa 8 bis 10 Grad ansteigen. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord-Nordost mit mittleren Geschwindigkeiten um 6 km/h ohne markante Böen.

Abend
Nach Sonnenuntergang setzt aufgrund des meist wolkenfreien Himmels eine rasche Abkühlung ein. Die Temperaturen gehen bis zum späten Abend auf 14 bis 17 Grad zurück. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt korrespondierend dazu wieder auf über 60 Prozent an. Die Modelle NAVGEM und GEM zeigen eine Fortdauer der schwachen, nordöstlichen Strömung. Der Himmel bleibt klar, Niederschläge sind absolut ausgeschlossen.

Nacht
Die Nacht zum Freitag verläuft verbreitet sternenklar und trocken. Wie schon in der Vornacht kühlt es kräftig ab: Die Minima sinken auf 7 bis 11 Grad im Rheintal, in windgeschützten Muldenlagen des Pfälzerwaldes kann es vereinzelt noch kälter werden. Gegen Morgen bilden sich erneut vereinzelte, flache Nebelfelder bei einer Luftfeuchtigkeit von über 90 Prozent. Der Luftdruck bleibt nahezu unverändert.

Synoptischer Bericht für Freitag, den 11.09.2026

Morgen
Der Freitagmorgen beginnt nach Auflösung lokaler Frühnebelfelder erneut sehr frisch, aber sonnig. Das Thermometer zeigt Werte zwischen 7 und 10 Grad Celsius. Der Wind dreht laut ECMWF und GFS im Vorfeld eines sich von Nordwesten annähernden, schwachen Frontensystems allmählich auf südwestliche bis westliche Richtungen, bleibt jedoch mit 4 bis 7 km/h sehr schwach. Die relative Feuchte liegt am Morgen noch bei hohen 85 bis 90 Prozent, die Taupunkte liegen bei 6 bis 8 Grad.

Vormittag
Im Laufe des Vormittags dominiert zunächst weiterhin der freundliche Charakter. Die Sonne scheint über mehrere Stunden hinweg fast ungehindert. Die Luft erwärmt sich spürbar schneller als am Vortag und erreicht bis zum Mittag bereits Werte um 17 bis 19 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sinkt parallel auf rund 60 Prozent. Der Luftdruck beginnt von Nordwesten her leicht zu fallen und sinkt auf etwa 1015 hPa.

Nachmittag
Am Nachmittag schiebt das atlantische Tiefausläufer-System laut den Simulationen von ARPEGE und GEM dichtere Schleierwolken (Cirrostratus) und mittelhohe Bewölkung (Altocumulus) von Nordwesten her über die Pfalz. Trotz der zunehmenden Bewölkung bleibt es mild mit Höchstwerten von 21 bis 23 Grad Celsius in den Niederungen und um 18 Grad im Westrich sowie im Stumpfwald. Die Luftfeuchtigkeit pendelt sich bei 50 bis 55 Prozent ein. Der Westwind frischt im Vergleich zum Vortag etwas auf und erreicht im Mittel 10 bis 15 km/h. Niederschlagssignale werden von den hochauflösenden Modellen (ICON-D2, WRF) für den Nachmittag noch nicht simuliert; die Regenmenge bleibt bei 0 Litern pro Quadratmeter.

Abend
Am Abend verdichtet sich die Wolkendecke von Kirchheimbolanden bis nach Pirmasens zusehends. Das Temperaturniveau bleibt aufgrund der Isolationswirkung der Wolken stabiler und sinkt nur langsam auf 15 bis 18 Grad ab. Die Luftfeuchtigkeit klettert wieder über die 70-Prozent-Marke. Es bleibt am Abend weitgehend trocken, das Risiko für vereinzelte, messbare Tropfen im Nordwesten der Region ist extrem gering.

Nacht
In der Nacht zum Samstag zieht die schwache Wolkenfront über die Pfalz hinweg. Die Modelle prognostizieren eine überwiegend stark bewölkte bis bedeckte Nacht, wobei die Niederschlagswahrscheinlichkeit bei lediglich 10 Prozent liegt. Falls überhaupt Regen fällt, bewegt sich die akkumulierte Regenmenge im kaum messbaren Bereich (unter 0,2 mm). Aufgrund der Wolken fällt die Nacht deutlich milder aus als die vorangegangenen: Die Tiefstwerte sinken lediglich auf 12 bis 8 Grad Celsius. Der Wind weht schwach aus West, Nebelbildung wird durch die Bewölkung und die leichte Durchmischung der Luft unterdrückt.

Genauere Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten

Eine detaillierte Betrachtung der thermodynamischen Parameter aller neun Modelle zeigt für den gesamten Vorhersagezeitraum (10.09. und 11.09.2026) eine Gewitterwahrscheinlichkeit von praktisch 0 Prozent.

Am Donnerstag sorgt die großräumige Absinkbewegung im Zentrum des Zwischenhochs für eine ausgeprägte Inversion in der mittleren Troposphäre. Die thermische Instabilität ist komplett unterbunden. Die CAPE-Werte (Convective Available Potential Energy) liegen flächendeckend bei 0 J/kg. Da auch die bodennahe Feuchtigkeit tagsüber stark abgetrocknet wird (Taupunkte teils unter 9 Grad) und kein dynamischer Hebungsantrieb vorliegt, fehlt jegliche Basis für Konvektion.

Am Freitag nähert sich zwar eine schwache Front aus Nordwesten, diese verfügt jedoch über keinerlei energetisches Potenzial. Die Luftmassen vor und hinter der Front sind thermisch stabil geschichtet. Der vertikale Temperaturgradient ist zu flach, um vertikale Umlagerungen zu initiieren. Weder das konvektionserlaubende ICON-D2 noch das WRF-Modell deuten im vertikalen Profil nennenswerte Scherungswerte oder Feuchteflüsse an, die für die Bildung von Gewitterzellen notwendig wären. Das Wetter bleibt an beiden Tagen absolut gewitter- und unwetterfrei.

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