Ein ausgedehntes Hochdruckgebiet, das sich am 2. und 3. November 2026 von den Britischen Inseln über Skandinavien bis nach Mitteleuropa erstreckt, bestimmt das meteorologische Geschehen in der Pfalz. Die Region befindet sich an der Südflanke des Hochs unter dem Einfluss einer mäßig kalten, aber zunehmend abtrocknenden kontinentalen Ost- bis Nordostströmung. Eine schwache Kaltfront, die über den Nordwesten Deutschlands zieht, streift die Pfalz nur am Rande. Während die hochauflösenden Regionalmodelle wie ICON-D2 und WRF die bodennahen Feuchtefelder und lokalen Nebelauflösungen präzise erfassen, stützen die globalen Computermodelle (ECMWF, AIFS, GFS, GEM, ICON, NAVGEM und ARPEGE) einheitlich ein ruhiges, kühles, aber weitgehend trockenes Spätherbstwetter.
📅 Montag, 2. November 2026
Morgen 🌫️
Der Tag beginnt in weiten Teilen der Pfalz, insbesondere entlang des Rheingrabens und in den Flussniederungen, mit zähem Nebel und Hochnebel. Die großräumigen Modelle ECMWF und GFS berechnen eine dichte bodennahe Feuchteschicht mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 85 % bis 92 %. In den höheren Lagen des Pfälzerwaldes ist die Sichtweite durch aufliegende Bewölkung teils stark eingeschränkt. Die Temperaturen bewegen sich in einem recht frischen Bereich zwischen 1 °C und 3 °C. Der Taupunkt liegt fast gleichauf bei 0 °C bis 2 °C, was die Kondensation und Nebelbildung begünstigt. Der Luftdruck ist stabil und liegt auf Meereshöhe bei hohen 1024 hPa. Der Wind weht schwach mit etwa 3 bis 5 km/h aus Nordost.
Vormittag ☁️
Am Vormittag dominiert weiterhin das typische Novembergrau. Während das französische ARPEGE-Modell im Bereich der Nordpfalz minimale Signale für vereinzelte, vernachlässigbare Nieselregenspritzer andeutet, prognostiziert das hochaufgelöste ICON-D2 eine weitgehend trockene Phase. Das Niederschlagsrisiko ist mit unter 10 % extrem gering, messbare Regenmengen (0,0 mm) werden nicht simuliert. Die Sonne hat es gegen die kompakte Hochnebeldecke schwer und zeigt sich kaum. Die Quecksilbersäule klettert nur zögerlich auf 4 °C bis 6 °C bei einer Luftfeuchtigkeit von etwa 82 %.
Nachmittag 🌤️
In den Mittags- und frühen Nachmittagsstunden setzt sich die abtrocknende Wirkung der kontinentalen Strömung immer besser durch. ICON-D2 und WRF zeigen eine fortschreitende Auflösung der Nebelfelder von Osten her. Vor allem in der Vorder- und Südpfalz (Regionen wie Landau, Neustadt und Germersheim) bricht die Wolkendecke auf und macht Platz für einen Mix aus Sonne und lockeren Wolken. Das Temperaturniveau erreicht seinen Tageshöchstwert bei mäßig kalten, aber herbstlich typischen 7 °C bis 8 °C (lokal bis zu 9 °C im Oberrheingraben). Der Wind frischt aus Nordost leicht auf und erreicht mittlere Geschwindigkeiten von 10 km/h, was die gefühlte Temperatur etwas absenkt. Die Luftfeuchtigkeit sinkt im Zuge der Sonneneinstrahlung auf etwa 65 % bis 73 %.
Abend 🧱
Nach Sonnenuntergang klärt der Himmel rasch auf. Die Restbewölkung verzieht sich vollständig, was zu einer starken strahlungsbedingten Abkühlung führt. Die Temperaturen fallen zügig auf Werte um 4 °C bis 5 °C zurück. Der Wind flaut wieder ab und dreht stabil auf nordöstliche Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit steigt durch das Absinken der Luftmassen rasch wieder an und erreicht gegen Ende des Zeitabschnitts erneut 78 % bis 84 %. Der barometrische Luftdruck verharrt auf einem hohen und ruhigen Niveau.
Nacht 🌙
Die Nacht zum Dienstag verläuft unter einem sternenklaren oder nur gering bewölkten Himmel. Durch das Fehlen einer schützenden Wolkendecke bricht die Temperatur flächendeckend ein und die Tiefstwerte sinken im Flachland auf 1 °C bis 2 °C. In den Senken des Pfälzerwaldes und in bodennahen Tallagen simulieren GFS und GEM verbreitet leichten Frost in Bodennähe von bis zu -2 °C. Autofahrer müssen sich in den Frühstunden auf Scheibenkratzen einstellen. In Gewässernähe bildet sich streckenweise wieder dichter Nebel.
📅 Dienstag, 3. November 2026
Morgen 🥶
Der Dienstag startet nasskalt, sehr frisch und örtlich wieder mit Sichtbehinderungen durch Nebelfelder. Nach einer klaren Nacht liegt die Temperatur am frühen Morgen verbreitet bei knapp über dem Gefrierpunkt (1 °C bis 2 °C). Die relative Luftfeuchtigkeit ist mit fast 90 % extrem hoch, und bei Taupunkten um -1 °C bis 1 °C bildet sich Reif auf den Wiesen und Windschutzscheiben. Das osteuropäische Kontinentalhoch behauptet seine Position, weshalb der Luftdruck stabil bei rund 1023 hPa liegt. Ein schwacher Wind aus Nordost kündigt einen trockenen, aber kühlen Tag an.
Vormittag ☀️
Das neue KI-gestützte Modell ECMWF AIFS sowie die klassischen Globalmodelle zeigen für den Vormittag ein deutlich schnelleres Abtrocknen der Atmosphäre als am Vortag. Die Nebelfelder lösen sich im Laufe des Vormittags größtenteils auf. Der Himmel präsentiert sich über der gesamten Pfalz zunehmend unbewölkt oder nur dünn mit Schleierwolken überzogen. Die Sonne kann ungehindert einstrahlen. Die Temperaturen steigen bei sinkender Luftfeuchtigkeit (ca. 73 %) spürbar an und erreichen am späten Vormittag Werte um 4 °C bis 5 °C.
Nachmittag 🕶️
Der Nachmittag bringt der Pfalz herrlich klares und sonniges Spätherbstwetter. Das kanadische GEM-Modell und das amerikanische GFS prognostizieren übereinstimmend maximale Sonnenscheindauer für den Südwesten Deutschlands. Trotz des ungetrübten Sonnenscheins sorgt die eingeflossene Kaltluft dafür, dass die Höchsttemperaturen bei maximal 6 °C bis 7 °C gedeckelt bleiben. Ein mäßiger Nordostwind mit spürbaren Böen von bis zu 20 km/h (vor allem in höheren Lagen) lässt die Luft noch ein Stück kälter wirken, als es das Thermometer anzeigt. Das Niederschlagsrisiko verbleibt absolut bei 0 %.
Abend 🌆
Mit dem frühen Sonnenuntergang setzt erneut eine rasche Abkühlung ein. Da die Luftmasse im Vergleich zum Vortag deutlich trockener ist (relative Luftfeuchtigkeit am Abend bei etwa 69 %), sinkt das Nebelrisiko in den ersten Abendstunden zunächst ab. Der Himmel bleibt sternenklar, und die Temperaturen gehen direkt auf 3 °C bis 4 °C zurück. Der Wind flaut im Flachland ab, bleibt auf den Bergen des Pfälzerwaldes jedoch schwach bis mäßig spürbar.
Nacht ❄️
In der Nacht zum Mittwoch verlagert sich der Kern des Hochdruckgebietes weiter Richtung Mitteleuropa. Unter anhaltend klarem Himmel fallen die Temperaturen nun flächendeckend unter den Gefrierpunkt. Das ICON-Modell und die GFS-Ensembles berechnen flächendeckenden Luftfrost mit Tiefstwerten von 0 °C bis -2 °C in der Vorderpfalz und bis zu -4 °C in den höher gelegenen Tälern des Pfälzerwaldes. Es besteht erhöhte Frostgefahr und stellenweise Reifglätte auf den Straßen.