Der Dienstag, der 30. Juni 2026, präsentiert sich in der Pfalz nach dem zweitwärmsten Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zweigeteilt: Zunächst bestimmt sommerlicher Sonnenschein das Bild, bevor sich im Tagesverlauf eine zunehmende Schauer- und Gewitterneigung bemerkbar macht.
Am Morgen
Die Nacht zum Dienstag kühlt nur zögerlich ab, die Frühtemperaturen liegen verbreitet zwischen 17 °C und 19 °C. Es ist meist sonnig, örtlich können sich nach den feuchten Vortagen in Flussniederungen flache Nebelfelder bilden, die sich jedoch rasch auflösen. Der Wind weht schwach aus östlicher Richtung. Die relative Luftfeuchtigkeit ist in den Morgenstunden mit Werten um 75 % bis 85 % noch relativ hoch. Der Luftdruck zeigt sich stabil.
Am Vormittag
Im weiteren Verlauf des Vormittags setzt sich der freundliche und sonnige Trend fort. Die Temperaturen steigen rasch an und erreichen bis zum Mittag sommerliche Werte zwischen 23 °C und 26 °C. Der Wind dreht leicht auf Nordost, bleibt aber schwach, sodass der Sonnenschein kaum getrübt wird. Die Luftfeuchtigkeit sinkt deutlich auf angenehme 60 % bis 70 %, während der Luftdruck leicht fällt.
Am Nachmittag
Der Nachmittag bringt den Höhepunkt des Tages mit Höchstwerten von 27 °C bis lokal 29 °C. Der Himmel zeigt sich zunächst noch heiter, jedoch bilden sich zunehmend Quellwolken. Die Luftfeuchtigkeit pendelt sich bei etwa 50 % bis 55 % ein. Der Wind weht schwach bis mäßig aus östlicher Richtung, während der Luftdruck weiter leicht abfällt. Die UV-Belastung ist hoch.
Abend
Zum Abend hin nimmt die Bewölkung deutlich zu und die Schwüle nimmt zu. Die Temperaturen bewegen sich noch zwischen 25 °C und 27 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt wieder an. Der Wind weht schwach aus nördlichen Richtungen. In den Abendstunden muss verbreitet mit ersten Schauern gerechnet werden.
In der Nacht
In der Nacht sinken die Temperaturen allmählich auf etwa 20 °C bis 22 °C ab, was gebietsweise erneut eine Tropennacht bedeutet. Es bleibt stark bewölkt und es ziehen schauerartige Regenfälle durch, die sich gebietsweise intensivieren können. Der Wind dreht auf Nord, bleibt aber weiterhin schwach. Der Luftdruck erreicht sein nächtliches Minimum.
Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten
Die Gewitterwahrscheinlichkeiten für die Pfalz zeigen sich am Dienstag besonders in der zweiten Tageshälfte deutlich erhöht. Die globalen und regionalen Wettermodelle – darunter ARPEGE, GFS, GEM, ICON-D2, WRF, NAVGEM und ECMWF – liefern hierzu ein recht einheitliches Bild. Durch das Zusammenströmen sehr feuchter und labil geschichteter Luftmassen bildet sich über dem Südwesten eine markante Konvergenzzone.
Am Nachmittag steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit durch die starke tageszeitliche Erwärmung rasch an. Während die großskaligen Modelle (wie GFS und ECMWF) die Wetterlage in der gesamten Region als labil einstufen, sticht vor allem das hochaufgelöste ICON-D2 Modell hervor. Dieses prognostiziert für den Nachmittag und Abend lokal eng begrenzt heftige Gewitter (Flash-Flood-Potenzial), die mit kräftigem Starkregen einhergehen können.
In den Abend- und Nachtstunden simulieren auch das WRF– und ARPEGE-Modell ein Übergreifen der Gewitter auf die Pfalz, wobei die Unwettergefahr hier durch organisiertere Gewitterkomplexe oder schauerartigen Dauerregen leicht abgemildert, aber dennoch präsent bleibt. Die Hauptgefahren bei diesen Entwicklungen liegen neben Blitzschlag vor allem in lokal eng begrenzt auftretenden, extremen Regenmengen, die innerhalb kürzester Zeit zu Überflutungen führen können, da das Wasser aufgrund der hohen Sättigung des Bodens nur schwer versickern kann. Die NAVGEM– und GEM-Modelle zeigen eine etwas gemäßigtere Entwicklung, deuten aber ebenfalls auf einen spürbaren Luftdruckabfall und signifikante Regenfälle in der Nacht hin.
Die meteorologischen Modelle ARPEGE, GFS, GEM, ICON-D2, WRF, NAVGEM und ECMWF zeigen für die Pfalz am Mittwoch, den 01.07.2026, eine markante Wetterberuhigung und einen fließenden Übergang von der vorangegangenen historischen Hitzewelle zu einer durchgreifend stabileren Sommerluft.
Am Morgen dominieren zunächst noch die Reste einer abziehenden Gewitterfront, welche die extreme Junihitze beendet hat. Die Bewölkung ist gebietsweise noch dicht, und vor allem im Bereich der Mittelgebirge (Pfälzerwald) kann sich durch die feuchte Bodenluft flacher Frühnebel oder Dunst bilden. Die Luftfeuchtigkeit ist mit Werten zwischen 80 und 85 % noch sehr hoch. Der Wind weht schwach aus Nordwest. Die Temperaturen starten angenehm frisch bei etwa 16 bis 18 °C. Der Luftdruck beginnt zögerlich von etwa 1013 hPa auf 1016 hPa zu steigen.
Am Vormittag setzt sich der Wetterwechsel rasch durch. Die Modelle, insbesondere das hochauflösende ICON-D2 sowie WRF, simulieren ein Abtrocknen der unteren Luftschichten. Der Nebel löst sich rasch auf und die Bewölkung reißt von Westen her auf. Die Sonne setzt sich zunehmend durch, wodurch die Luftfeuchtigkeit rasch auf etwa 60 bis 65 % sinkt. Niederschläge fallen am Vormittag nach den letzten Schauern in der Ostpfalz keine mehr. Der Luftdruck steigt weiter moderat an und der Wind dreht auf Nordwest, frischt aber nur mäßig auf.
Am Nachmittag präsentiert sich das Wetter in der gesamten Pfalz von seiner schönsten sommerlichen Seite. Es dominiert ein freundlicher Mix aus Sonne und lockeren, hochsommerlichen Quellwolken. Die Regenwahrscheinlichkeit sinkt landesweit auf nahe 0 %. Die Temperaturen klettern auf Höchstwerte zwischen 25 und 27 °C, wobei die gefühlte Temperatur dank der trockeneren Luftmasse (Luftfeuchtigkeit um 40 %) sehr angenehm bleibt. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordwest und der Luftdruck erreicht ein stabiles Niveau von rund 1018 hPa.
Der Abend verläuft über der Pfalz ruhig, niederschlagsfrei und sehr sonnig. Die Quellwolken lösen sich auf, sodass es verbreitet heiter bis sonnig wird. Bei einer abnehmenden Sonneneinstrahlung kühlen die Temperaturen allmählich auf 22 bis 24 °C ab. Die relative Luftfeuchtigkeit beginnt langsam wieder anzusteigen und erreicht etwa 45 bis 50 %. Der Wind weht schwach aus nördlichen Richtungen und schläft allmählich ganz ein.
In der Nacht klart der Himmel vielerorts auf und der Abendhimmel zeigt sich sternenklar. Die Temperatur sinkt auf frische, aber sehr angenehme Tiefstwerte zwischen 12 und 14 °C. Örtlich kann sich in den Tälern erneut flacher Bodennebel oder Dunst bilden. Die Luftfeuchtigkeit steigt auf 75 bis 80 % an und der Luftdruck bleibt mit etwa 1019 hPa konstant auf einem hohen Niveau.
Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten:
Die Unwettergefahr und die extremen Gewitterwahrscheinlichkeiten, die vor allem am Vortag und in der Nacht zum 1. Juli in ganz Rheinland-Pfalz durch große Gewittercluster dominierten, sind am Mittwoch, den 01.07.2026, gebrochen. Die großräumige Wetterlage hat sich so umgestellt, dass kühle und trockenere Luftmassen eingeflossen sind, welche die feuchtschwüle und instabile Luftmasse vollständig verdrängt haben.
Die Modelle ARPEGE und ECMWF zeigen für den 01.07.2026 keine signifikanten Niederschlagssignale oder hochreichende Konvektion mehr für die Pfalz. Die sogenannte ‚Convective Available Potential Energy‘ (CAPE), also die für Gewitter notwendige Labilität und Energie in der Atmosphäre, geht am Nachmittag gegen null. Die Gewitterwahrscheinlichkeit für die Pfalz sinkt somit verbreitet auf unter 5 bis 10 %. Einzig im äußersten Südosten Deutschlands sowie Richtung Alpen können sich letzte Gewitterreste halten, die Pfalz bleibt davon jedoch verschont und profitiert von Hochdruckeinfluss.