Am heutigen Mittwoch, den 30.09.2026, verabschiedet sich der September in der Pfalz mit außergewöhnlich spätsommerlicher Hitze von bis zu 29 Grad, bevor in der Nacht eine markante Kaltfront das Wetter kippen lässt und am Donnerstag, den 01.10.2026, kühlere, regnerische und gewittrige Bedingungen bringt.
Mittwoch, 30.09.2026 – Der spätsommerliche Finalkracher ☀️🌡️

Morgen
Der Tag beginnt in den frühen Morgenstunden frisch, aber überwiegend heiter. Die hochauflösenden Regionalmodelle wie ICON-D2 und WRF zeigen vereinzelt flache Dunst- und Nebelfelder im Umfeld des Rheins und in den Tälern des Pfälzerwaldes. Die Temperaturen liegen anfangs zwischen 10 und 14 Grad. Der Luftdruck ist mit rund 1016 hPa noch komfortabel im antizyklonalen Bereich, und die relative Luftfeuchtigkeit ist mit circa 75 % bis 85 % morgens recht hoch, sinkt jedoch rasch. Der Wind weht nur schwach aus südöstlicher Richtung.
Vormittag
Eventuelle Nebelfelder lösen sich schnell auf. Die Sonne scheint verbreitet ungehindert, da das ECMWF und das AIFS-Modell zu dieser Zeit kaum Bewölkung über der Westpfalz simulieren. Die Temperaturen klettern rasant auf 18 bis 22 Grad. Die Taupunkte bewegen sich in einem angenehmen Bereich von 9 bis 12 Grad, was die Luft trocken und keineswegs schwül wirken lässt. Das Niederschlagsrisiko liegt bei 0 %.
Nachmittag
Die Phase der maximalen Einstrahlung bringt die Höchstwerte des Tages. Das GFS und das französische ARPEGE-Modell prognostizieren Spitzenwerte von 26 bis 29 Grad, im vorderpfälzischen Tiefland lokal sogar bis an die 30 Grad-Marke. In den Hochlagen des Pfälzerwaldes werden bis zu 24 Grad erreicht. Der Wind frischt im Tagesverlauf leicht auf, weht mäßig aus Süd bis Südost. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf ihren Tiefstwert von rund 35 % bis 40 %. Erste dünne Schleierwolken auf den Satellitenbildern kündigen von Westen her die herannahende Front an
Abend
Das Wetter beginnt sich allmählich umzustellen. Während das kanadische GEM und das amerikanische NAVGEM für die Vorderpfalz noch einen trockenen Abend berechnen, verdichtet sich die Bewölkung in der Westpfalz massiv. Erste Ausläufer einer Kaltfront bringen im Bereich um Kaiserslautern und Pirmasens gegen Spätabend erste Regenschauer. Das Regenrisiko steigt im Westen auf 40 %, im Osten bleibt es bei unter 10 %. Die Temperaturen sinken nur langsam auf 19 bis 23 Grad.
Nacht
In der Nacht zum Donnerstag greift die Kaltfront voll auf die gesamte Pfalz über. ICON-D2 und WRF zeigen ein breites Band mit teils schauerartig verstärktem Regen und integrierten, kräftigen Signalen. Die simulierten Niederschlagsmengen liegen im Schnitt bei 5 bis 15 Litern pro Quadratmeter in wenigen Stunden. Die Luftfeuchtigkeit steigt auf über 90 %, der Luftdruck fällt spürbar ab. Die Tiefstwerte der Nacht bleiben aufgrund der dichten Wolken mild bei 12 bis 16 Grad.
Donnerstag, 01.10.2026 – Der herbstliche Oktoberstart 🌧️⛈️
Morgen
Der Oktober startet nass und wolkenverhangen. Die Pfalz befindet sich am frühen Morgen mitten in der Hauptregenzone. Es herrscht dichte, tief hängende Bewölkung ohne nennenswerte Sonnenchancen. Die Temperaturen verharren bei Werten um 12 bis 15 Grad. Es fällt anhaltender, mäßiger Regen, der abschnittsweise von Dunst und Nebel begleitet wird. Der Wind dreht auf Südwest und weht mäßig.
Vormittag
Das breite Regenband zieht laut ECMWF langsam nach Osten ab, dahinter lockert es jedoch kaum auf. Es schließt sich eine wechselhafte Rückseitenwetterlage an. Der Himmel bleibt stark bewölkt, und es kommt immer wieder zu wiederholten Regenschauern. Die Regenmenge im Vormittagsverlauf summiert sich auf weitere 2 bis 5 Liter pro Quadratmeter. Die Temperaturen steigen nur zögerlich auf knapp 16 bis 18 Grad.
Nachmittag
In der labil geschichteten Rückseitenluft entwickeln sich im Laufe des Nachmittags kräftige Schauer. Die Höchsttemperaturen werden am Nachmittag mit mäßigen 18 bis 21 Grad erreicht. Dies bedeutet im Vergleich zum Vortag einen drastischen Temperatursturz von fast 10 Grad. Der Wind weht böig aus Südwest mit Geschwindigkeiten von im Mittel 15 bis 25 km/h, in Schauernähe sind stärkere Böen möglich. Die Sonne zeigt sich nur selten in kurzen Wolkenlücken.
Abend
Die Schauertätigkeit lässt am Abend allmählich nach, die Bewölkung bleibt jedoch kompakt. Das Regenrisiko sinkt von anfänglich 75 % auf etwa 30 %. Der Luftdruck beginnt sich im Zuge eines sich von Südwesten nähernden Zwischenhochendorfs leicht zu stabilisieren. Die Temperaturen gehen im Abendverlauf auf 14 bis 16 Grad zurück, die Luftfeuchtigkeit liegt bei fast 85 %.
Nacht
In der Nacht zum Freitag klingen die Niederschläge weitgehend ab, und die Wolkendecke lockert stellenweise auf. Durch die feuchten Böden und die Abkühlung bildet sich gebietsweise dichter Nebel. Das GEM und das GFS-Modell prognostizieren ein Absinken der Tiefstwerte auf 9 bis 12 Grad. Der Wind schläft weitgehend ein und dreht auf unterschiedliche Richtungen.
Gewitteranalyse für den gesamten Zeitraum ⚡⛈️
Die synoptische Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeit zeigt eine klare Zweiteilung:
- Mittwoch tagsüber: Es besteht absolut keine Gewittergefahr. Die Atmosphäre ist durch die absinkende Luftbewegung des abziehenden Hochdruckgebietes stabil geschichtet, es fehlt an der nötigen Feuchtigkeit im mittleren troposphärischen Niveau.
- Nacht von Mittwoch auf Donnerstag: Mit dem Eintreffen der Kaltfront steigt das Gewitterrisiko sprunghaft an. Die hochauflösenden Modelle ICON-D2 und WRF berechnen moderate CAPE-Werte (verfügbare konvektive Energie) von 200 bis 400 J/kg, gepaart mit einer ausgeprägten vertikalen Windscherung. Beim Frontdurchgang besteht eine Wahrscheinlichkeit von 40 % bis 50 % für eingelagerte Gewitter, die lokal mit Starkregen und stürmischen Böen einhergehen können.
- Donnerstag tagsüber: Am Donnerstag verlagert sich das Hauptrisiko in die labile Höhenkaltluft hinter der Front. Durch die tageszeitliche Erwärmung am Nachmittag wird die Schichtung erneut instabil. Das ECMWF und das GFS signalisieren eine Wahrscheinlichkeit von 30 % bis 40 % für das Entstehen von lokalen Postfrontalgewittern („Rückseitengewittern“). Diese treten eher punktuell auf, können jedoch aufgrund der niedrigen Wolkenbasis lokal begrenzten Starkregen mit Mengen über 10 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit bringen. Am Abend und in der Nacht zum Freitag stabilisiert sich die Schichtung rasch, sodass die Gewittergefahr gegen Null sinkt.