synoptischer Wetterbericht für die Pfalz am 8. und 9. November 2026 zeigt den Übergang von einer zunächst ruhigen, herbstlichen Hochdruckrandlage am Sonntag zu einem spürbar wechselhafteren und niederschlagsintensiveren Frontensystem ab Montag. Die führenden Globalmodelle (ECMWF, AIFS, GFS, ICON, GEM, NAVGEM, ARPEGE) sowie die hochaufgelösten Regionalmodelle (ICON-D2, WRF) zeigen eine hohe Übereinstimmung beim Timing des Wetterwechsels.
Sonntag, 8. November 2026
🌅 Morgen
Der Tag beginnt in der gesamten Pfalz verbreitet neblig-trüb oder mit tiefem Hochnebel, besonders in den Flussniederungen des Rheins. Die Bewölkung ist dicht (8/8 Bedeckung). Die Temperaturen liegen frisch bei 3 °C bis 4 °C, während der Taupunkt fast deckungsgleich bei 3 °C liegt, was zu einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit von rund 94 % bis 96 % führt. Der Luftdruck ist mit etwa 1022 hPa noch vergleichsweise hoch. Es bleibt weitgehend trocken, das Niederschlagsrisiko liegt unter 15 %. Der Wind weht kaum spürbar mit 2 bis 5 km/h aus südöstlicher Richtung.
🌫️ Vormittag
Das ICON-D2- und das WRF-Modell prognostizieren eine langsame Zersetzung der Nebelfelder, wobei zäher Hochnebel den Sonnenschein stellenweise noch blockiert. Die Sonne zeigt sich nur vereinzelt in höheren Lagen des Pfälzerwaldes. Die Temperaturen steigen zögerlich auf 5 °C bis 6 °C. Die Luftfeuchtigkeit sinkt minimal auf 90 %, und der Taupunkt bewegt sich um 4 °C. Das Niederschlagsrisiko bleibt mit 10 % gering, messbare Regenmengen werden von keinem Modell berechnet.
🌤️ Nachmittag
Übereinstimmend zeigen die europäischen Modelle ECMWF, AIFS und ARPEGE eine freundlichere Phase. Von Südwesten her lockert die Bewölkung zunehmend auf, und die Sonne kann sich regional für 1 bis 2 Stunden durchsetzen. Die Tageshöchstwerte erreichen milde 7 °C bis 10 °C (Spitzenwerte entlang der Weinstraße). Der Taupunkt liegt bei 5 °C bei einer spürbar gesunkenen Luftfeuchtigkeit von etwa 84 %. Der Wind dreht leicht auf Südwest, bleibt aber mit Schwachwindcharakter sehr ruhig.
☁️ Abend
Mit dem Untergang der Sonne verdichtet sich die Bewölkung von Westen her rasch wieder. Ein herannahender Trog über Westeuropa kündigt sich durch sinkenden Luftdruck (ca. 1017 hPa) an. Die Temperaturen gehen auf 6 °C bis 7 °C zurück. Das Regenrisiko pendelt sich bei 10 % ein, sodass es beim Abendspaziergang trocken bleibt. Der Wind ist weiterhin schwach.
🌙 Nacht
In der Nacht zum Montag zieht dichte, schichtförmige Bewölkung auf. Die Tiefstwerte sinken aufgrund der schützenden Wolkendecke nicht allzu tief und stoppen bei 3 °C bis 4 °C. Die Luftfeuchtigkeit klettert wieder auf über 94 %, während der Luftdruck weiter kontinuierlich fällt. Vereinzelt kann sich in Senken leichter Nebel bilden, die Sichtverhältnisse verschlechtern sich jedoch primär durch tief hängende Bewölkung.
Montag, 9. November 2026
🌧️ Morgen
Der Montag startet wolkenverhangen und trüb. Das kanadische GEM-Modell sowie das US-amerikanische GFS prognostizieren eine dichte Bewölkung ohne Sonnenchancen. Die Frühwerte bewegen sich um die 3 °C bei einem Taupunkt von 2 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei hohen 95 %. Der Luftdruck ist auf etwa 1012 hPa gefallen. Erste schwache Nieselregen- oder leichte Regenschauer sind im westlichen Pfälzerwald möglich, das Niederschlagsrisiko steigt am Morgen auf 20 %. Der Wind frischt aus östlichen Richtungen leicht auf.
☁️ Vormittag
Die Pfalz befindet sich nun vollständig im Einflussbereich eines heraufziehenden Frontensystems. Die Bewölkung bleibt maximal dicht. Die Temperaturen erreichen am späten Vormittag etwa 5 °C. Der Wind dreht allmählich auf Süd bis Südwest und belebt sich etwas, im Bergland sind erste Böen möglich. Das Regenrisiko klettert im Vorfeld der eigentlichen Hauptfront auf 35 %, nennenswerte Regenmengen fallen vorerst aber noch nicht (unter 0,5 mm).
🌧️ Nachmittag
Das ECMWF und das ICON-Globalmodell signalisieren den Eintreffen der dichteren Regenwände von Südwesten her. Am Nachmittag setzt in weiten Teilen der Pfalz teils mäßiger, konstanter Regen ein. Die prognostizierte Regenmenge liegt bis zum Abend je nach Modell zwischen 2 und 5 Litern pro Quadratmeter. Die Höchsttemperaturen verharren bei kühlen 6 °C bis 9 °C. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 93 % extrem hoch, der Luftdruck sinkt weiter auf unter 1008 hPa. Sonne gibt es am Nachmittag keine.
🌧️ Abend
Der anhaltende Charakter des Frontenregens prägt den Abend. Der Wind weht mäßig aus Südwesten mit vereinzelten starken Böen in den exponierten Lagen des Pfälzerwaldes. Die Temperaturen gehen kaum zurück und verbleiben bei 6 °C, da milde Atlantikluft herangeführt wird. Der Taupunkt liegt fast gleichauf bei 5 °C. Das Niederschlagsrisiko ist mit 80 % bis 90 % als sehr hoch einzustufen.
🌙 Nacht
In der Nacht zieht das Hauptregengebiet ostwärts ab, gefolgt von wechselhafter Schauerbewölkung. Es kühlt kaum ab, die Tiefstwerte liegen stabil bei 3 °C bis 5 °C. Das Risiko für messbaren Niederschlag sinkt auf 40 %. Der Luftdruck stabilisiert sich auf niedrigem Niveau. Der Wind flaut im Flachland langsam wieder ab, bleibt in höheren Lagen jedoch weiterhin spürbar.
⚡ Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeit
Eine detaillierte synoptische Analyse der thermodynamischen Parameter aller herangezogenen Modelle (insbesondere ICON-D2 und WRF) zeigt für den gesamten Vorhersagezeitraum eine äußerst geringe bis statistisch vernachlässigbare Gewitterwahrscheinlichkeit (unter 5 %) in der Pfalz.
Sonntag (8.11.): Am Sonntag dominiert im Bodenniveau noch leicht absinkende Luftbewegung durch den abziehenden Hochdruckkeil. Es fehlt jegliche Labilität in der Atmosphäre. Die berechneten Werte für die nutzbare konvektive Energie (CAPE) liegen im gesamten Bereich bei 0 J/kg. Die Schichtung ist stabil, weshalb Gewitter absolut ausgeschlossen sind.
Montag (9.11.): Obwohl am Montag ein markanter Luftdruckabfall und die Passage einer Front anstehen, handelt es sich hierbei primär um aufgleitende, stratiforme Niederschlagsprozesse (Warmfront- bzw. Okklusionscharakteristik). Da die einströmenden Luftmassen im November bodennah bereits stark abgekühlt sind, fehlt der thermische Antrieb für vertikale Umlagerungen. Weder eine nennenswerte vertikale Windscherung noch ausreichende Labilitätsindizes (wie der Lifted Index) sind vorhanden, um hochreichende Konvektion auszulösen. Eventuelle eingelagerte, leicht verstärkte Schauerzellen im Pfälzerwald am Montagabend besitzen keinen elektrischen Charakter.