Das Wetter in Westheim, Lingenfeld und Lustadt in der Pfalz, 12.09.2026 bis 13.09.2026

Für die südpfälzischen Gemeinden Westheim, Lingenfeld und Lustadt zeigt sich am Wochenende ein markanter Wetterwechsel, bei dem die verschiedenen numerischen Wettermodelle wie ECMWF, GFS, ICON und ICON-D2 sowie die KI-gestützten Simulationen (AIFS) eine weitgehend einheitliche Phase stabilen Spätsommerwetters am Samstag prognostizieren, bevor am Sonntag eine Kaltfront von Nordwesten her das Wettergeschehen tiefgreifend verändert.

Samstag, 12.09.2026 – Spätsommerliche Ruhe vor der Front

Morgen
In den frühen Morgenstunden dominiert über der Südpfalz schwacher Hochdruckeinfluss. Das hochauflösende ICON-D2 und das WRF-Modell deuten in den Flussniederungen Richtung Rhein auf lokale, flache Nebel- oder Hochnebelfelder hin. Die Luftfeuchtigkeit liegt in dieser Phase nahe der Sättigungsgrenze bei 90 bis 95 Prozent. Die Temperaturen bewegen sich in einem frischen Bereich zwischen 11 °C und 13 °C, wobei der Taupunkt mit 10 °C bis 12 °C dicht an der Lufttemperatur liegt. Der Wind weht kaum wahrnehmbar aus südwestlichen Richtungen, während der Luftdruck stabil bei rund 1018 Hektopascal (hPa) verweilt. Niederschläge sind ausgeschlossen.

Vormittag
Mit fortschreitender Sonneneinstrahlung lösen sich die morgendlichen Dunst- und Nebelfelder rasch auf. Die Globalmodelle ECMWF, AIFS und GFS berechnen übereinstimmend einen weitgehend wolkenlosen bis gering bewölkten Himmel. Die Sonne kann ungehindert scheinen, was die Temperaturen zügig auf 16 °C bis 18 °C steigen lässt. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt spürbar auf rund 70 bis 75 Prozent. Der Wind frischt nur minimal auf und kommt schwach aus West bis Südwest.

Nachmittag
Am Nachmittag erreichen die Temperaturen in Westheim, Lingenfeld und Lustadt ihren spätsommerlichen Höhepunkt mit Höchstwerten von 24 °C bis 26 °C, lokal sind am Oberrhein durch die klimatische Begünstigung bis zu 27 °C möglich. Das französische ARPEGE und das kanadische GEM-Modell simulieren im Tagesverlauf den Aufzug erster hoher, dünner Schleierwolken (Cirren), welche die Sonne jedoch kaum dämpfen. Der Luftdruck beginnt am späten Nachmittag im Vorfeld der herannahenden Front leicht zu fallen (auf ca. 1015 hPa). Die Luftfeuchtigkeit erreicht ihr Tagesminimum bei etwa 45 bis 50 Prozent, und die Taupunkte bewegen sich um komfortable 13 °C.

Abend
Am Abend verdichtet sich die Bewölkung von Nordwesten her allmählich, da sich die Ausläufer des neuen Tiefdrucksystems bemerkbar machen. Es bleibt in der gesamten Region trocken. Die Temperaturen gehen langsam auf Werte zwischen 19 °C und 22 °C zurück. Der Wind dreht flächig auf West und belebt sich leicht mit ersten Böen bis 25 km/h.

Nacht
In der Nacht zum Sonntag schiebt sich die dichte Bewölkung der Kaltfront über die Pfalz. Die Modelle ECMWF und GFS prognostizieren eine deutliche Zunahme der Bewölkung. Gegen Morgen steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit leicht an, nennenswerte Mengen werden vor Sonnenaufgang aber noch nicht simuliert (unter 0,5 mm). Die Nacht bleibt aufgrund der Wolkendecke mit Tiefstwerten von 14 °C bis 16 °C relativ mild. Die Luftfeuchtigkeit klettert wieder über 75 Prozent.

Sonntag, 13.09.2026 – Kaltfrontpassage und wechselhaftes Rückseitenwetter

Morgen
Der Sonntag startet bedeckt und unbeständig. Die Kaltfront überquert die Süpfalz im Laufe des Morgens. Das ICON-D2-Modell zeigt schauerartig verstärkte Regenfälle, die Westheim, Lingenfeld und Lustadt erfassen. Die Temperaturen liegen am Morgen bei 14 °C bis 15 °C. Der Luftdruck sinkt weiter auf seinen Tiefpunkt von etwa 1011 hPa. Die Luft ist mit einer Feuchtigkeit von über 85 Prozent sehr feucht, und die Sichtweiten können im Regen vorübergehend eingeschränkt sein.

Vormittag
Am Vormittag zieht das Hauptniederschlagsband langsam nach Südosten ab. Dahinter gelangt die Region in den Bereich wechselhafter Rückseitenluft. ICON und WRF prognostizieren eine kurze Niederschlagspause mit ersten Wolkenlücken, bevor von Nordwesten her Schauerzellen nachdrücken. Die Temperaturen verharren aufgrund der einströmenden kühleren Luftmasse auf mäßigem Niveau bei rund 16 °C bis 17 °C. Der Wind dreht auf Südwest bis Nordwest und frischt spürbar auf.

Nachmittag
Der Nachmittag gestaltet sich typisch rückseitenwetterartig: Ein Wechsel aus kurzen sonnigen Abschnitten und dichten Quellwolken mit wiederholten Regenschauern bestimmt das Bild. Die prognostizierte Gesamtregenmenge für den Sonntag summieren die Modelle ECMWF und GEM auf moderate 2 bis 4 mm auf. Die Höchsttemperaturen kommen über 18 °C bis 21 °C nicht mehr hinaus, was einen spürbaren Temperatursturz im Vergleich zum Vortag bedeutet. Der Taupunkt sinkt auf rund 11 °C ab, während die Luftfeuchtigkeit zwischen den Schauern bei etwa 60 bis 65 Prozent liegt. Der Wind weht mäßig und in Schauernähe böig aus westlichen Richtungen.

Abend
Zum Abend hin stabilisiert sich die Luftschichtung unter einsetzendem Zwischenhochdruckeinfluss. Der Luftdruck beginnt wieder moderat zu steigen. Die Schauertätigkeit lässt rasch nach, und die Wolkendecke lockert von Westen her auf. Die Temperaturen kühlen spürbar ab und sinken bis zum späten Abend auf 15 °C bis 13 °C. Der Wind flaut spürbar ab.

Nacht
Die Nacht zum Montag verläuft weitgehend klar oder nur noch gering bewölkt. Die Schauer sind vollständig abgeklungen. Durch das Aufklaren sinken die Temperaturen in Lustadt, Lingenfeld und Westheim kräftig auf Tiefstwerte um 9 °C bis 11 °C. Bei schwachwindigen Verhältnissen bildet sich in den feuchten Niederungen erneut lokaler Nebel. Die Luftfeuchtigkeit nähert sich wieder der Sättigung.

Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten

Die Analyse der thermodynamischen Parameter der verschiedenen Modellklassen zeigt für das Wochenende eine klare Zweiteilung:

Samstag (12.09.2026): Die Gewitterwahrscheinlichkeit liegt für den gesamten Samstag bei nahezu 0 Prozent. Aufgrund des stabilen Hochdruckeinflusses und einer ausgeprägten Absinkinversion in der mittleren Troposphäre fehlt es gänzlich an Hebung und Labilität. Die CAPE-Werte (konvektive verfügbare potentielle Energie) liegen flächig bei 0 J/kg.

Sonntag (13.09.2026): Mit dem Eintreffen der Kaltfront und der nachfolgenden Höhenkaltluft im Rückseitenbereich steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit leicht an, bleibt insgesamt jedoch auf einem niedrigen Niveau (ca. 15 bis 20 Prozent). Während die Front selbst am Vormittag meist stabil geschichtet als reines Regenband durchzieht, sorgt die einfließende Höhenkaltluft am Nachmittag für eine moderate Labilisierung der Atmosphäre. Das hochauflösende ICON-D2 simuliert vereinzelte, kleinräumige CAPE-Spitzen von 100 bis 200 J/kg. Da gleichzeitig die vertikale Windscherung in den unteren Kilometern leicht erhöht ist, können sich am Nachmittag einzelne Schauer elektrisieren. Schwache, kurzlebige Kaltluftgewitter mit Graupel und lokalen Windböen sind somit im Zuge des Rückseitenwetters nicht völlig ausgeschlossen, schwere Unwetterlagen werden von keinem der Modelle (einschließlich GFS und NAVGEM) gestützt.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert