Das Wetter in Westheim und Lustadt in der Pfalz, 1.08.2026 bis 2.08.2026

Am 1. August und 2. August 2026 wird die Wetterlage in Westheim und Lustadt (Pfalz) von einem Übergang geprägt: Eine schwache Kaltfront zieht ab, woraufhin sich rasch ein stabiles Zwischenhoch formiert, das zum Sonntag hin heiße Sommerluft aus Südwesten heranführt. ICON-D2 und WRF zeigen eine nahezu geschlossene Wolkendecke (7/8 bis 8/8 Bedeckung) durch tiefe Stratus- und Stratocumulusbewölkung (Basis bei 1200 bis 1500 Fuß).

Morgen (06:00 – 09:00 Uhr)
Aufgrund der intensiven Bodenfeuchte nach den nächtlichen Frontenpassagen liegt die relative Luftfeuchtigkeit bei 88 % bis 92 %. In den rheinnahen Niederungen um Westheim bildet sich flacher, transienter Strahlungs- und Bodennebel mit Sichtweiten zwischen 500 und 1000 Metern.

ECMWF und AIFS zeigen in ihren jüngsten Läufen noch letzte, schwache stratiform überlagerte Niederschlagssignale im ersten Stundenintervall. Die akkumulierte Regenmenge stagniert bei minimalen 0,1 bis 0,3 mm und klingt bis 08:00 Uhr vollständig ab.

Die Temperaturen starten bei 17,8 °C bis 18,5 °C. Der Taupunkt liegt bei 15,8 °C bis 16,2 °C, was zu einem thermodynamischen Defizit (Spread) von nur rund 2 K führt und die Luftmasse ausgeprägt schwül anfühlen lässt.

Der Wind weht schwach und unbedeutend aus West-Nordwest (280° bis 300°) mit mittleren Geschwindigkeiten von 6 bis 11 km/h (1 bis 2 Beaufort).

Der Luftdruck am Boden (QNH) zeigt eine ansteigende Tendenz im Zuge einsetzender postfrontaler Kaltluftadvektion und steigt von 1013,5 hPa auf 1014,8 hPa.

Vormittag (09:00 – 12:00 Uhr)
Das hochauflösende ARPEGE und das NAVGEM detektieren den beginnenden Einfluss eines sich von Südwesten heranschiebenden Zwischenhochs. Das Absinken der Luftmassen (Subsidenz) führt zu einer großräumigen Abtrocknung der mittleren Troposphäre. Die tiefe Bewölkung bricht auf (4/8 bis 5/8 Bedeckung), sodass die reale Sonnenscheindauer in diesem Dreistundenfenster etwa 1,2 bis 1,5 Stunden beträgt.

Der Nebel löst sich durch die einsetzende Globalstrahlung bis spätestens 09:30 Uhr vollständig auf.

ICON beziffert die Niederschlagswahrscheinlichkeit auf unter 10 %, es bleibt flächendeckend trocken.

Die Lufttemperatur steigt im Zuge der Einstrahlung auf 21,5 °C bis 23,8 °C an. Parallel dazu sinkt der Taupunkt durch Durchmischungsprozesse der Grenzschicht leicht auf 14,5 °C bis 15,0 °C ab. Die relative Luftfeuchtigkeit geht auf Werte um 72 % bis 76 % zurück.

Der Wind dreht strömungskonform auf Nordwest (310° bis 330°) und frischt leicht auf. Die mittleren Windgeschwindigkeiten erreichen 12 bis 16 km/h, wobei vereinzelte, nicht relevante Windböen um 25 km/h simuliert werden.

Nachmittag (12:00 – 18:00 Uhr)
In der Haupteinstrahlungsperiode harmonieren GFS, ECMWF und GEM hochgradig. Es stellt sich ein klassisches Rückseitenwetter ein. Der Himmel zeigt sich wechselnd bewölkt (3/8 bis 5/8) mit flachen Cumulus humilis (Schönwetterwolken), deren Obergrenzen durch eine markante Absinkinversion in etwa 7000 Fuß gedeckelt werden. Die effektive Sonnenscheindauer liegt bei 3,5 bis 4 Stunden.

Die Advektion der mäßig warmen, maritimen Polarluft manifestiert sich in Maxima von 26,4 °C in Westheim und bis zu 27,1 °C im etwas geschützteren Lustadt.

Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt auf komfortable 46 % bis 52 %. Da der Taupunkt stabil bei 13,8 °C bis 14,2 °C verharrt, verschwindet das Schwülegefühl vollständig; die Luftmasse wird als thermisch angenehm adaptiert.

Der Wind erreicht am Nachmittag seinen Tageshöhepunkt, weht stetig aus Nordwest mit 15 bis 18 km/h und Spitzenböen, die laut WRF im Bereich von 28 bis 34 km/h gedeckelt sind.

Der Luftdruck steigt kontinuierlich weiter und erreicht bis 18:00 Uhr 1016,9 hPa.

Abend (18:00 – 00:00 Uhr)
Zum Abend übernimmt der Kern des Zwischenhochs die vollständige Regie über der Pfalz. ARPEGE und ICON-D2 zeigen den raschen Kollaps der thermischen Konvektion. Die Quellbewölkung löst sich zwischen 18:30 Uhr und 19:30 Uhr vollständig auf, der Himmel klärt weitgehend auf (0/8 bis 1/8 Bedeckung).

Das Temperaturniveau sinkt nach Sonnenuntergang spürbar ab: Von 25,5 °C um 18:00 Uhr auf 20,8 °C bis 19,2 °C gegen Mitternacht.

Niederschläge sind absolut ausgeschlossen (0 %).

Der Wind flaut durch den Wegfall der thermischen Durchmischung rasant ab, dreht auf Nord-Nordwest und wird mit Geschwindigkeiten unter 6 km/h bodennah fast windstill.

Die relative Luftfeuchtigkeit steigt strahlungsbedingt invers zum Temperaturverlauf auf 65 % bis 72 % an, während der absolute Feuchtegehalt (Taupunkt bei 13,5 °C) nahezu konstant bleibt.

Nacht (00:00 – 06:00 Uhr)
Unter fortwährender Subsidenz des Hochdruckgebietes verläuft die Nacht laut ECMWF, GFS und AIFS absolut wolkenlos (0/8). Es herrscht ungehinderte langwellige Ausstrahlung.

Die Temperaturen sinken auf Minima von 16,5 °C in den Freilagen um Westheim und 17,2 °C im bebauten Kern von Lustadt.

In unmittelbarer Bodennähe (2 Meter) kühlt die Luftmasse stark ab, was die relative Luftfeuchtigkeit auf 82 % bis 86 % ansteigen lässt. Das Risiko für isolierten, flachen Bodennebel in Senken und Entwässerungsgräben steigt ab 03:00 Uhr moderat an, betrifft aber keine Hauptverkehrswege großflächig.

Der Wind ist absolut umlaufend oder windstill (Calme).

Der Luftdruck erreicht zum Ende des Vorhersagezeitraums stabile 1018,2 hPa.

Sonntag, 2. August 2026

Morgen (06:00 – 09:00 Uhr)
Das Zentrum des Bodenhochs verlagert sich leicht östlich der Pfalz, wodurch die großräumige Strömung auf die heiße Südwestkomponente umschwenkt. Der Morgen präsentiert sich strahlend unbewölkt (0/8). Etwaige feine Bodennebelfelder werden durch die ab 06:15 Uhr einsetzende Solarstrahlung innerhalb von 30 Minuten rückstandsfrei weggemischt.

GFS und ICON berechnen ein signifikantes thermisches Durchstarten: Die Temperaturen steigen von den nächtlichen Tiefstwerten bis 09:00 Uhr rasant auf 21,2 °C bis 23,5 °C an.

Der Taupunkt sinkt durch das vertikale Einmischen trockenerer Höhenluft vorübergehend auf 12,5 °C bis 13,0 °C, was die relative Luftfeuchtigkeit zügig auf 60 % absinken lässt.

Der Wind erwacht schwach aus Ost-Nordost (070° bis 090°) mit Geschwindigkeiten von maximal 7 bis 10 km/h.

Der Luftdruck markiert mit 1018,9 hPa am frühen Morgen seinen synoptischen Scheitelpunkt.

Vormittag (09:00 – 12:00 Uhr)
Es dominiert gradientschwaches, hochsommerliches Strahlungswetter. GEM und NAVGEM simulieren eine wolkenfreie Textur über dem gesamten pfälzischen Raum. Die vertikale Mächtigkeit der Hochdruckzelle verhindert jegliche kumuliformen Ansätze. Die Sonne scheint ungestört für volle 3,0 Stunden.

Das Thermometer überschreitet bereits vor der Mittagszeit verbreitet die Sommermarke von 25 °C und erreicht um 12:00 Uhr ca. 27,8 °C bis 28,5 °C.

Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt stetig und unterschreitet die 48 %-Marke. Der Taupunkt verbleibt im absolut unbedenklichen, trockenen Bereich bei 13,2 °C.

Der Bodendruck beginnt minimal zu fallen (Symptom des abziehenden Hochkerns) und pendelt sich bei 1018,0 hPa ein.

Der Wind weht kaum spürbar aus variablen östlichen Richtungen mit maximal 8 km/h.

Nachmittag (12:00 – 18:00 Uhr)
Am Nachmittag erreicht die Advektion subtropischer Warmluft (cTv-Luftmasse) aus Südwesten ihren Höhepunkt. ECMWF, AIFS und ARPEGE zeigen eine homogene thermische Struktur. Der Himmel ist zu 95 % wolkenlos, lediglich am westlichen Horizont tauchen am späten Nachmittag vereinzelte, dünne Federwolken (Cirrus fibratus, Bedeckung unter 1/8) auf, welche die Globalstrahlung nicht mindern. Die Sonnenscheindauer schöpft mit knapp 5,8 Stunden das klimatologische Maximum aus.

Die Spitzenwerte der Lufttemperatur klettern auf hochsommerliche Werte: ECMWF und ICON prognostizieren übereinstimmend 32,8 °C für Westheim und 33,2 °C für Lustadt. Das GFS-Modell tendiert im Spitzenpixel zu extremen 33,9 °C.

Aufgrund der extremen Erwärmung der bodennahen Luftschichten fällt die relative Luftfeuchtigkeit auf einen Tiefstwert von 36 % bis 39 %. Der Taupunkt bewegt sich zwischen 13,5 °C und 14,1 °C. Dies verhindert ein drückendes Schwüleempfinden; die Hitzecharakteristik ist als trocken und kontinental einzustufen.

Der Wind dreht im Tagesverlauf schwach auf Ost bis Südost (090° bis 120°) mit mittleren Werten von 9 bis 13 km/h und ist ohne meteorologische Relevanz.

Der Luftdruck sinkt leicht, aber stetig auf 1016,5 hPa.

Abend (18:00 – 00:00 Uhr)
Die hochsommerliche Struktur bleibt bis weit in die Nacht hinein konserviert. Der Himmel zeigt sich weiterhin sternenklar bzw. nur minimal durch hochprozentig transparente Cirren filtriert. Das troposphärische Absinken hält die Schichtung stabil.

Die Abkühlungsrate ist aufgrund der trockenen Luftmasse zwar stetig, setzt aber auf hohem Niveau an: Um 20:00 Uhr stehen noch immer 29,1 °C zu Buche, um 22:00 Uhr werden 25,4 °C gemessen, und bis Mitternacht sinken die Werte auf 22,1 °C.

Die relative Luftfeuchtigkeit erholt sich primär durch den Temperaturrückgang auf 52 % bis 58 %.

Der Wind schläft im Verlauf des Abends vollständig ein (0 bis 3 km/h), was zu einer ausgeprägten thermischen Schichtung in Bodennähe führt.

Nacht (00:00 – 06:00 Uhr)
Die Nacht zum Montag verläuft synoptisch vollkommen ruhig, leitet jedoch eine signifikante Luftmassenänderung für den Folgetag ein. Der Himmel bleibt klar.

Die Tiefsttemperaturen werden gegen 05:30 Uhr im Bereich zwischen 18,4 °C und 19,8 °C erwartet; in dicht bebauten Ortslagen von Lustadt ist eine mathematische Tropennacht (Minima nicht unter 20,0 °C) im Bereich des Möglichen.

Der Luftdruck fällt vorlaufend zu einer neuen Tiefdruckrinne über Frankreich linear ab und erreicht um 06:00 Uhr morgens noch 1015,1 hPa.

Die Luftfeuchtigkeit steigt bis in die frühen Morgenstunden auf 62 % bis 66 %. Ein Einströmen von Feuchtigkeit aus Südwesten kündigt sich an, der Taupunkt zieht modifiziert auf 15,2 °C an, wodurch das Raumklima in den Frühstunden merklich drückender wird.

Detaillierte Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten

Samstag, 1. August 2026
Die Wahrscheinlichkeit für konvektive Umlagerungen (Gewitter) im Raum Westheim/Lustadt wird numerisch mit nahezu 0 % (effektiv < 2 %) beziffert.

  • Thermodynamisches Potenzial (CAPE): Die hochauflösenden Modelle ICON-D2 und WRF berechnen für den gesamten Samstagmittag und -nachmittag instabile Energieflächen (SBCAPE – Surface Based Convective Available Potential Energy) von glatt 0 J/kg. Die einströmende kühlere Nordwestluft flutet die planetare Grenzschicht vollständig und baut jegliche Labilität ab.
  • Feuchteangebot: Der Precipitable Water (PWAT)-Wert, ein Indikator für den Gesamtwasserdampfgehalt einer Luftsäule, sinkt postfrontal von anfänglich 28 mm rapide auf unter 16 mm am Nachmittag ab. Es fehlt schlichtweg an der notwendigen Feuchtigkeitsmasse im mittleren troposphärischen Niveau (700 bis 500 hPa).
  • Hebungsmechanismen: Das Bodenzwischenhoch induziert großräumige Absinkbewegungen (Subsidenz). Diese wirken wie ein mechanischer Deckel. Selbst wenn punktuell minimale Labilitäten entstehen sollten, verhindert die ausgeprägte Absinkinversion im 850-hPa-Niveau jegliche hochreichende Konvektion. Ein Durchbrechen dieser Sperrschicht (Convective Inhibition, CIN > 150 J/kg) ist unmöglich. Die historischen, isolierten Signale von Drittanbietern wie wetter.net bezogen sich auf veraltete GFS-Grobauflösungen, die eine verzögerte Frontalpassage simulierten; diese Variante ist synoptisch vollständig vom Tisch.

Sonntag, 2. August 2026
Trotz der markanten Überhitzung der planetaren Grenzschicht (Bodendemperaturen > 33 °C) verbleibt die Gewitterwahrscheinlichkeit bei konstanten 0 %.

  • Thermodynamische Stabilität: Das thermodynamische Profil zeigt eine klassische „Trockenadiabate“ in den untersten Schichten, die jedoch im mittleren Niveau durch ein massives Hochdruck-Warmbecken überlagert wird. ECMWF und GFS berechnen zwar aufgrund der extremen Hitze theoretische, isolierte ML-CAPE-Werte (Slightly Lofted) von 50 bis 150 J/kg im direkten Bodenumfeld, diese sind jedoch rein thermisch induziert und besitzen keine vertikale Mächtigkeit.

    Sperrschichten und Deckel: Der Strahlungsdeckel (CIN) ist mit Werten von über 250 J/kg so massiv ausgeprägt, dass Luftpakete vom Boden aus keine Chance haben, das Niveau des freien Aufstiegs (LFC) zu erreichen. Die relative Luftfeuchtigkeit im 700-hPa-Niveau liegt bei extrem trockenen 15 % bis 20 %, was eventuell aufsteigende Thermikblasen durch Entrainment (Einmischung von trockenem Umfeld) sofort verdunsten lässt.

  • Dynamik: Es fehlt jeglicher dynamische Hebungsantrieb. Weder eine synoptisch-skalige Trogachse noch eine bodennahe Konvergenzlinie berühren die Pfalz an diesem Tag. Die vertikale Windscherung ist quasi nicht existent (0-6 km Shear < 5 m/s), was die Entstehung organisierter Zellen physikalisch ausschließt. Ein Gewitterrisiko formiert sich erst in der Nacht zum Montag beziehungsweise im Laufe des Montags, wenn die trogfeuchte Luftmasse Frankreichs die Pfalz erreicht.
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