Synoptischer Wetterbericht für die Pfalz, 19.09.2026 bis 20.09.2026

Samstag, 19.09.2026

Morgen
Der Samstag startet in weiten Teilen der Pfalz, insbesondere in den Tallagen des Pfälzerwaldes und entlang des Rheingrabens, mit dichten Nebelfeldern und Hochnebel, die durch die nächtliche Abkühlung begünstigt wurden. Die Globalmodelle ECMWF, GFS und GEM zeigen eine hohe relative Luftfeuchtigkeit von über 90–95 % in den bodennahen Schichten. Das hochauflösende Regionalmodell ICON-D2 simuliert Sichtweiten von teilweise unter 150 Metern. Die Temperaturen liegen am frühen Morgen flächendeckend kühl bei 11 °C bis 13 °C, in höheren Lagen des Pfälzerwaldes um 9 °C. Die Taupunkte bewegen sich mit 10 °C bis 12 °C extrem nah an der Lufttemperatur, was die Nebelbildung untermauert. Der Luftdruck ist stabil und liegt bei etwa 1018 hPa. Der Wind weht nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Niederschläge fallen am Morgen keine, die Regenmenge beträgt 0 mm.

Vormittag
Im Laufe des Vormittags setzt sich die herbstliche Sonne immer besser durch. Die KI-gestützten Modelle wie AIFS prognostizieren eine zügige Auflösung der Nebelfelder bis spätestens 10:30 Uhr. Danach herrscht verbreitet strahlender Sonnenschein bei nur lockeren Quellwolken. Der Luftdruck sinkt minimal auf 1016 hPa. Die Luftfeuchtigkeit geht mit der Erwärmung deutlich auf etwa 60 % zurück. Die Temperaturen steigen rasch an und erreichen am späten Vormittag angenehme 18 °C bis 21 °C. Die Taupunkte verharren konstant bei 11 °C. Ein schwacher Wind dreht auf südliche bis südwestliche Richtungen mit Böen von maximal 15 km/h. Es bleibt absolut trocken.

Nachmittag
Am Nachmittag zeigt sich das Wetter von seiner spätsommerlichen Seite. Die Modelle ARPEGE, ICON und WRF sind sich einig, dass der Himmel über der Pfalz weitgehend blau bleibt, unterbrochen nur von harmlosen Schönwetterwolken. Die Höchsttemperaturen klettern im Rheingraben (Landau, Ludwigshafen) auf sommerliche 24 °C bis 25 °C, in erhöhten Lagen werden 21 °C gemessen. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht ihren Tagestiefstwert bei ca. 45 %, während der Taupunkt leicht auf 12 °C ansteigt, was die Luft minimal schwül wirken lässt. Der Luftdruck sinkt weiter auf 1013 hPa. Der Wind frischt mäßig aus Südwesten auf (Böen bis 25 km/h).

Gewitteranalyse für den Nachmittag: Trotz der Erwärmung und der leichten Feuchteadvektion in der Fläche stufen das ICON-D2 und das WRF-Modell die Gewitterwahrscheinlichkeit am Nachmittag für die Pfalz als extrem gering ein (unter 5 %). Es fehlt an dynamischer Hebung und labiler Schichtung (CAPE-Werte nahe 0 J/kg), sodass keine Gewitterzellen initiiert werden. Die akkumulierte Regenmenge bleibt bei 0 mm.

Abend
Der Abend verläuft lau und ruhig. Mit Sonnenuntergang kühlt es langsam ab; die Temperaturen sinken auf 17 °C bis 15 °C. Die Luftfeuchtigkeit steigt im Gegenzug wieder auf über 75 % an. Der Luftdruck stabilisiert sich bei 1012 hPa. Der Wind flaut spürbar ab und weht nur noch schwach aus Südwest. Der Himmel zeigt sich gering bewölkt, sodass verbreitet freie Sicht auf die Abenddämmerung besteht.

Nacht
In der Nacht zum Sonntag schiebt sich von Westen her ein flacher Trog näher an Mitteleuropa heran. Die Modelle NAVGEM und GFS signalisieren eine Zunahme von dichteren Wolkenfeldern aus Richtung Frankreich. Die Temperaturen gehen auf Tiefstwerte von 14 °C bis 12 °C zurück. Durch den aufkommenden Wind und die zunehmende Bewölkung bildet sich in dieser Nacht kaum dichter Bodennebel. Die relative Luftfeuchtigkeit klettert wieder auf 85 %. Der Taupunkt liegt bei 11 °C. Gegen Ende der Nacht steigt das Regenrisiko im westlichen Pfälzerwald leicht an, meist bleibt es aber noch trocken mit Regenmengen unter 0,2 mm.

Sonntag, 20.09.2026

Morgen
Der Sonntag beginnt wechselhaft und spürbar unbeständiger. Das ECMWF und das GEM-Modell zeigen eine wellende Kaltfront, die die Pfalz von West nach Ost überquert. Schon am Morgen ist der Himmel dicht bewölkt. Erste, meist schauerartige Regenfälle setzen im Pfälzerwald ein. Die Temperaturen starten mild bei 14 °C bis 16 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit ist mit 90 % sehr hoch, die Taupunkte liegen bei 13 °C. Der Luftdruck sinkt auf den Tiefpunkt dieses Wochenendes mit 1008 hPa. Der Wind weht spürbar auflebend aus Südwest mit ersten Böen um 35 km/h. Die Regenmengen summieren sich am Morgen auf 1 bis 3 mm.

Vormittag
Am Vormittag breiten sich die Niederschläge über die gesamte Pfalz aus. Das Regionalmodell ICON-D2 berechnet ein breites Band mit mäßigem, teils schauerartig verstärktem Regen. Die Sonne hat kaum Chancen und zeigt sich nicht. Die Temperaturen verharren aufgrund der dichten Wolken und des Regens bei gedämpften 16 °C bis 17 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt nahe der Sättigung bei 95 %, der Luftdruck verbleibt auf niedrigem Niveau um 1008 hPa. Der Südwestwind intensiviert sich weiter, in freien Lagen und auf den Bergen des Pfälzerwaldes (z.B. Kalmit) sind Sturmböen bis 60 km/h möglich, im Flachland gibt es steife Böen bis 45 km/h.

Nachmittag
Am Nachmittag lockert die kompakte Frontalbewölkung von Westen her zögerlich auf, der Dauerregen geht in eine klassische Rückseiten-Schauerwetterlage über. Das WRF– und das ARPEGE-Modell prognostizieren kurze sonnige Abschnitte, die sich mit rasch durchziehenden, kräftigen Regenschauern abwechseln. Zwischen den Schauern steigen die Temperaturen kurzzeitig auf maximal 18 °C bis 19 °C, kühlen im Schauer aber sofort auf 14 °C ab. Der Taupunkt liegt bei 12 °C, die Luftfeuchtigkeit schwankt extrem zwischen 65 % in den Sonnenfenstern und 90 % im Regen. Der Luftdruck beginnt von Westen her wieder leicht zu steigen (1011 hPa). Der Wind bleibt ruppig mit Böen aus West-Südwest von 40 bis 50 km/h. Die akkumulierte Regenmenge am Nachmittag beläuft sich je nach Schaueraktivität auf 2 bis 6 mm.

Gewitteranalyse für den Nachmittag: Durch den Einstrom höhenkalter Luft (ca. -22 °C in 500 hPa) über dem warmen Boden labilisiert die Atmosphäre massiv. ICON-D2 und WRF zeigen lokal eng begrenzte CAPE-Sektoren von 300 bis 500 J/kg bei gleichzeitiger markanter vertikaler Windscherung. Die Gewitterwahrscheinlichkeit steigt am Nachmittag auf 45–55 %. Es besteht die Gefahr von kurzen, aber intensiven Kaltfrontgewittern, die mit kleinkörnigem Hagel, lokalem Starkregen und Sturmböen bis 70 km/h einhergehen können.

Abend
Zum Abend hin stabilisiert sich die Schichtung rasch wieder. Das AIFS-Modell zeigt ein schnelles Abklingen der Schauer- und Gewitteraktivität. Die Wolkenlücken werden größer und die Pfalz erlebt einen recht klaren, aber kühlen Abend. Die Temperaturen fallen zügig auf 13 °C bis 11 °C. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 80 %. Der Luftdruck steigt kontinuierlich auf 1014 hPa an, was die Annäherung eines neuen Zwischenhochs ankündigt. Der Wind dreht auf West-Nordwest und flaut spürbar ab (Böen nur noch um 20 km/h).

Nacht
Die Nacht zum Montag verläuft weitgehend sternenklar und kalt. Durch den stark gestiegenen Luftdruck auf 1017 hPa und das Abflauen des Windes strahlt der Boden stark aus. Die Temperaturen sinken deutlich auf 8 °C bis 6 °C in den Städten und bis auf 4 °C in den höher gelegenen Tälern des Pfälzerwaldes. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht rasch wieder die 100-Mitteilung, wodurch sich in der feuchten Luftmasse erneut streckenweise dichter Bodennebel formiert. Der Taupunkt sinkt auf 5 °C. Niederschläge treten keine mehr auf (0 mm).

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