Synoptischer Wetterbericht für die Pfalz am 16.09.2026

Die Wetterlage in der Pfalz wird am 16.09.2026 maßgeblich durch den Durchzug einer markanten Kaltfront geprägt, die subprozessual von einer kühleren Westwindlage gesteuert wird. Während die globalen Modelle wie ECMWF, GFS, AIFS, ICON, GEM und NAVGEM den großräumigen Luftmassenwechsel übereinstimmend simulieren, zeigen die hochauflösenden Regionalmodelle ICON-D2 und WRF sowie das französische ARPEGE signifikante Details bei den konvektiven Umlagerungen und lokalen Nebelfeldern.

Morgen (16.09.2026)

In den frühen Morgenstunden dominiert dichte Bewölkung, die mit der hereinbrechenden Kaltfront verknüpft ist. ICON-D2 und WRF zeigen im Pfälzerwald stratusartige Bewölkung und eingelagerte Nebelfelder durch feuchte Grundschichtbedingungen. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei nahezu 85 bis 90 %. Der Luftdruck bewegt sich im Bereich von 1014 hPa. Es treten erste, teils schauerartige Niederschläge auf, wobei die Regenmengen vorerst gering bleiben (unter 1 bis 2 l/m²). Die Temperaturen starten frisch bei Werten um 14 °C bis 16 °C, während die Taupunkte mit 12 °C bis 13 °C eine relativ hohe Sättigung der Luftmasse widerspiegeln. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen.

Vormittag (16.09.2026)

Am Vormittag verlagert sich die Kernzone der Kaltfront direkt über die Pfalz. Das ECMWF und das KI-gestützte AIFS prognostizieren eine Intensivierung der Niederschläge. Die Regenmengen akkumulieren sich lokal auf 3 bis 5 l/m². Die Sonne hat kaum Chancen und zeigt sich höchstens in kurzen Aufheiterungsfenstern im Lee der Mittelgebirge. Der Wind dreht deutlicher auf West bis Nordwest und frischt spürbar auf, mit vereinzelten Böen im Bereich von 35 km/h. Der Luftdruck beginnt nach Passage der Frontallinie leicht zu steigen. Die Temperaturen stagnieren aufgrund der dichten Wolkendecke bei 17 °C bis 18 °C. Die Taupunkte sinken im Verlauf leicht ab, was den beginnenden Einflutprozess kühlerer Luftmassen markiert.

Nachmittag (16.09.2026)

Am Nachmittag lockert die postfrontale Bewölkung von Westen her zeitweise auf, sodass sich die Sonne für ein bis zwei Stunden präsentieren kann. Das ARPEGE-Modell deutet jedoch im Trogbereich die Entwicklung von flachen Sekundärschauern an. Die Luftfeuchtigkeit sinkt im Zuge der Einstrahlung vorübergehend auf etwa 50 bis 55 %. Die Tageshöchstwerte klettern auf kühlere 19 °C bis 21 °C, in höheren Lagen des Pfälzerwaldes bleibt es mit 16 °C noch frischer. Der Luftdruck stabilisiert sich bei etwa 1016 hPa. Der Wind bleibt mäßig aus Nordwest aktiv.

Abend (16.09.2026)

Mit abendlicher Stabilisierung flaut der Wind merklich ab und dreht auf nordwestliche Richtungen zurück. Letzte Schauerzellen ziehen laut GFS und GEM rasch nach Osten ab. Die Bewölkung lockert zunehmend auf, was zu einem raschen Absinken der Temperaturen auf 16 °C bis 17 °C führt. Der Luftdruck steigt kontinuierlich an und erreicht Werte um 1018 hPa, da sich ein schwacher Keil des Azorenhochs vorschiebt. Die relative Luftfeuchtigkeit nimmt durch die Abkühlung wieder auf über 70 % zu, die Taupunkte fallen auf Werte um 9 °C bis 11 °C.

Nacht (16.09.2026 zum 17.09.2026)

In der Nacht zum Donnerstag sorgt starkes Ausstrahlen unter klarem oder nur gering bewölktem Himmel für eine deutliche Abkühlung. Das NAVGEM-Modell simuliert in den Tälern der Pfalz eine erhöhte Neigung zu Strahlungsnebel oder dichtem Hochnebel, begünstigt durch die feuchten Böden. Die Temperaturen sinken flächendeckend auf Tiefstwerte von 9 °C bis 11 °C. Die Luftfeuchtigkeit erreicht Werte nahe der Sättigungsgrenze von 95 %. Der Luftdruck klettert auf ein stabiles Niveau von 1020 hPa. Es tritt kein Niederschlag mehr auf.

Synoptischer Wetterbericht für die Pfalz am 17.09.2026

Am Donnerstag, den 17.09.2026, gerät die Pfalz zunehmend auf die Rückseite des abgezogenen Tiefs unter den Einfluss einer schwachen, aber kühleren mitteleuropäischen Hochdruckzone. Die Modelle sind sich weitgehend einig, dass der Tag deutlich herbstlicher geprägt sein wird, wobei sich im Tagesverlauf neue Wolkenfelder formieren.

Morgen (17.09.2026)

Der Morgen startet gebietsweise sehr trüb durch zähe Nebel- und Hochnebelfelder, die sich insbesondere entlang des Rheins und im Pfälzer Bergland festsetzen. Das Regionalmodell WRF zeigt eine langsame Auflösung dieser Feuchteschichten. Die Temperaturen liegen im einstelligen bis tiefen zweistelligen Bereich bei 9 °C bis 12 °C, während die Taupunkte mit 8 °C bis 10 °C eng an der Lufttemperatur anliegen. Der Wind verhält sich bodennah fast windstill oder weht schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Der Luftdruck ist mit 1021 hPa im Tagesmaximum.

Vormittag (17.09.2026)

Nach Auflösung des Nebels wechselt das Wetter zu einem Mix aus lockerer Bewölkung und Sonnenschein. Das globale ICON und das GEM deuten jedoch bereits das Herannahen von dichteren mittelhohen Wolkenfeldern aus Westen an, die mit einem neuen, flachen Trogvorstoß über Nordwesteuropa zusammenhängen. Die Luftfeuchtigkeit geht auf rund 65 % zurück. Die Temperaturen steigen nur zögerlich an und erreichen am späten Vormittag Werte um 15 °C bis 17 °C. Der Wind dreht allmählich auf Südwest und bleibt schwach.

Nachmittag (17.09.2026)

Am Nachmittag verdichtet sich die Bewölkung von Westen her zusehends. Laut ECMWF und GFS nimmt die Schauertendenz im späteren Verlauf leicht zu, vor allem im westlichen Teil der Pfalz kann es zu lokalem Nieselregen oder leichten Schauern kommen. Die Regenmengen bleiben mit Werten zwischen 0,5 und 1 l/m² sehr gering. Die absolute Sonnenscheindauer ist stark limitiert. Die Höchsttemperaturen pendeln sich erneut bei maximal 18 °C bis 21 °C ein. Der Luftdruck beginnt infolge des herannahenden Troges leicht auf 1018 hPa zu fallen, während die Taupunkte bei etwa 11 °C liegen.

Abend (17.09.2026)

Am Abend bleibt der Himmel meist stark bewölkt bis bedeckt. Einzelne leichte Regenschauer ziehen laut ARPEGE durch die Region. Die Luftfeuchtigkeit klettert wieder auf über 80 %. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest mit Geschwindigkeiten um 15 km/h. Die Temperaturen gehen langsam auf 14 °C bis 15 °C zurück.

Nacht (17.09.2026 zum 18.09.2026)

Die Nacht verläuft weitgehend wolkenverhangen, was eine starke Ausstrahlung wie in der Vornacht verhindert. Das AIFS und das GFS prognostizieren wiederholt leichte Niederschlagssignale im Pfälzerwald. Die Tiefsttemperaturen bleiben mit 11 °C bis 13 °C etwas milder als in der Vornacht. Die Nebelgefahr ist aufgrund der vorhandenen Bewölkung und des leichten Windes geringer, die Luftfeuchtigkeit bleibt dennoch hoch bei 85 %. Der Luftdruck tendiert weiter leicht fallend gegen 1015 hPa.

Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten

Die detaillierte Analyse der Konvektionsparameter zeigt für den Vorhersagezeitraum eine stark asymmetrische Verteilung der Gewitterwahrscheinlichkeit, die sich primär auf die erste Nachthälfte und den frühen Morgen des 16.09.2026 konzentriert.

Energetische Bedingungen (CAPE & Lifted Index): Vor Eintreffen der Kaltfront am frühen Mittwochmorgen simuliert das hochauflösende ICON-D2 im Vorfeld der Front noch Reste einer labil geschichteten Warmluftmasse. Die Werte des zur Verfügung stehenden konvektiven Potentials (CAPE) bewegen sich in einer sehr moderaten Spanne zwischen 100 und 300 J/kg. Der Lifted Index rutscht zeitweise in den leicht negativen Bereich von 0 bis -1 K. Diese thermodynamischen Bedingungen sind ausreichend, um im Zuge der erzwungenen Hebung an der Kaltfront konvektive Umlagerungen zu triggern.

Dynamische Triggerung und Windscherung: Da die thermodynamische Labilität schwach ausgeprägt ist, fungiert die Kaltfront als primärer dynamischer Hebungsantrieb. Die Modelle WRF und ARPEGE zeigen für den frühen Mittwochmorgen eine mäßig ausgeprägte niedertrophosphärische Windscherung. Dies begünstigt eine Strukturierung der Schauer zu kurzlebigen, linienhaften Segmenten.

Modellkonsens zur Gewitterwahrscheinlichkeit am 16.09.2026: Für den Zeitraum zwischen der späten Nacht und dem Vormittag des 16.09.2026 beziffern die synoptischen Kurzfrist-Ensembles die Gewitterwahrscheinlichkeit in der Pfalz auf rund 20 bis 30 %. Es handelt sich hierbei vorrangig um eingelagerte, postfrontale oder direkt an der Frontlinie entstehende Gewitter. Das Risiko ist im Pfälzerwald durch zusätzliche orografische Hebungseffekte geringfügig höher als im flachen Rheintal. Hauptbegleiterscheinungen sind kurzer Starkregen (Mengen von lokal bis zu 10 l/m² in kurzer Zeit) sowie vereinzelte Windböen bis 50 km/h. Ab dem Nachmittag des 16.09.2026 sinkt die Gewitterwahrscheinlichkeit durch die einströmende kühlere und stabilere Luftmasse fast vollständig auf unter 5 %.

Gewitterwahrscheinlichkeit am 17.09.2026: Für den gesamten Donnerstag zeigen sämtliche betrachteten Modelle (ECMWF, GFS, ICON, GEM, NAVGEM) keinerlei labilisierende Signale. Die CAPE-Werte sinken flächendeckend auf 0 J/kg. Die herannahenden dichteren Wolkenfelder und leichten Niederschläge am Nachmittag sind rein stratiformer Natur und an flache, frontale Wellen gebunden. Die Gewitterwahrscheinlichkeit am 17.09.2026 liegt somit in der gesamten Pfalz bei nahezu 0 %.

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