Das Wetter in der Pfalz am 5.08.2026 und 6.08.2026

Detaillierter und umfassender synoptische Wetterbericht für die Pfalz am 5.08.2026 und 6.08.2026, basierend auf der Zusammenschau der führenden Globalmodelle (ECMWF, AIFS, GFS, GEM, ICON, NAVGEM, ARPEGE) und Regionalmodelle (ICON-D2, WRF).

Mittwoch, 05.08.2026

Morgen
In den frühen Morgenstunden beruhigt sich das Wetter nach der nächtlichen Passage einer instabilen Konvektionslinie allmählich. Die hochauflösenden Regionalmodelle (ICON-D2 und WRF) zeigen das Abziehen der letzten Schauerreste in Richtung Nordosten. Es ist verbreitet gering bewölkt oder klar, wobei sich in den Tälern des Pfälzerwaldes sowie entlang des Rheins lokale Frühnebelfelder bilden können, die sich jedoch rasch auflösen. Der Luftdruck liegt stabil bei etwa 1014 bis 1016 hPa. Die Temperaturen starten auf einem sehr milden Niveau zwischen 17 °C und 20 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit ist mit 80 bis 90 % anfänglich hoch, und die Taupunkte liegen bei drückenden 16 bis 18 °C. Der Wind weht schwach aus südwestlicher Richtung.

Vormittag
Im weiteren Verlauf des Vormittags setzt sich rasch strahlender Sonnenschein durch. Das KI-gestützte Modell AIFS sowie das europäische ECMWF stützen ein großräumiges Absinken der Luftmassen, wodurch die Bewölkung bis auf wenige flache Cumulus-Wolken aufgelöst wird. Der Luftdruck sinkt im Tagesverlauf durch die tageszeitliche Erwärmung minimal. Die Sonne scheint ungehindert, was die Temperaturen rasch auf 24 °C bis 27 °C ansteigen lässt. Die Luftfeuchtigkeit sinkt im Gegenzug auf rund 60 %, während die Taupunkte konstant im schwülen Bereich um 17 °C verharren. Der Wind bleibt schwach bis mäßig aus Südwesten.

Nachmittag
Am Nachmittag erreicht die Hitzewelle ihren Höhepunkt. Die Höchsttemperaturen klettern auf hochsommerliche 29 °C bis 34 Grad Celsius. Während ARPEGE, GFS und GEM ein weitgehend trockenes Szenario über der Vorderpfalz favorisieren, deuten WRF und ICON-D2 die Bildung von isolierten Quellwolken über dem Pfälzerwald an. Die Luftfeuchtigkeit geht auf Werte um 45 bis 50 % zurück. Aufgrund der extremen Einstrahlung und der feuchtheißen Luftmasse fühlt es sich jedoch deutlich schwüler an. Der Bodendruck stabilisiert sich im Bereich von 1012 hPa. Der Wind frischt im Mittel nur leicht auf, kann aber in der Nähe von Bergen durch thermische Ablösungen leicht böig werden.

Abend
Am Abend bleibt es zunächst lange hell, sonnig und sehr warm bei Temperaturen um 25 °C bis 28 °C. Die Modelle NAVGEM und GFS stützen das Szenario, dass die Pfalz im direkten Einflussbereich einer flachen Hochdruckbrücke verbleibt und die stärkste Gewitteraktivität nordöstlich und südlich an der Region vorbeigeleitet wird. Dennoch steigt die Luftfeuchtigkeit mit sinkender Sonne wieder auf über 65 % an. Die Taupunkte bleiben mit 16 °C unangenehm hoch. Der Wind dreht allmählich auf West bis Nordwest und weht schwach bis mäßig.

Nacht
Die Nacht zum Donnerstag verläuft nach allen Modellen (insbesondere ECMWF und ICON) weitgehend sternenklar und niederschlagsfrei. Es kühlt auf Tiefstwerte von 17 °C in den Städten entlang des Rheins und bis zu 13 °C in höheren Muldenlagen des Pfälzerwaldes ab. Nebelfelder sind aufgrund der trockeneren Luftadvektion in der Höhe kaum zu erwarten. Die Luftfeuchtigkeit steigt radiationsbedingt auf 80 % an, der Luftdruck beginnt durch ein herannahendes Zwischenhoch aus Westen leicht zu steigen (auf etwa 1017 hPa).

Donnerstag, 06.08.2026

Morgen
Der Donnerstagmorgen beginnt in der gesamten Pfalz sehr frisch, klar und wolkenlos. Nebel bildet sich aufgrund der abgetrockneten Luftmasse nur sehr vereinzelt an Gewässern. Die Tiefsttemperaturen bewegen sich im Bereich von 12 °C bis 15 °C. Der Luftdruck verzeichnet einen moderaten Anstieg auf rund 1018 hPa. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt am Morgen bei etwa 75 bis 80 %, sinkt aber mit den ersten Sonnenstrahlen rasant. Der Taupunkt ist spürbar gesunken und liegt nun bei angenehmen 10 °C bis 12 °C, womit die Schwüle vollständig ausgeräumt ist. Der Wind weht schwach aus westlichen Richtungen.

Vormittag
Der Vormittag präsentiert sich von seiner freundlichen und stabilen Seite. Das globale ICON-Modell und das AIFS-Modell zeigen einheitlich ein Maximum an Sonnenschein bei nur minimaler Schleierbewölkung. Die Temperaturen steigen kontinuierlich an und erreichen bis zum Ende des Vormittags etwa 21 °C bis 24 °C. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf komfortable 55 %. Der Luftdruck erreicht mit 1019 hPa seinen vorläufigen Scheitelpunkt. Ein mäßiger Westwind sorgt für eine angenehme Durchmischung der Luftmasse.

Nachmittag
Am Nachmittag stellt sich ein klassisches, mitteleuropäisches Sommerwetter ein. Es bleibt landesweit heiter bis sonnig, höchstens dekorative Flachgaucheln (Cumulus humilis) ziehen über den Pfälzerwald. Die Höchsttemperaturen erreichen sehr angenehme, weniger heiße 25 °C bis 28 Grad Celsius. Die relative Luftfeuchtigkeit pendelt sich bei trockenen 45 bis 50 % ein. Dank der niedrigen Taupunkte von weiterhin unter 12 °C empfindet man das Wetter als sehr angenehm und keineswegs drückend. Der Wind weht mäßig aus West bis Nordwest, im Bergland sind einzelne Böen bis zu 35 km/h möglich.

Abend
Zum Abend hin fallen die Quellwolken komplett in sich zusammen und hinterlassen einen makellos klaren Himmel. Die Temperaturen sinken zügig auf Werte zwischen 18 °C und 22 °C. Der Luftdruck verharrt stabil auf hohem Niveau um 1018 hPa. Die Luftfeuchtigkeit nimmt sachte wieder zu und erreicht Werte um 65 %. Der Wind flaut spürbar ab und dreht auf nordwestliche Richtungen.

Nacht
Die Nacht zum Freitag verläuft absolut störungsfrei, sternenklar und trocken. Durch die wolkenfreie Atmosphäre und die trockene Luftmasse kann der Boden stark ausstrahlen. Die Temperaturen sinken auf erfrischende 11 °C bis 14 °C, in den Tälern des Pfälzerwaldes sind lokal sogar einstellige Minima denkbar. Die Luftfeuchtigkeit erreicht in den frühen Morgenstunden Maxima von 85 %, die Nebelneigung bleibt jedoch sehr gering. Der Luftdruck bleibt hoch und der Wind schläft nahezu vollständig ein.

Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten

Die Gewitterlage für den Zeitraum vom 5.08. bis 06.08.2026 zeigt in den Berechnungen der verschiedenen Modellklassen eine deutliche Entspannung für den Raum der Pfalz.

Am Mittwoch (5.08.) liegt die Pfalz in einer hochgradig energetischen, aber synoptisch gedeckelten Luftmasse. Die globalen Modelle (GFS, ECMWF, GEM) berechnen zwar im Vorfeld einer Kaltfront moderate bis hohe bodennahe Instabilitätswerte (CAPE-Werte von 600 bis 1200 J/kg) und hohe Taupunkte um 17 °C, allerdings fehlt es an einem entscheidenden Hebungsantrieb im Bereich der Pfalz. Das hochauflösende ICON-D2 und das WRF-Modell simulieren die Auslöse von schweren, unwetterartigen Gewittern primär in zwei separaten Schwerpunkten: Einerseits über den Mittelgebirgen im Norden und Osten Deutschlands, andererseits orographisch getriggert direkt an den Alpen und im südlichen Baden-Württemberg. Für die Pfalz wird die explizite Gewitterwahrscheinlichkeit am Nachmittag und Abend auf lediglich 15 % taxiert. Sollte sich wider Erwarten eine isolierte Wärmegewitterzelle über dem Pfälzerwald entwickeln (ein Restrisiko, das WRF andeutet), besteht aufgrund der hohen Feuchte lokal die Gefahr von heftigem Starkregen (bis zu 25 l/m² in kurzer Zeit) und kleinkörnigem Hagel. Die Regenmenge bleibt im Flächenmittel der Pfalz jedoch bei 0 mm, da die Zellen extrem lokal begrenzt bleiben.

Am Donnerstag (06.08.) sinkt die Gewitterwahrscheinlichkeit in der gesamten Pfalz auf praktisch 0 %. Durch den erfolgten Luftmassenaustausch in der Nacht sickert kühlere und vor allem deutlich trockenere Pazifikluft ein, was sich in den stark sinkenden Taupunkten widerspiegelt. Die thermodynamische Schichtung der Atmosphäre ist durch ein einsickerndes Zwischenhoch massiv stabilisiert. Es ist keinerlei konvektive Energie (CAPE) mehr vorhanden. Weder die globalen Vorhersagesysteme wie NAVGEM, ARPEGE oder das KI-Modell AIFS noch die regionalen Modelle zeigen Signale für signifikante Vertikalbewegungen oder Niederschlagssignale. Die Pfalz verbleibt somit absolut gewitter- und niederschlagsfrei.

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