Die Wetterlage für die Pfalz präsentiert sich am Dienstag, den 7.07.2026, durch den Einfluss eines abziehenden Skandinavientiefs zweigeteilt und stark dynamisch, bevor sich am Mittwoch, den 8.07.2026, zunehmend der Zwischenhocheinfluss durchsetzt. Die numerischen Wettervorhersagemodelle ARPEGE, GFS, GEM, ICON-D2, WRF, NAVGEM und das ECMWF zeigen hierbei einen markanten Wetterwechsel.
Dienstag, 07.07.2026
Am Morgen zeigt sich das Wetter in der Pfalz überwiegend stark bewölkt. Die Luftfeuchtigkeit ist in den frühen Stunden noch relativ hoch und liegt bei etwa 55 bis 60 Prozent. Die Temperaturen bewegen sich nach einer frischen Nacht auf Werte um 18 °C zu, wobei der Taupunkt in Bodennähe bei 9 bis 11 °C rangiert. Der Luftdruck ist leicht fallend auf etwa 1014 hPa. Der Wind weht schwach bis mäßig aus westlicher Richtung. Nebel ist vor allem in den Tälern und Mulden des Pfälzerwaldes lokal als flacher Frühnebel möglich, der sich aber rasch auflöst.
Der Vormittag bringt einen zögerlichen Temperaturanstieg auf 23 bis 25 °C. Die Bewölkung lockert nur sehr zögerlich auf, wobei die regionalen hochauflösenden Modelle ICON-D2 und WRF vor allem in Nord-RLP geringen schauerartigen Regen simulieren, der die Pfalz aber meist nur streift. Die Luftfeuchtigkeit sinkt spürbar ab. Der Wind frischt böig aus westlichen Richtungen auf, mit einzelnen Windgeschwindigkeiten zwischen 35 und 45 km/h.
Am Nachmittag erreichen die Höchstwerte in der Pfalz, insbesondere in der Vorderpfalz und am Oberrhein, hochsommerliche 28 bis 30 °C. Die Sonne setzt sich zeitweise durch, auch wenn dichtere Quellwolkenfelder den Himmel zeitweise dominieren. Die Luftfeuchtigkeit sinkt in der trockenen, erwärmten Luft auf Werte um 25 bis 30 Prozent, und der Taupunkt klettert auf unangenehmere Werte um 14 bis 16 °C. Der Westwind bleibt mäßig bis stark böig.
Am Abend ist es verbreitet heiter bis wolkig. Die Temperaturen gehen von den Höchstwerten langsam zurück und erreichen gegen 20:00 Uhr noch 27 °C, um sich bis 22:00 Uhr auf 24 °C abzukühlen. Der Wind dreht auf Nordwest und flaut zusehends ab. Die Regenwahrscheinlichkeit bleibt landesweit bei unter 10 Prozent.
In der Nacht zum Mittwoch kühlt sich die Luft bei einem klaren bis leicht bewölkten Himmel weiter auf Tiefstwerte zwischen 16 und 18 °C ab. Der Wind weht nur noch schwach aus nordwestlichen Richtungen und die Luftfeuchtigkeit steigt sukzessive an.
Mittwoch, 08.07.2026 [1]
Der Morgen des Mittwochs zeigt sich vielerorts klar oder nur locker bewölkt. Die Temperaturen liegen frisch bei 16 bis 18 °C. Die Luftfeuchtigkeit ist durch die nächtliche Abkühlung auf bis zu 70 Prozent angestiegen. Nebel ist in den Morgenstunden nur sehr vereinzelt und kurzzeitig in feuchten Niederungen des Pfälzerwalds ein Thema, da die Durchmischung durch den leichten Wind aus Nordwest (ca. 5 bis 10 km/h) dies weitgehend verhindert. Der Luftdruck beginnt zu steigen.
Am Vormittag geht es sehr sonnig weiter. Die Temperaturen steigen rasch an und erreichen bis zum Mittag bereits Werte zwischen 21 und 23 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit geht auf etwa 60 Prozent zurück. Der Wind dreht von Nordwest auf nördliche Richtungen und bleibt schwach.
Der Nachmittag bringt hochsommerliches Wetter mit viel Sonnenschein und nur lockeren, weißen Quellwolken. Die Höchstwerte liegen in der Pfalz bei 25 bis 27 °C. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf angenehme 45 bis 50 Prozent, der Taupunkt liegt bei etwa 13 °C. Der Luftdruck klettert weiter auf etwa 1018 hPa.
Am Abend zeigt sich die Pfalz wolkenlos oder heiter. Die Temperaturen fallen sehr allmählich und erreichen gegen 20:00 Uhr noch 24 °C. Der Wind weht schwach aus nördlichen Richtungen und es herrscht eine sehr trockene und stabile Luftmasse.
In der Nacht zum Donnerstag klart der Himmel weiter auf. Die Temperaturen sinken deutlich ab auf angenehme 15 bis 16 °C im Tiefland. Der Wind weht nur noch als laues Lüftchen aus Nord.
Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten
Die prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten für die Pfalz am Dienstag und Mittwoch zeigen eine deutliche regionale und zeitliche Differenzierung, wenn man die Daten von ARPEGE, GFS, ICON-D2, WRF und ECMWF auswertet:
Am Dienstag verbleibt die Pfalz in einer labil geschichteten Luftmasse am Rande des Tiefdruckkomplexes im Nordosten und dem sich aufbauenden Hochdruckgebiet im Südwesten. Die großräumigen Modelle wie GFS und ECMWF deuten auf eine geringe bis mäßige CAPE-Werte (Konvektive verfügbare potentielle Energie) hin. Dennoch fehlt der Vorstoß einer markanten Kaltfront, und die Absinkinversion ist in mittleren troposphärischen Schichten relativ stark ausgeprägt. Daher ist das Gewitterrisiko am Dienstag als gering einzustufen. Die Wahrscheinlichkeit für isolierte Hitzegewitter im Tagesverlauf über den Bergen des Pfälzerwaldes liegt bei etwa 15 bis 20 Prozent, während es in der Rheinebene praktisch gewitterfrei bleibt. Die Modelle deuten eher auf konvektive Bewölkung als auf organisierte Gewitter hin.
Am Mittwoch ist die Gewitterwahrscheinlichkeit landesweit nahezu auf null gesunken. Das europäische Modell (ECMWF) und das deutsche ICON-D2 berechnen eine deutliche Stabilisierung der Luftmassen durch das nachrückende Hochdruckgebiet. Die Feuchte in der Troposphäre nimmt ab, und es sind keine ausreichenden Hebungsprozesse vorhanden. Die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung von Gewittern oder Schauern liegt am gesamten Mittwoch bei unter 5 Prozent.