Das Wetter in Westheim, Lingenfeld und Lustadt in der Pfalz, 15.09.2026 bis 16.09.2026

Synoptischer Wetterbericht für die rheinland-pfälzischen Nachbargemeinden Westheim, Lingenfeld und Lustadt in der Südpfalz.

Die Analyse basiert auf einer Synthese der globalen und hochauflösenden Regionalmodelle ECMWF, AIFS, GFS, GEM, ICON, NAVGEM, ARPEGE sowie den feinmaschigen WRF und ICON-D2.

Dienstag, 15.09.2026 – Spätsommerlicher Wärmehöhepunkt vor der Kaltfront

Morgen
In den frühen Morgenstunden dominiert in der Pfalz noch schwacher Hochdruckeinfluss. Es bildet sich gebietsweise dichter Nebel oder Dunst, insbesondere in den flussnahen Niederungen um Lingenfeld. Die Sichtweiten können lokal unter 150 Meter sinken. Die relative Luftfeuchtigkeit ist mit 90 bis 95 Prozent sehr hoch. Die Temperaturen bewegen sich im kühlen Bereich zwischen 14 und 16 Grad bei einem Taupunkt von 13 Grad. Der Luftdruck ist stabil und liegt bei etwa 1016 Hektopascal. Der Wind weht kaum wahrnehmbar aus südlichen Richtungen.

Vormittag
Mit fortschreitender Sonneneinstrahlung löst sich der Nebel rasch auf. Die hochauflösenden Modelle ICON-D2 und WRF zeigen einen raschen Übergang zu einem wolkenarmen, sonnigen Himmel über Lustadt und Westheim. Die Luftfeuchtigkeit sinkt spürbar auf 70 Prozent. Die Temperaturen klettern dynamisch auf Werte um 20 bis 23 Grad, während der Wind leicht aufbrise und auf Südwest dreht.

Nachmittag
Die Modelle ECMWF, AIFS und GFS prognostizieren das Erreichen des spätsommerlichen Temperaturhöhepunkts. Die Thermometer steigen auf Höchstwerte zwischen 26 und 27 Grad, lokal sind bis zu 28 Grad möglich. Es ist verbreitet sonnig mit lockeren Quellwolken am Horizont. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht ihr Tagesminimum bei etwa 45 bis 50 Prozent, der Taupunkt liegt bei angenehmen 12 Grad. Der Wind weht mäßig aus Südwest mit Geschwindigkeiten um 10 bis 15 Kilometer pro Stunde.

Abend
Zum Abend hin beginnt der Luftdruck von Nordwesten her leicht zu fallen (auf ca. 1013 Hektopascal), da sich eine markante Kaltfront nähert. Die Bewölkung verdichtet sich von Westheim bis Lustadt zusehends. Die Temperaturen gehen langsam auf 21 bis 23 Grad zurück. Die Luftfeuchtigkeit steigt wieder an und liegt bei rund 65 Prozent. Es bleibt vorerst noch trocken.

Nacht
In der Nacht zum Mittwoch bricht der Hochdruckeinfluss komplett zusammen. Die Kaltfront greift auf die Pfalz über, und die Modelle ARPEGE und GEM simulieren das Aufziehen von schauerartigem, teils kräftigem Regen. Die Niederschlagsmengen summieren sich in der ersten Phase auf 2 bis 5 Liter pro Quadratmeter. Der Wind dreht auf West und frischt merklich auf, wobei in Böen Geschwindigkeiten von 35 bis 50 Kilometer pro Stunde erreicht werden. Die Temperaturen sinken auf Tiefstwerte von 15 bis 12 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent.

Mittwoch, 16.09.2026 – Postfrontale Abkühlung und unbeständiges Wetter

Morgen
Der Mittwochmorgen startet verbreitet trüb und nass. Die Kaltfront zieht langsam ab, hinterlässt jedoch dichte Wolkenfelder und anhaltenden leichten Regen. Das ICON-Modell berechnet weitere 1 bis 3 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt bei 90 Prozent. Die Temperaturen verharren aufgrund der eingeflossenen polaren Meeresluft bei kühlen 13 bis 15 Grad. Der Luftdruck hat sich bei etwa 1010 Hektopascal eingependelt.

Vormittag
Am Vormittag klingen die Regenfälle allmählich ab, doch die Wolkendecke bleibt über Lingenfeld, Westheim und Lustadt geschlossen. Örtlich bilden sich postfrontale Dunst- und Hochnebelfelder. Der Wind weht mäßig, in Böen frisch aus westlichen Richtungen. Die Temperaturen steigen nur zögerlich auf rund 17 Grad an, und der Taupunkt sinkt auf kühlere 9 Grad.

Nachmittag
In der zweiten Tageshälfte stellt sich wechselhaftes Rückseitenwetter ein. Es kommt zu einem Mix aus kurzen sonnigen Abschnitten und dichteren Wolkenfeldern. Die Modelle GFS und NAVGEM prognostizieren vereinzelte, kurze Nachregenschauer, wobei die Regenmengen mit unter 0,5 Liter pro Quadratmeter gering bleiben. Die Höchsttemperaturen erreichen mäßig warme 20 bis 21 Grad. Die relative Luftfeuchtigkeit pendelt sich bei 65 Prozent ein. Der Westwind bleibt spürbar und böig.

Abend
Am Abend stabilisiert sich die Atmosphäre zunehmend. Die Wolkenlücken werden größer, und das Schauerrisiko sinkt gegen null. Die Temperaturen fallen rasch auf 16 bis 14 Grad ab. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt an und erreicht Werte um 75 Prozent. Der Wind flaut spürbar ab und dreht auf Nordwest.

Nacht
Die Nacht zum Donnerstag verläuft unter schwindendem Wind und zunehmendem Aufklaren größtenteils sternenklar. Durch die postfrontale Ausstrahlung kühlt es in den drei Pfälzer Gemeinden stark ab. Die Tiefsttemperaturen sinken auf herbstliche 8 bis 9 Grad. In Bodennähe kann es stellenweise noch kälter werden. Aufgrund der Restfeuchte bildet sich in den Morgenstunden erneut dichter Nebel.

Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten

Die synoptische Konstellation im Übergang vom 15. auf den 16. September zeigt ein erhöhtes Potenzial für konvektive Umlagerungen, da die einströmende Kaltfront auf die tagsüber stark erwärmte und mäßig feuchte Luftmasse im Südwesten trifft.

Am Dienstagnachmittag und -abend bleibt das Gewitterrisiko in Westheim, Lingenfeld und Lustadt zunächst sehr gering (unter 10 Prozent). Die Modelle zeigen, dass die stärkste Labilität und Hebung zu dieser Zeit noch weiter nordwestlich über dem Niederrhein und Teilen Hessens liegen. Die Schichtung in der Pfalz ist tagsüber durch eine schwache Absinkinversion in der Höhe gedeckelt.

In der Nacht zum Mittwoch (insbesondere zwischen 23:00 Uhr und 03:00 Uhr) steigt die Gewitterwahrscheinlichkeit mit dem Eintreffen der Kaltfront steil auf 40 bis 50 Prozent an. Die hochauflösenden Regionalmodelle (WRF und ICON-D2) deuten an, dass die Front mit einer linienhaften Anordnung von Schauern und eingelagerten, kurzen Gewittern die Pfalz überquert. Da die Scherungswerte (Windveränderung mit der Höhe) moderat ausgeprägt sind, besteht ein Potenzial für organisierte Konvektion. Lokal kann es dabei zu Starkregen mit Intensitäten von bis zu 15 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen (bis Windstärke 7 oder 8) kommen. Eine großräumige Unwetterlage wird von den Modellen ECMWF und GFS für die Südpfalz jedoch nicht simuliert, da die Hauptenergie flussaufwärts nach Osten abgedrängt wird.

Am Mittwoch sinkt die Wahrscheinlichkeit für Gewitter postfrontal drastisch auf unter 5 Prozent. Die atmosphärische Schichtung stabilisiert sich hinter der Front nachhaltig, und die für Gewitter notwendige thermische Energie (CAPE) wird durch die abgekühlte Luftmasse komplett abgebaut.

Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert