Das Wetter in der Pfalz, 10.07.2026 bis 11.07.2026

Freitag, 10. Juli 2026

Morgen
Der Freitagmorgen in der Pfalz startet unter dem dominierenden Einfluss von Hoch Klaus wolkenlos und absolut niederschlagsfrei. Bodennah zeigt sich die Luftmasse trocken, weshalb das hochauflösende ICON-D2 und das WRF keinerlei Nebel- oder Hochnebelbänke in den Tälern des Pfälzerwaldes simulieren. Die Temperaturen bewegen sich in den frühen Morgenstunden in den Senken und Bergen um moderate 13 bis 15 Grad, während es in Ballungsräumen wie Ludwigshafen entlang des Rheingrabens mit bis zu 18 Grad bereits spürbar milder ist. Der Taupunkt liegt bei kühlen 8 bis 11 Grad, was für eine angenehme, überhaupt nicht schwüle Luftfeuchtigkeit von etwa 65 bis 75 Prozent sorgt. Der Luftdruck liegt stabil bei hohen 1022 Hektopascal (hPa). Ein schwacher Wind weht mit 5 bis 10 km/h aus nordöstlicher Richtung.

Vormittag
Bis zum späten Vormittag setzt sich der strahlende Sonnenschein ungehindert fort. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt durch die starke Einstrahlung rasch auf Werte um 45 Prozent ab. Die Temperaturen steigen rasant an und erreichen gegen 11 Uhr bereits verbreitet 22 bis 26 Grad. Alle betrachteten Modelle – von den Globalmodellen ECMWF, GFS, GEM bis zum französischen ARPEGE – prognostizieren eine wolkenfreie Atmosphäre mit einer maximalen Sonnenscheindauer. Der Wind frischt nur minimal auf, kommt weiterhin stetig aus Nordost und der Luftdruck verbleibt auf einem konstant hohen Niveau von 1021 hPa.

Nachmittag
Am Nachmittag entfaltet die einströmende Warmluft aus Frankreich ihre volle Wirkung. Das Thermometer klettert in der Westpfalz und im Pfälzerwald auf heiße 28 bis 31 Grad, in der sonnenverwöhnten Vorderpfalz werden Spitzenwerte von bis zu 34 Grad gemessen. Der Himmel präsentiert sich weitgehend stahlblau, wobei das GFS-Modell über den Bergen vereinzelte, harmlose Flachguben (Humilis-Quellwolken) andeutet. Die Luft ist extrem trocken; die Luftfeuchtigkeit sackt auf Wüsten-ähnliche 25 bis 30 Prozent ab. Die Taupunkte bleiben mit 10 bis 12 Grad im sehr komfortablen Bereich, sodass die Hitze trocken und gut verträglich ausfällt. Es weht ein mäßiger Nordostwind mit Spitzenböen von bis zu 25 km/h.

Abend
Der Abend bringt keinerlei Wetteränderung. Die Sonne scheint ungehindert bis zum Horizontuntergang, und es bleibt absolut trocken. Der Wind schläft allmählich ein und dreht auf östliche Richtungen. Die Temperaturen sinken nur langsam und liegen um 22 Uhr in der gesamten Region noch zwischen warmen 21 und 25 Grad. Der Luftdruck tendiert mit 1019 hPa minimal nach unten. Nebelfelder oder feuchte Luftansammlungen sind aufgrund der anhaltenden Trockenheit vollständig ausgeschlossen.

Nacht
Die Nacht zum Samstag verläuft durchgehend sternenklar und niederschlagsfrei. Die Abkühlung schreitet wegen der trockenen Luftmasse gut voran. In den Tallagen des Pfälzerwaldes sinken die Werte auf angenehme 13 Grad, während es im städtisch geprägten Rheingraben bei Tiefstwerten um 18 Grad spürbar wärmer bleibt. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt in den frühen Morgenstunden aufgrund der Abkühlung wieder auf etwa 70 Prozent an. Der Taupunkt verändert sich kaum und verweilt bei Werten um 11 Grad. Es herrscht nahezu Windstille.


Samstag, 11. Juli 2026

Morgen
Der Samstagmorgen präsentiert sich erneut makellos. Keine Wolke trübt den Himmel, und Nebel ist für die regionalen Modelle wie das ICON-D2 aufgrund der aufgeheizten und trockenen Vorgeschichte absolut kein Thema. Die Starttemperaturen liegen um 8 Uhr bereits im Bereich von 16 bis 20 Grad. Der Taupunkt verharrt bei etwa 11 bis 13 Grad, die relative Luftfeuchtigkeit beträgt rund 60 Prozent. Der Luftdruck stabilisiert sich bei 1018 hPa, und ein kaum wahrnehmbarer Windhauch kommt aus Ost-Nordost.

Vormittag
Am Vormittag setzt eine massive thermische Unterstützung ein. Die Sonne brennt ungehindert auf die Pfalz nieder. Die Luftfeuchtigkeit sinkt bereits wieder unter die 40-Prozent-Marke. Bis zum Mittag springen die Temperaturen in Kaiserslautern auf 27 Grad, in Landau und Ludwigshafen werden bereits heiße 30 Grad gemeldet. Das kanadische GEM sowie das amerikanische NAVGEM stimmen mit den europäischen Modellen überein, dass eine feuchte Luftzufuhr komplett blockiert ist. Der Wind weht schwach aus Nordost.

Nachmittag
Der Samstagnachmittag markiert den vorläufigen Höhepunkt dieser hochsommerlichen Phase. Die Höchsttemperaturen erreichen in den höheren Lagen der Pfalz 29 bis 32 Grad. Im Tiefland der Vorderpfalz explodieren die Werte auf extreme Werte zwischen 34 und 36 Grad. Trotz der intensiven Hitze bleibt die Luftmasse extrem trocken mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von unter 25 Prozent. Die Taupunkte bewegen sich zwischen 11 und 14 Grad, was eine drückende Schwüle weitgehend verhindert. Es ist staubtrocken und niederschlagsfrei. Der Wind weht schwach bis mäßig mit einzelnen Böen aus Nordost.

Abend
Auch der Abend des Samstags verläuft bilderbuchhaft und heiß. Um 20 Uhr herrschen in den Biergärten der Pfalz vielerorts noch Temperaturen von 27 bis 31 Grad. Es bilden sich keinerlei nennenswerte Wolkenfelder. Der Luftdruck verharrt stabil bei 1017 hPa. Der Wind flaut ab, und die Luftfeuchtigkeit beginnt mit dem Sinken der Sonne langsam auf 45 Prozent anzusteigen.

Nacht
In der Nacht zum Sonntag bleibt der Himmel über der Pfalz vollkommen klar. Entlang des Rheingrabens deutet sich eine tropische Nacht an, in der die Temperaturen stellenweise nicht unter 20 oder 21 Grad fallen. Im Pfälzerwald ist es mit Tiefstwerten um 14 bis 16 Grad etwas erträglicher. Die Regenmenge beträgt exakt 0 Liter pro Quadratmeter. Die Luftfeuchtigkeit klettert in der feuchteren Grundschicht auf maximal 65 Prozent bei einem unveränderten Taupunkt von 12 Grad.


Analyse der prognostizierten Gewitterwahrscheinlichkeiten

Eine detaillierte Synthese aller sieben Wettermodelle (ECMWF, GFS, GEM, ICON-D2, WRF, NAVGEM, ARPEGE) ergibt für den Zeitraum vom 10.07.2026 bis zum 11.07.2026 eine Gewitterwahrscheinlichkeit von praktisch 0 Prozent für die gesamte Pfalz.

  • Modell-Konsens: Sowohl die hochauflösenden Regionalmodelle (ICON-D2, WRF), die für die kurzfristige Erfassung von Konvektion zuständig sind, als auch die globalen Antriebe zeigen im simulierten Radarbild keinerlei Signale für vertikale Umlagerungen oder Niederschlagsechos.
  • Inversionsdeckel (Cin): Über Mitteleuropa spannt sich ein mächtiges Höhenhoch. Die damit verbundene großräumige Absinkbewegung der Luftmassen (Subsidenz) wirkt wie ein massiver Deckel. Aufsteigende Warmluftpakete werden im Keim erstickt, bevor sie die Kondensationshöhe erreichen können.
  • Mangel an Feuchtigkeit: Für die Entstehung von Wärmegewittern ist eine entsprechend feuchte Luftmasse in den unteren Schichten notwendig. Mit Taupunkten von lediglich 8 bis 14 Grad und einer extrem niedrigen relativen Luftfeuchtigkeit am Nachmittag fehlt den Modellen der nötige „Treibstoff“ (feuchtlabile Energie bzw. CAPE-Werte gehen gegen Null).
  • Fazit: Es herrscht eine sogenannte „konvektive Hemmung“. Trotz der hochsommerlichen Einstrahlung und der extremen Aufheizung des Bodens auf bis zu 36 Grad am Samstag bleibt die Atmosphäre absolut stabil. Blitz und Donner sind im gesamten Vorhersagezeitraum in der Pfalz ausgeschlossen.
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