An den beiden hochsommerlichen Tagen des 11.07.2026 und 12.07.2026 dominiert in der gesamten Pfalz ein stabiles Hochdruckgebiet, das von einem ehemaligen Azorenhoch gespeist wird. Alle führenden Wettermodelle (ECMWF, GFS, GEM, ICON-D2, WRF, NAVGEM und ARPEGE) zeigen eine nahezu deckungsgleiche, hochdruckgeprägte Wetterlage. Es strömt eine sehr trockene und heiße kontinentale Luftmasse aus Nordosten ein, weshalb an beiden Tagen flächendeckend keinerlei Niederschläge oder Gewitter prognostiziert werden.
Samstag, 11.07.2026
Morgen
Der Samstag startet in der gesamten Region strahlend sonnig und absolut wolkenlos. Die nächtliche Abkühlung war moderat, sodass die Temperaturen in den frühen Morgenstunden bei milden 15 °C in den Tälern des Pfälzerwaldes und bis zu 19 °C in der dicht bebauten Vorderpfalz liegen. Durch den anhaltenden Einstrom sehr trockener Luftmassen ist die Bildung von Nebel oder Hochnebel gänzlich ausgeschlossen. Der Wind weht nur schwach aus nordöstlicher Richtung mit Geschwindigkeiten um 5 bis 8 km/h. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt anfangs noch bei rund 60 % bis 67 %, sinkt aber mit der raschen Erwärmung extrem schnell ab. Der Taupunkt bewegt sich im komfortablen Bereich zwischen 10 °C und 12 °C, während der barometrische Luftdruck auf einem stabilen und hohen Niveau von etwa 1022 hPa verweilt.
Vormittag
Bis zum späten Vormittag gewinnt die hochsommerliche Sonne maximale Kraft und sorgt für einen ungehinderten Temperaturanstieg auf Werte zwischen 25 °C und 27 °C. Es gibt am Himmel keinerlei Bewölkung zu sehen. Der Nordostwind frischt nur minimal auf, bleibt aber mit vereinzelten Böen im Bereich von 10 bis 15 km/h kaum spürbar. Die Luftfeuchtigkeit sinkt weiter auf etwa 40 % bis 45 %, was die Wärme trotz des sprunghaften Anstiegs sehr trocken und gut verträglich macht. Die Taupunkte verharren nahezu unverändert niedrig, was die Abwesenheit jeglicher Schwüle unterstreicht, während der Luftdruck minimal auf 1020 hPa nachgibt.
Nachmittag
Am Nachmittag wird der Höhepunkt der Hitzewelle für diesen Tag erreicht. Die Thermometer klettern im Pfälzerwald auf rund 31 °C, während in den tiefen Lagen entlang des Rheins sowie in der Vorderpfalz (beispielsweise im Raum Landau oder Ludwigshafen) schweißtreibende Spitzenwerte von 34 °C bis zu 36 °C gemessen werden. Es herrscht eitel Sonnenschein mit der maximal physikalisch möglichen Sonnenscheindauer. Der Wind behält seine schwache bis mäßige Charakteristik aus Nordost bei. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht ihren Tagesstiefstwert bei extrem trockenen 27 % bis 30 %, wodurch der Taupunkt mit Werten um 9 °C bis 11 °C niedrig bleibt. Der Luftdruck bleibt mit 1018 hPa im weiträumigen Hochdruckbereich stabil.
Abend
Während der Abendstunden geht die Hitze nur sehr zögerlich zurück. Selbst um 20:00 Uhr liegen die Temperaturen in den Ebenen noch bei rund 29 °C und sinken erst bis zum späten Abend auf etwa 24 °C ab. Der Himmel bleibt absolut klar und frei von Quellbewölkung. Der Wind schläft im Laufe des Abends fast vollständig ein und dreht leicht auf östliche Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit erholt sich langsam wieder auf Werte um 40 %. Der Taupunkt verbleibt im einstelligen bis tiefen zweistelligen Bereich und der Luftdruck verharre ruhig auf seinem Vorwert.
Nacht
Die Nacht zum Sonntag verläuft durchgehend sternenklar und trocken. Durch das Fehlen von Wolken kann die Wärme ungehindert in den Weltraum abstrahlen, sodass die Tiefstwerte in den Senken des Pfälzerwaldes auf erfrischende 14 °C absinken, während in den größeren Städten der Rheinebene eine laue Nacht mit Tiefstwerten um 18 °C bis 19 °C bevorsteht. Nebelfelder können sich aufgrund der extrem trockenen Luftmasse nirgends formieren. Der Wind ist nahezu windstill oder weht nur als ein kaum wahrnehmbarer Hauch aus Ost. Die Luftfeuchtigkeit steigt in den kältesten Stunden auf rund 55 % bis 65 % an, während der Taupunkt konstant bleibt und der Luftdruck im Bereich von 1019 hPa verharrt.
Sonntag, 12.07.2026
Morgen
Der Sonntagmorgen präsentiert sich als exakte Kopie des Vortages und beginnt ungetrübt mit viel Sonnenschein. Die Frühwerte bewegen sich zwischen 15 °C im Bergland und 19 °C entlang der Weinstraße. Die Sichtverhältnisse sind ausgezeichnet, es gibt keinerlei Dunst- oder Nebelbildung. Ein schwacher Wind weht weiterhin aus Nordost mit rund 6 bis 10 km/h. Die Luftfeuchtigkeit startet bei rund 58 % und nimmt mit den ersten Sonnenstrahlen rasch ab. Der Taupunkt liegt bei etwa 11 °C und der Luftdruck zeigt sich mit 1020 hPa unverändert kräftig.
Vormittag
Im Verlauf des Vormittags heizt die Sonne die Pfalz erneut intensiv auf. Bis zum Mittag werden bereits verbreitet 26 °C bis 28 °C erzielt. Der Himmel zeigt sich weiterhin in tiefem Azurenblau ohne Wolken. Der Wind bleibt schwach aus nordöstlicher Richtung aktiv. Die Luftfeuchtigkeit fällt zügig unter die 40-Prozent-Marke. Der Taupunkt bewegt sich stabil um 12 °C, was ein trocken-warmes Gefühl ohne jegliche Drücktheit garantiert, während der Luftdruck bei 1019 hPa liegt.
Nachmittag
Am Nachmittag manifestiert sich die hochsommerliche Hitze in vollem Umfang. Das Temperaturniveau bleibt auf einem extrem hohen Niveau und erreicht erneut Maxima von 32 °C in den höheren Lagen und bis zu 35 °C oder örtlich 36 °C in der Vorderpfalz. Gelegentlich zeigen sich über den höchsten Kuppen des Pfälzerwaldes vereinzelte, völlig harmlose Quellwolken (Humilis-Formen), die die Sonne jedoch zu keinem Zeitpunkt ernsthaft verdecken. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordosten mit Geschwindigkeiten um 10 bis 15 km/h. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt auf sehr trockene 28 % bis 33 %. Der Taupunkt verbleibt bei rund 11 °C, weshalb keine nennenswerte Schwüle aufkommt, und der Luftdruck sinkt leicht auf 1017 hPa. [1, 3]
Abend
Auch der Sonntagabend bringt zunächst kaum Abkühlung, sodass die Temperaturen nach Sonnenuntergang noch lange Zeit über der 25-Grad-Marke verweilen. Eventuell am Nachmittag entstandene, flache Quellwolken fallen rasch in sich zusammen und hinterlassen einen vollkommen klaren Abendhimmel. Der Wind flaut spürbar ab und weht nur noch schwach aus wechselnden, meist östlichen Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit beginnt wieder auf etwa 45 % zu klettern, der Taupunkt bleibt unverändert und der Luftdruck stabilisiert sich auf dem nachmittäglichen Niveau.
Nacht
In der Nacht zum Montag bleibt es durchgehend trocken und wolkenlos. Die Temperaturen sinken bis zu den frühen Morgenstunden auf Werte zwischen 16 °C im Pfälzerwald und bis zu 20 °C in den urbanen Ballungsräumen, was lokal für eine tropische Nacht sorgen kann. Nebel bildet sich auch in dieser Nacht aufgrund der herrschenden Trockenheit nicht. Der Wind schläft fast vollständig ein. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht bedingt durch die nächtliche Abkühlung Werte von etwa 60 %, die Taupunkte verharren konstant und der Luftdruck verbleibt auf einem soliden Hochdruckniveau von 1018 hPa.
Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten
Bezüglich der Gewittergefahr herrscht in allen relevanten numerischen Wettervorhersagemodellen für das gesamte Wochenende in der Pfalz absolute Einigkeit.
Sowohl die hochauflösenden Regionalmodelle wie das ICON-D2 und das WRF als auch die globalen Modelle ECMWF, GFS, GEM, ARPEGE und NAVGEM berechnen die Gewitterwahrscheinlichkeit für den 11.07.2026 und den 12.07.2026 mit exakt 0 %.
Die meteorologische Ursache für dieses minimale Risiko liegt im dominierenden Hochdruckkern. Dieser induziert großräumige Absinkbewegungen (Subsidenz) in der Atmosphäre. Das Absinken der Luft bewirkt eine starke Wolkenauflösung und führt zu einer markanten Absinkinversion in den mittleren Atmosphärenschichten. Diese Inversion wirkt wie ein massiver „Deckel“ auf die Troposphäre und unterdrückt jegliche vertikale Konvektion (Aufwärtsbewegungen der Luft).
Zusätzlich führt die anhaltende Nordost- bis Ostströmung extrem trockene kontinentale Luftmassen heran. Für die Entstehung von Wärmegewittern ist eine ausreichend hohe Grundschichtfeuchtigkeit zwingend erforderlich, die sich in hohen Taupunkten (meist über 16 °C) und einer hohen auslösbaren Energie (CAPE – Convective Available Potential Energy) widerspiegelt. Die Modelle prognostizieren für die Pfalz an beiden Tagen jedoch extrem niedrige Taupunkte von lediglich 9 °C bis 12 °C. Die berechneten CAPE-Werte liegen infolgedessen flächendeckend bei 0 J/kg. Da somit weder die energetischen Voraussetzungen (Fehlen von Feuchtigkeit und Labilität) noch die dynamischen Hebungsantriebe gegeben sind, sind unwetterartige Entwicklungen, Starkregen oder Hagel an diesem Wochenende im gesamten Vorhersagegebiet der Pfalz absolut ausgeschlossen. Erst zur Mitte der Folgewoche deutet sich laut dem Deutschen Wetterdienst ein steigendes Gewitterrisiko an.