Das Wetter in der Pfalz, 14.07.2026 bis 15.07.2026

Hier ist der detaillierte und umfassende Wetterbericht für die Pfalz am 14.07.2026 und 15.07.2026. Der Bericht synthetisiert die aktuellen Berechnungen der gefragten Wettermodelle ARPEGE, AIFS, GFS, GEM, ICON-D2, WRF, NAVGEM und ECMWF.

Wetterbericht für Dienstag, den 14.07.2026

Morgen
Der Tag startet in der gesamten Pfalz unter dem Einfluss einer heißen, nordöstlichen Strömung. Die Frühwerte liegen bereits bei tropischen 18 bis 21 Grad. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 55 bis 62 % für die frühen Stunden mäßig, während die Taupunkte mit 11 bis 13 Grad noch im angenehmen Bereich liegen. Nebelfelder bilden sich aufgrund der nächtlichen Einstrahlung und der relativ trockenen Grundschicht kaum aus; lediglich in schattigen Tälern des Pfälzerwaldes kann es zu kurzen Sichtbehinderungen kommen. Der Luftdruck ist stabil und liegt bei etwa 1016 hPa. Ein schwacher Wind weht mit 7 bis 9 km/h aus Nordost.]

Vormittag
Bis zum späten Vormittag heizt sich die Luft rasant auf 25 bis 28 Grad auf. Der Himmel zeigt sich meist wolkenlos oder nur schwach mit Quellwolken (Cumulus humilis) dekoriert. Die Sonne scheint ungehindert, was zu einem sehr hohen UV-Index von 8 führt. Der Luftdruck sinkt durch die starke thermische Erwärmung leicht ab. Die relative Luftfeuchtigkeit geht auf Werte um 45 % zurück, während der Nordostwind unverändert schwach bleibt.

Nachmittag
Am Nachmittag wird der Höhepunkt der Hitzewelle mit Extremwerten von 32 bis 35 Grad erreicht, lokal sind in der Rheinebene (wie um Landau oder Germersheim) bis zu 36 Grad möglich. Die Taupunkte schießen sprunghaft auf 16 bis 19 Grad nach oben, wodurch die Luft als extrem schwül und drückend empfunden wird. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt in der trockeneren Luftmasse zwar nominell auf 32 bis 35 %, liefert aber in Kombination mit der Hitze eine enorme energetische Ladung für die Atmosphäre. Der Luftdruck fällt weiter auf etwa 1013 hPa. Der Wind schläft abseits von Schauern fast komplett ein, dreht zunehmend auf unterschiedliche Richtungen oder kommt schwach aus Nord.

Abend
In den Abendstunden wächst das Unwetterpotenzial massiv an. Die Temperaturen gehen nur langsam auf 31 bis 27 Grad zurück. Durch ein heranziehendes, schwaches Höhentief explodieren die zuvor aufgebauten Quellwolken in mächtige Gewitterzellen. Die Luftfeuchtigkeit steigt sprunghaft an. Der Luftdruck wird im Bereich der Gewitterzellen extrem unruhig. Der Wind frischt außerhalb der Zellen kaum auf, mutiert in Gewitternähe jedoch zu schweren Sturmböen.

Nacht
In der Nacht zum Mittwoch kühlt es kaum ab, die Tiefstwerte verharren bei 22 bis 18 Grad (eine klassische tropische Nacht). Die relative Luftfeuchtigkeit steigt auf über 65 % an. Die Gewitteraktivität lässt in der zweiten Nachthälfte allmählich nach, lokal bleibt es aber diffus bewölkt. Der Wind flaut abseits letzter Schauer wieder ab und dreht zurück auf Nordost.

 

Wetterbericht für Mittwoch, den 15.07.2026

Morgen
Der Mittwochmorgen beginnt stark feucht und drückend. Nach den nächtlichen Niederschlägen liegt die Luftfeuchtigkeit bei hohen 60 bis 70 %. Die Temperaturen starten bei 17 bis 19 Grad. Aufgrund der hohen Restfeuchte im Boden und in der bodennahen Luftschicht bilden sich in den Flussniederungen und Waldlagen der Pfalz stellenweise flache Nebelfelder, die sich jedoch nach Sonnenaufgang rasch auflösen. Der Luftdruck stabilisiert sich bei 1015 hPa. Der Wind weht schwach aus Nordost.

Vormittag
Die Nebelfelder weichen schnell einer Mischung aus viel Sonnenschein und harmlosen Quellwolken. Bis zum Mittag klettern die Temperaturen auf 24 bis 27 Grad. Der UV-Index erreicht aufgrund einer dichteren Wolkenstruktur als am Vortag maximale Werte von 4 bis 5. Die relative Luftfeuchtigkeit sinkt auf etwa 55 %, der Taupunkt verharrt im schwülen Bereich um 15 Grad. Der Luftdruck bleibt weitgehend konstant.

Nachmittag
Am Nachmittag stellt sich erneut eine hohe Wärmebelastung ein, wenngleich die absoluten Spitzenwerte des Vortages nicht ganz erreicht werden. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen 28 und 33 Grad. Die relative Luftfeuchtigkeit pendelt sich bei 50 bis 58 % ein. Der Himmel präsentiert sich wechselnd bewölkt mit freundlichen, sonnigen Phasen. Der Wind weht mäßig aus Nordost bis Ost mit Geschwindigkeiten um 12 bis 15 km/h, was für minimale Abkühlung sorgt. Der Luftdruck sinkt im Tagesverlauf geringfügig.

Abend

Der Abend verläuft spürbar ruhiger als der Vorabend. Die Temperaturen sinken bei locker bewölktem Himmel auf 26 bis 22 Grad. Die Luftfeuchtigkeit zieht wieder an und erreicht rasch Werte um 65 %. Der Wind flaut ab und kommt schwach aus nordöstlicher Richtung. Der Luftdruck bleibt stabil bei rund 1014 hPa.

Nacht

Die Nacht zum Donnerstag verläuft weitgehend trocken und gering bewölkt oder klar. Die Temperaturen sinken auf angenehmere 18 bis 14 Grad, wobei es in den höheren Lagen des Pfälzerwaldes am kühlsten wird. Die relative Luftfeuchtigkeit klettert auf über 75 %. Der Luftdruck zeigt sich stabil, und der Wind weht kaum wahrnehmbar aus Nordost.

Detaillierte Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten

Dienstag (14.07.2026): Hohes Unwetterpotenzial am Nachmittag und Abend

Die hochauflösenden Regionalmodelle (ICON-D2 und WRF) sowie die Globalmodelle (ECMWF, AIFS und GFS) zeigen für den Spätnachmittag und Abend eine starke Labilität der Atmosphäre über der Pfalz. Durch die extreme Überhitzung (bis 36 Grad) und den massiven Feuchteeintrag (Taupunkte bis 19 Grad) baut sich eine hohe konvektive Energie (CAPE-Werte teils über 1500 J/kg) auf.

  • Wahrscheinlichkeit: Die prognostizierte Gewitterwahrscheinlichkeit steigt ab ca. 15:00 Uhr lokal auf 40 bis 50 % an.
  • Intensität und Regenmengen: Es besteht eine akute Unwettergefahr. Die Gewitter treten zwar meist lokal und punktuell auf, können sich jedoch aufgrund einer schwachen Höhenströmung kaum von der Stelle bewegen. Dadurch droht heftiger Starkregen mit Regenmengen von 25 bis 40 l/m² innerhalb einer Stunde. Das WRF-Modell simuliert in Spitzen sogar extremen Starkregen von über 40 bis 70 l/m² in kurzen Zeitfenstern, was zu Sturzfluten und überfluteten Kellern führen kann.
  • Begleiterscheinungen: Die Modelle ICON-D2 und ARPEGE rechnen mit Hagelstrukturen von 2 bis 3 cm Durchmesser. Aufgrund der trockenen Grundschicht im Vorfeld ist die Gefahr von schweren Fallböen (Downbursts) hoch; es muss mit Sturmböen oder schweren Sturmböen zwischen 80 und 100 km/h (Bft 9 bis 10) gerechnet werden.

Mittwoch (15.07.2026): Entspannung und isolierte Hitzegewitter

Am Mittwoch bricht die labilschichtige Struktur laut den Modellen GEM, NAVGEM und ECMWF hinter dem abziehenden Höhentief teilweise in sich zusammen. Das Unwetterpotenzial sinkt im Vergleich zum Vortag drastisch.

  • Wahrscheinlichkeit: Die Gewitterwahrscheinlichkeit ist am Nachmittag mit 10 bis 15 % als gering einzustufen.
  • Intensität und Regenmengen: Sollte sich ein isoliertes Hitzegewitter – bevorzugt über dem ansteigenden Gelände des Pfälzerwaldes – entwickeln, ist die Zuggeschwindigkeit höher als am Vortag. Die Regenmengen deckeln sich im Regelfall bei 15 bis 25 l/m² in einer Stunde.

Begleiterscheinungen: Schwere Sturmböen sind kaum noch zu erwarten. In Zellencharakteristik sind maximal stürmische Böen um 70 km/h (Bft 8) sowie kleinkörniger Hagel unter 1 cm Durchmesser möglich. Großflächige Unwettergefahren werden von keinem der gängigen Modelle gestützt.

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