Das Wetter in der Pfalz, 18.07.2026 bis 19.07.2026

Die Großwetterlage in der Pfalz stabilisiert sich nach den jüngsten Unwettern spürbar, da eine kühlere und trockenere Luftmasse aus Nordwesten einströmt und die schwüle Gewitterluft nach Südosten abdrängt. Die führenden Wettermodelle wie ECMWF, AIFS, GFS, GEM, ICON-D2, ARPEGE, WRF und NAVGEM zeigen für das Wochenende eine einheitliche Tendenz zu deutlich angenehmeren, sommerlichen Bedingungen mit nur noch geringen Restrisiken für lokale Wetterereignisse.

Samstag, 18.07.2026

Morgen
Der Samstagmorgen startet in der gesamten Pfalz sehr frisch, ruhig und weitgehend wolkenlos, da die nächtlichen Gewitterzellen komplett nach Osten abgezogen sind. Lokale Nebelfelder, die sich in den feuchten Tallagen des Pfälzerwaldes und entlang der Flussläufe gebildet haben, lösen sich unter der rasch steigenden Sonneneinstrahlung zügig auf. Die Temperaturen bewegen sich in den frühen Morgenstunden in einem kühlen Bereich zwischen 12 °C und 15 Grad. Der Taupunkt liegt bei etwa 11 °C bis 13 Grad, was die relative Luftfeuchtigkeit zu Tagesbeginn mit über 85 bis 92 Prozent sehr hoch ausfallen lässt. Der Luftdruck zeigt sich leicht steigend und liegt stabil bei etwa 1016 Hektopascal. Der Wind weht nur schwach aus nordwestlicher Richtung. Niederschläge treten am Morgen keine auf.

Vormittag
Im Verlauf des Vormittags setzt sich strahlender Sonnenschein durch, wobei der Himmel über der Vorderpfalz oft komplett klar bleibt, während sich über dem Pfälzerwald erste harmlose Quellwolken bilden. Die Temperaturen klettern zügig auf angenehme sommerliche Werte zwischen 19 °C und 22 Grad. Mit der Erwärmung sinkt die relative Luftfeuchtigkeit auf rund 60 bis 70 Prozent ab. Der Taupunkt verharrt stabil in einem komfortablen Spektrum um 12 Grad, wodurch sich die Luft im Gegensatz zu den Vortagen nicht mehr schwül anfühlt. Der Nordwestwind frischt leicht auf, bleibt jedoch mit mittleren Geschwindigkeiten im schwachen Bereich, während der Luftdruck unverändert stabil bleibt. Es bleibt absolut trocken.

Nachmittag
Am Nachmittag erreichen die Temperaturen ihren Höchstwert und pendeln sich je nach Höhenlage auf Werte zwischen 24 °C in höheren Lagen und bis zu 28 Grad im Flachland entlang des Rheins ein. Das hochauflösende Regionalmodell ICON-D2 sowie das WRF-Modell simulieren am Nachmittag eine vorübergehende Verdichtung der Quellbewölkung über dem Bergland. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht ihren Tagestiefstwert bei etwa 45 bis 52 Prozent. Der Wind dreht auf West bis Nordwest und frischt spürbar mäßig auf, wobei in exponierten Höhenlagen sowie im Umfeld dichterer Wolken einzelne Böen von bis zu 55 km/h auftreten können.

Abend
Mit dem Nachlassen der thermischen Einstrahlung fallen die Quellwolken am Abend rasch in sich zusammen und machen einem weitgehend klaren Himmel Platz. Die Temperaturen sinken langsam von 24 °C auf etwa 18 Grad ab. Der Wind verliert deutlich an Kraft und weht nur noch schwach aus Nordwesten. Die relative Luftfeuchtigkeit beginnt mit der Abkühlung wieder anzusteigen und erreicht Werte um 65 bis 75 Prozent. Der Taupunkt geht leicht auf 10 °C zurück, während der Luftdruck stabil auf hohem Niveau verharrt. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit sinkt in allen Teilen der Pfalz gegen Null.

Nacht
Die Nacht zum Sonntag verläuft wechselnd wolkig bis gering bewölkt und bleibt für den Großteil der Pfalz niederschlagsfrei. Die Temperaturen kühlen in den Ballungsräumen auf rund 15 °C ab, während in den höher gelegenen Tälern des Pfälzerwaldes lokale Tiefstwerte von bis zu 10 Grad gemessen werden. Erst gegen Ausgang der Nacht signalisieren die globalen Modelle ECMWF und GFS von Süden her aufziehende, dichtere Wolkenfelder mit einer leichten Tendenz zu schauerartigem Regen. Die Luftfeuchtigkeit steigt wieder auf über 85 Prozent, während der Wind fast vollständig einschläft.

Sonntag, 19.07.2026

Morgen
Der Sonntagmorgen präsentiert sich zweigeteilt: Während es im Norden der Pfalz meist gering bewölkt und freundlich bleibt, dominieren im Süden dichtere Wolkenfelder, aus denen ausgangs der Nacht schauerartiger Regen fallen kann. Die Frühwerte liegen flächendeckend zwischen kühlen 10 °C in den Hochlagen und bis zu 14 Grad in der Vorderpfalz. Die Luftfeuchtigkeit ist aufgrund der Wolken und des leichten Regens mit 80 bis 90 Prozent sehr hoch. Der Taupunkt liegt bei etwa 9 °C bis 11 Grad. Der Luftdruck hält sein stabiles Niveau, und der Wind weht schwach aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen.

Vormittag
Am Vormittag zieht die dichtere Bewölkung im Süden rasch nach Südosten ab. Von Nordwesten her setzt sich in der gesamten Pfalz wieder heiteres und teils sonniges Wetter durch. Die Temperaturen steigen bei zunehmender Sonnenscheindauer auf Werte zwischen 16 °C und 20 Grad. Die relative Luftfeuchtigkeit geht spürbar auf rund 60 Prozent zurück. Der Wind nimmt im Bergland leicht zu und weht mäßig aus Nordwest, wodurch sich die Luft angenehm frisch und klar anfühlt. Das Regenrisiko geht gegen Null.

Nachmittag
Der Sonntagnachmittag bringt beständiges, freundliches und trockenes Sommerwetter mit einem Wechsel aus viel Sonnenschein und lockeren, völlig harmlosen Schönwetterwolken. Die Höchsttemperaturen fallen im Vergleich zum Samstag etwas kühler aus und erreichen maximal 18 Grad in der Hocheifel bzw. den höchsten Lagen des Pfälzerwaldes und bis zu 25 Grad im Rheintal. Die relative Luftfeuchtigkeit pendelt sich auf komfortable 50 bis 55 Prozent ein. Der Nordwestwind weht schwach bis mäßig, kann jedoch in freien Lagen der Westpfalz mit vereinzelten Böen um 55 km/h spürbar aufhorchen lassen. Der Luftdruck bleibt stabil im leicht erhöhten Bereich.

Abend
Am Abend verblassen die restlichen Wolkenfelder fast vollständig, sodass ein sehr sonniger und klarer Tagesausklang bevorsteht. Die Temperaturen gehen spürbar zurück und sinken in den späten Abendstunden auf Werte um 15 °C bis 17 Grad. Der Wind flaut auch in den höheren Lagen spürbar ab und dreht auf nördliche Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit steigt wieder moderat auf etwa 70 Prozent an, während die Taupunkte mit Werten um 8 °C ein sehr trockenes und angenehmes Luftgefühl hinterlassen.

Nacht
Die Nacht zum Montag verläuft in der gesamten Pfalz weitgehend wolkenlos und absolut trocken. Durch das ungehinderte Ausstrahlen kühlt es empfindlich ab. Die Tiefsttemperaturen sinken verbreitet auf Werte zwischen 12 °C und kühlen 8 Grad in den windgeschützten Tälern des Pfälzerwaldes. Der Wind weht nur noch schwach aus nördlichen Richtungen. Die Luftfeuchtigkeit steigt in der klaren Luft auf über 85 Prozent an, was in den Flussniederungen erneut die Bildung vereinzelter, flacher Frühnebelfelder begünstigt.

Analyse der Gewitterwahrscheinlichkeiten

Die detaillierte Auswertung der Modelllandschaft zeigt eine markante Stabilisierung der Atmosphäre über der Pfalz, da die energiereiche und extrem instabile Luftmasse der vergangenen Tage abgedrängt wurde.

  • Samstagnachmittag (18.07.2026): Das globale ECMWF und das hochauflösende ICON-D2 zeigen für den Samstagnachmittag eine sehr geringe, lokal begrenzte Gewitterwahrscheinlichkeit von maximal 15 bis 20 Prozent. Diese bezieht sich ausschließlich auf das pfälzische Bergland und den Pfälzerwald, wo durch orografische Hebung (Thermik über den Hängen) einzelne, isolierte Quellwolken so weit anwachsen könnten, dass es für einen kurzen Schauer oder ein schwaches, eng begrenztes Wärmegewitter reicht. Das GFS-Modell und das französische ARPEGE-Modell stufen die Luftmasse hingegen als bereits zu trocken ein und prognostizieren einen komplett niederschlagsfreien Nachmittag. Falls sich ein isoliertes Gewitter bildet, steht aufgrund der geringen Labilität kein hohes Unwetterpotenzial im Raum. Hauptgefahr wären dabei kurzzeitig auffrischende Windböen bis maximal 60 km/h (Bft 7).
  • Sonntag (19.07.2026): Für den gesamten Sonntag simulieren alle herangezogenen Modelle (AIFS, GEM, NAVGEM und das WRF) eine vollständig stabile Schichtung. Die Gewitterwahrscheinlichkeit liegt bei praktisch 0 Prozent. Der im Süden der Pfalz am frühen Morgen durchziehende schauerartige Regen ist rein stratiformer (gleichmäßiger) Natur und verfügt über keinerlei thermodynamische Energie (CAPE) zur Auslösung von Blitzen oder Donner.
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