Wetterlage
Unter Tiefdruckeinfluss strömt weiterhin kühle Meeresluft ein und es bleibt vorerst wechselhaft, mit einer deutlichen Besserung und steigenden Temperaturen im Verlauf der kommenden Woche.
Tag 1: Samstag (Wechselhaft und kühler Nordwestwind)
Morgen: Die Südpfalz befindet sich am Morgen an der Rückseite eines abziehenden Tiefdruckausläufers in einer mäßig kalten Nordwestströmung. Der Tag startet bewölkt mit vereinzelten, leichten Regenschauern. Das engmaschige ICON-D2 simuliert abschnittsweise feuchte Bodenschichten, wodurch sich flacher, kurzlebiger Bodennebel in den Niederungen bilden kann. Die Temperaturen liegen bei kühlen 6 °C. Der Wind weht schwach aus West. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 90 % sehr hoch, während der Luftdruck stabil bei etwa 1014 hPa liegt.
Vormittag: Die Schauertätigkeit lässt laut ECMWF vorübergehend nach. Die Wolkendecke lockert gelegentlich auf und lässt etwas Sonne für insgesamt etwa 1 bis 1,5 Stundendurch. Das Thermometer steigt langsam auf 9 bis 11 °C. Der Luftdruck zeigt eine leicht steigende Tendenz. Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf etwa 75 %.
Nachmittag: Der Nachmittag gestaltet sich deutlich unbeständiger und windiger. Durch die Sonneneinstrahlung wird die Luftmasse labilisiert. Unter dem Einfluss labiler Kaltluft steigt das Schauerrisiko wieder an. Die Modelle WRF und ICON-D2 berechnen lokale Schauerstaffeln, bei denen kurzzeitig moderate Mengen von bis zu 1,5 l/m² fallen können. Die Höchsttemperaturen erreichen 13 bis 14 °C. Der Südwestwind frischt spürbar auf und erreicht in Böen Geschwindigkeiten um 25 bis 30 km/h.
Abend: Zum Sonnenuntergang hin klingen die Schauer weitgehend ab. Zurück bleibt eine wechselnde bis dichte Bewölkung. Die Temperaturen gehen auf 11 bis 9 °C zurück. Der Wind flaut ab, und die Luftfeuchtigkeit steigt wieder über die 60 %-Marke.
Nacht: Das globale GFS-Modell prognostiziert eine zunehmende Aufklarung des Himmels. Durch die nächtliche Ausstrahlung sinken die Temperaturen auf schattige 6 °C. Bei Windstille und einer Luftfeuchtigkeit von über 80 % steigt das Risiko für lokale Nebelfelder in Richtung der Altrhein-Niederungen.
Tag 2: Sonntag (Zunehmend freundlich und milder)
Morgen: Eventueller Frühnebel löst sich nach Sonnenaufgang zügig auf. Der Morgen präsentiert sich zunächst gering bewölkt und trocken. Die Frühwerte bewegen sich um 7 °C. Der Luftdruck erreicht mit rund 1018 hPa seinen vorläufigen Höchstwert. Die Luftfeuchtigkeit liegt anfangs bei 84 %.
Vormittag: ECMWF und GEM stimmen in einer freundlichen Phase überein. Die Sonne setzt sich gegen lockere Quellwolken durch. Die Temperaturen klettern rasch auf angenehmere 13 bis 15 °C. Ein schwacher Wind dreht auf südliche Richtungen.
Nachmittag: Es wird der wärmste Abschnitt des Wochenendes mit Höchstwerten von bis zu 17 °C. Das ARPEGE-Modell deutet im Gegensatz zu GFS dichtere Schleierwolken an, die die Sonne milchig trüben können. Das Regenrisiko bleibt mit unter 20 % gering. Die Luftfeuchtigkeit geht auf ihren Tagestiefstwert von knapp 55 % zurück.
Abend: Der Sonntag klingt ruhig und trocken aus. Die Bewölkung verdichtet sich von Südwesten her nur langsam. Die Temperaturen sinken bis spät am Abend auf milde 12 °C. Der Wind bleibt schwach und unauffällig.
Nacht: Ein heranziehendes Tiefdrucksystem sorgt für dichte Bewölkung. Das ICON-Modell signalisiert gegen Morgen erste Regensignale. Da die Wolken wie eine Decke wirken, bleibt es mit Tiefstwerten um 8 °C deutlich milder als in der Vornacht. Die Luftfeuchtigkeit nähert sich der Sättigungsgrenze.
Tag 3: Montag (Feucht-warm und gewittrig)
Morgen: Der Montag beginnt trüb und niederschlagsreich. Die Warmfront eines neuen Tiefs bringt verbreitet schauerartigen Regen. Nebel ist aufgrund der Dynamik und des auffrischenden Windes kein Thema. Die Temperaturen starten mild bei rund 9 °C. Die Luftfeuchtigkeit liegt durchgehend bei über 85 %.
Vormittag: Die Intensität des Regens lässt zeitweise nach, es bleibt jedoch weitgehend bedeckt. Die amerikanische GFS-Simulation zeigt eine kurze Abtrocknung im Bereich der Pfalz. Das Thermometer erreicht am späten Vormittag etwa 13 °C. Der Luftdruck fällt markant ab.
Nachmittag: Das WRF-Modell und das ICON-D2 berechnen eine labil geschichtete Luftmasse im Warmsektor. Es entwickeln sich kräftige Schauer, die lokal von einzelnen Gewittern durchsetzt sein können. Dabei ist mit Starkregen zu rechnen. Trotz der Feuchtigkeit steigen die Temperaturen auf 16 bis 17 °C. Der Westwind frischt in Schauernähe stark und böig auf.
Abend: Die Gewitterfront zieht nach Osten ab, dahinter folgen letzte Schauer. Die Bewölkung lockert langsam wieder auf. Die Temperaturen sinken auf Werte um 12 °C. Die Luftfeuchtigkeit bleibt aufgrund der nassen Böden mit etwa 75 % hoch.
Nacht: In der zweiten Nachthälfte beruhigt sich das Wetter vollständig. Der Himmel klart teilweise auf. Die Tiefstwerte sinken auf 8 °C. Der Luftdruck stabilisiert sich auf niedrigem Niveau, während sich durch die Restfeuchte gegen Morgen erneut Sichtbehinderungen durch Nebel ausbilden können.