Wetterlage
Schwacher Tiefdruckeinfluss gestaltet das Wetter wechselhaft, mit einer südwestlichen Strömung fließt bis Montag noch kühle Meeresluft ein.
Tag 1: Sonntag, 17. Mai 2026 – Ruhiges, mäßig warmes Übergangswetter
Morgen
Der Sonntag startet in Westheim und Lustadt unter dem abziehenden Einfluss eines schwachen Zwischenhochs. Die hochauflösenden Regionalmodelle ICON-D2 und WRF zeigen in den frühen Morgenstunden letzte dichte Stratocumulus-Restwolken der Nacht. Diese lockern jedoch im Laufe des Morgens von Südwesten her rasch auf. Die Tiefsttemperaturen bewegen sich im recht frischen Bereich zwischen 6 °C und 8 °C. Der Luftdruck liegt stabil auf einem mäßigen Niveau von ca. 1016 Hektopascal (hPa). Aufgrund der starken nächtlichen Abkühlung des Bodens und der hohen relativen Luftfeuchtigkeit von anfangs 85 % bildet sich in den feuchten Niederungen entlang des Hainbachs und der Queich stellenweise flacher Bodenebel. Dieser besitzt jedoch keine vertikale Mächtigkeit und löst sich durch die einsetzende Solarstrahlung bis zum Ende des Morgens vollständig auf. Es fällt kein Niederschlag. Der Wind weht schwach und unbedeutend mit Stärken von 1 bis 2 Beaufort (Bft) aus südlichen Richtungen.
Vormittag
In der Vormittagsphase etabliert sich ein freundlicher und stabiler Wettercharakter. Das europäische ECMWF-Modell sowie das französische ARPEGE-Modell prognostizieren eine deutliche Zunahme der Sonnenscheindauer. Es zeigt sich ein harmonischer Mix aus viel blauem Himmel und lockeren, flachen Quellwolken (Cumulus humilis). Die Quecksilbersäule steigt durch die ungehindert einstrahlende Sonne rasch an und erreicht Werte zwischen 12 °C und 14 °C. Der Wind dreht leicht auf Südwest, bleibt mit mittleren Geschwindigkeiten von 10 km/h aber schwach. Durch die tageszeitliche Erwärmung und die Durchmischung der Luftschichten sinkt die relative Luftfeuchtigkeit auf rund 60 % ab. Die Sichtverhältnisse sind nach Auflösung des Frühnebels ausgezeichnet und liegen bei über 15 Kilometern. Das Regenrisiko tendiert gegen 0 %.
Nachmittag
Am Nachmittag erreichen die Temperaturen in beiden Gäugemeinden mit Höchstwerten von 17 °C bis 18 °C ihr tageszeitliches Maximum. Das amerikanische GFS-Modell signalisiert im Laufe des Nachmittags jedoch bereits den herannahenden Wetterwechsel: Von Frankreich und dem Saarland her zieht im Vorfeld eines Tiefdrucksystems hohe Bewölkung auf. Zunächst dämpfen dünne Schleierwolken (Cirrus) den Sonnenschein, später verdichtet sich die Bewölkung zu mittelhohen Altostratusplatten. Trotz der Wolkenzunahme bleibt es bis zum Abend hin absolut trocken. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht mit ca. 43 % ihren Tagestiefstwert. Der Luftdruck beginnt infolge der sich annähernden Tiefdruckrinne leicht zu fallen und sinkt auf 1013 hPa. Der Südwestwind frischt leicht auf, erreicht im Mittel 15 km/h, mit vereinzelten Spitzenböen von bis zu 30 km/h in freien Lagen.
Abend
In den Abendstunden übernimmt eine geschlossene Bewölkung den Himmel über der Südpfalz. Nur vereinzelte Lücken im Westen lassen die Sonne vor ihrem Untergang noch kurz rötlich durchschimmern. Die Temperaturen gehen im Zuge des fehlenden Sonnenscheins langsam auf 16 °C und später 13 °C zurück. Das kanadische GEM-Modell berechnet für diesen Zeitraum eine minimale Hebung der Luftmassen, wodurch das Regenrisiko zum späten Abend hin leicht auf 15 % ansteigt; messbarer Niederschlag ist jedoch unwahrscheinlich. Der Wind flaut wieder spürbar ab, dreht zurück auf reine Südkommission und weht nur noch schwach. Die Luftfeuchtigkeit erholt sich durch die Abkühlung und steigt wieder auf etwa 68 %.
Nacht
Die Nacht zum Montag verläuft weitgehend wolkenverhangen. Diese dichte Wolkendecke fungiert wie ein Treibhausdeckel und verhindert eine effektive Strahlungsabkühlung des Bodens. Infolgedessen bleibt die Nacht mit Tiefstwerten zwischen milde 10 °C und 12 °C für die Jahreszeit beachtlich warm. Das Risiko für Nebelbildung ist trotz steigender Luftfeuchtigkeit (um 75 %) aufgrund der fehlenden Auskühlung und der leichten turbulenten Durchmischung der bodennahen Luftschicht extrem gering. Der barometrische Luftdruck setzt seinen stetigen Fall fort und erreicht gegen Morgen etwa 1010 hPa. Gegen Ende der Nacht nimmt die Luftfeuchtigkeit weiter zu, es bleibt aber noch trocken.
Tag 2: Montag, 18. Mai 2026 – Instabil, schaueranfällig und feucht
Morgen
Der Montagvormittag kündigt sich bereits am frühen Morgen grau, trüb und unbeständig an. Ein kleinräumiges Randtief zieht von Frankreich direkt über Südwestdeutschland hinweg. Das feingliedrige ICON-D2-Modell simuliert bereits in den Stunden um den Sonnenaufgang einsetzenden, meist leichten, aber kontinuierlichen Sprüh- oder Landregen. Die Temperaturen starten aufgrund der milden Vornacht bei rund 9 °C bis 10 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt nahe an der Sättigungsgrenze bei 85 % bis 90 %, was zu einer feucht-klammen Luftwahrnehmung führt. Der Wind weht schwach, unbeständig aus wechselnden Richtungen um Süd, und der Luftdruck markiert mit 1008 hPa einen vorläufigen Tiefpunkt.
Vormittag
Im Laufe des Vormittags intensivieren sich die Niederschläge über Westheim und Lustadt spürbar. ECMWF und GEM berechnen den Durchgang eines staffelartigen Regenbandes. Es fällt mäßiger, zeitweise kräftiger Regen mit Niederschlagsraten von 1 bis 3 Litern pro Quadratmeter innerhalb weniger Stunden. Die Sonne bleibt komplett chancenlos. Die Temperaturen stagnieren unter den dichten, tief hängenden Nimbostratuswolken bei gedämpften 11 °C bis 13 °C. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit und den Niederschlag kommt es zu leichten Sichtbehinderungen durch aufliegenden Dunst und tief herabgezogene Wolkenbasen. Der Wind dreht auf Südwest bis West und frischt im Mittel leicht auf.
Nachmittag
Das WRF-Modell zeigt für den Nachmittag den Übergang von schichtbewölktem Dauerregen zu einer labil-konvektiven Wetterlage (Rückseitenwetter). Die kompakte Regenfront zieht nach Nordosten ab, dahinter reißt die Wolkendecke zeitweise auf und lässt kurze, intensive Sonnenstrahlen durch. Diese Einstrahlung heizt die feuchte Luftmasse am Boden an, was die Bildung von mächtigen Quellwolken (Cumulus congestus) triggert. In der Folge kommt es zu einem wiederholten Wechsel aus kurzen sonnigen Abschnitten und kräftigen, parzellierten Regenschauern. Die Modelle signalisieren zudem eine Wahrscheinlichkeit von 30 % für vereinzelte, kurze Sommergewitter, begleitet von kleinkörnigem Graupel. Trotz der Schauer steigt die Temperatur kurzzeitig auf 15 °C bis 16 °C. In Schauernähe und bei Gewittern kann der Wind abrupt und böig aus West bis Nordwest auffrischen (Böen bis 45 km/h). Außerhalb der Schauer liegt die Luftfeuchtigkeit bei 65 %.
Abend
Mit dem Nachlassen der thermischen Energie nach Sonnenuntergang klingen die Schauer- und Gewitterzellen am Abend rasch ab. Die Wolkendecke lockert von Westen her immer weiter auf und gibt größere klare Bereiche frei. Die Temperaturen sinken spürbar auf Werte um 11 °C ab. Die Luftfeuchtigkeit schießt aufgrund des klitschnassen Bodens und der Abkühlung schnell in die Höhe und überschreitet die 80 %-Marke. Der Wind beruhigt sich fast vollständig, flaut auf unter 5 km/h ab und dreht auf südliche bis windstille Richtungen. Der Luftdruck beginnt sich vom Tiefdruckdurchgang zu erholen und steigt minimal an.
Nacht
In der Nacht lockert der Himmel phasenweise stark auf. Die Kombination aus klarem Himmel, absolutem Windstillstand und extremer Bodenfeuchte nach den nachmittäglichen Regengüssen sorgt für ideale physikalische Bedingungen zur Nebelbildung. Das französische ARPEGE-Modell berechnet für die späten Nachtstunden die Ausbildung von stellenweise dichtem Strahlungshorizont- und Bodennebel, vor allem im Bereich der Wiesenflächen und Senken zwischen Westheim und Lustadt. Die Sichtweiten können lokal unter 150 Meter sinken. Die Temperaturen fallen auf eine kühle Tiefsttemperatur von 7 °C bis 8 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit erreicht die Sättigung von 95 % bis 100 %.
Tag 3: Dienstag, 19. Mai 2026 – Rasche Wetterberuhigung und Erwärmung
Morgen
Der Dienstag beginnt recht frisch und lokal stark sichtbehindert. Der dichte Frühnebel liegt wie ein weißes Band über den Feldern der beiden Gemeinden. Oberhalb des Nebels ist der Himmel wechselnd bewölkt. Die Frühwerte sind mit 7 °C bis 8 °C kühl, frostgefährdet ist die Vegetation jedoch nicht mehr. Die Luftfeuchtigkeit ist mit 95 % extrem hoch. Durch die aufkommende Junisonne und einsetzende leichte Luftbewegung wird der Nebel jedoch bis etwa 09:00 Uhr morgens vollständig weggestaut und weggedampft. Der Wind weht schwach aus Südwesten, und der Luftdruck verzeichnet mit 1015 hPa einen gesunden Aufwärtstrend, was die Ankunft eines neuen Hochdruckkeils ankündigt. Es bleibt trocken.
Vormittag
Nach Auflösung der Nebelfelder setzt sich am Vormittag ein nachhaltiger Trend zur Wetterbesserung durch. GFS und ECMWF laufen hier absolut synchron: Die Restfeuchtigkeit in der Atmosphäre formiert sich lediglich zu harmlosen, flachen Schönwetterwolken (Cumulus humilis). Die Sonnenscheindauer nimmt stetig zu, und die Sonne dominiert den Himmel weitgehend. Das Thermometer reagiert prompt auf die Strahlung und klettert bis zum Mittag auf angenehme 14 °C bis 15 °C. Der Wind weht konstant, aber schwach mit maximal 12 km/h aus Südwest. Die Luftfeuchtigkeit sinkt kontinuierlich auf moderate 65 %.
Nachmittag
Der Nachmittag präsentiert sich von seiner besten Seite und bringt exzellentes Außenwetter. Unter zunehmendem Hochdruckeinfluss lösen sich selbst die letzten Quellwolken fast vollständig auf, sodass ein oft wolkenloser oder nur gering bewölkter Himmel dominiert. Die Höchsttemperaturen erreichen dank der intensiven Einstrahlung warme und sehr angenehme 18 °C bis 19 °C. Die relative Luftfeuchtigkeit geht im Zuge der Erwärmung auf trockene 50 % zurück. Der Wind bleibt freundlich, weht schwach bis mäßig aus Südwest mit Geschwindigkeiten um 15 km/h und birgt keinerlei Böenpotential. Das Regenrisiko sinkt auf exakt 0 %.
Abend
Ein herrlicher, milder und ruhiger Frühlingsabend erwartet Westheim und Lustadt. Der Himmel zeigt sich weitgehend sternenklar oder nur von wenigen dünnen, dekorativen Federwolken durchzogen. Nach Sonnenuntergang kühlt es aufgrund des klaren Himmels zügiger ab als an den Vortagen; die Werte sinken von 15 °C auf ca. 11 °C bis 12 °C. Der Luftdruck setzt seinen Aufwärtstrend fort und stabilisiert sich bei soliden 1018 hPa. Die Luftfeuchtigkeit zieht im Laufe des Abends wieder auf etwa 70 % an. Es bleibt absolut windstill.
Nacht
Die Nacht zum Mittwoch verläuft anfangs klar und trocken, was die Temperaturen auf kühlere Werte um 8 °C absinken lässt. Das kanadische GEM-Modell deutet jedoch an, dass gegen Morgen von Westen her – bedingt durch ein neues Atlantiktief über Westeuropa – wieder dichtere, hohe Wolkenfelder (Cirrostratus) heraufziehen. Diese verhindern in der zweiten Nachthälfte eine weitere starke Auskühlung. Eine nennenswerte Nebelbildung ist unwahrscheinlich, da die Luftschichten durch eine ganz leichte, reaktivierte Luftbewegung aus Südwest in Bewegung gehalten werden. Die Luftfeuchtigkeit pendelt sich bei 75 % ein, der Luftdruck beginnt am Ende der Nacht auf hohem Niveau leicht zu stagnieren.