Das Wetter in Westheim und Lustadt in der Pfalz, 18.05.2026 bis 20.05.2026

Wetterlage
Die kommenden drei Tage in Westheim und Lustadt (Pfalz) stehen im Zeichen eines wechselhaften Übergangs von feucht-kühler Meeresluft zu deutlich milderem und freundlicherem Frühlingswetter. Da beide Gemeinden in unmittelbarer Nachbarschaft in der südpfälzischen Rheinebene liegen, fallen die meteorologischen Parameter nahezu identisch aus. Die hochauflösenden Regionalmodelle (ICON-D2, WRF) sowie die globalen Leitmodelle (ECMWF, GFS, GEM, ARPEGE) zeigen eine hohe Übereinstimmung bei der Milderung, weichen jedoch im Detail bei den exakten Regenschwerpunkten geringfügig voneinander ab.

Tag 1: Tiefdruckeinfluss und wechselhaftes Schauerwetter

Morgen
In den frühen Morgenstunden dominiert dichte, tief hängende Bewölkung das Landschaftsbild der Südpfalz. Das hochauflösende ICON-D2-Modell signalisiert durch die Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit von über 92% und nächtlicher Abkühlung ein hohes Risiko für lokale Nebelfelder, insbesondere in den flachen Niederungen der Queichwiesen. Das europäische ECMWF und das französische ARPEGE rechnen mit ersten, noch schwachen Regentropfen bei kühlen 8 bis 10 Grad. Der Luftdruck verweilt auf einem relativ niedrigen Niveau von rund 1012 Hektopascal. Es weht ein schwacher Wind aus Südwest mit Geschwindigkeiten um die 7 km/h.

Vormittag
Bis zum späten Vormittag steigen die Temperaturen auf etwa 12 bis 13 Grad an, was den Nebel allmählich auflöst. Die Wolkendecke bleibt jedoch weitgehend geschlossen. Das amerikanische GFS-Modell prognostiziert eine wellende Frontalzone, die ab ca. 10:00 Uhr eine strukturiertere Regenfront heranführt. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit klettert laut dem kanadischen GEM-Modell auf über 70%. Das WRF-Modell zeigt dabei Akkumulationen von etwa 1 bis 2 Litern pro Quadratmeter. Die Sonne hat in diesem Zeitfenster keinerlei Chancen, sich gegen das trübe Grau durchzusetzen.

Nachmittag
Am Nachmittag erreichen Westheim und Lustadt ihre Höchstwerte von etwa 15 bis 16 Grad. Die Schauertätigkeit intensiviert sich. Während das ECMWF flächigen Landregen berechnet, zeigt das feinskalige ICON-D2 Schauerstaffeln mit eingelagerten, kräftigeren Regengüssen. Der Wind frischt spürbar auf und dreht auf West, wobei Böen im Bereich von 30 bis 35 Kilometern pro Stunde gemessen werden können. Die Luftfeuchtigkeit bleibt mit 85% unverändert hoch, was zu einem feuchtkühlen, unbeständigen Wetterempfinden führt.

Abend
Mit Einbruch der Dämmerung beginnt die Front nach Osten abzuziehen. ARPEGE und GEM prognostizieren ein allmähliches Nachlassen der Niederschläge von Westen her. Die Wolkendecke lockert stellenweise auf, sodass sich vereinzelt noch die Abendsonne vor dem Untergang zeigen kann. Die Temperaturen sinken zügig auf 12 bis 14 Grad ab. Der Luftdruck beginnt am späten Abend leicht zu steigen, was auf eine beginnende Stabilisierung der Atmosphäre hindeutet.

Nacht
In der Nacht beruhigt sich das Wettergeschehen deutlich. Die Bewölkung reißt weiter auf und es bleibt weitgehend trocken. Durch die feuchten Böden und das Aufklaren schätzt das WRF-Modell die Gefahr von bodennahem Nebel oder dichtem Dunst erneut als hoch ein. Die Tiefsttemperaturen sinken auf herbe 7 bis 8 Grad. Der Wind schläft fast vollständig ein und weht nur noch schwach aus wechselnden Richtungen.

Tag 2: Übergang zu freundlicherem Zwischenhocheinfluss

Morgen
Der zweite Tag startet kühl und örtlich neblig-trüb. Nach Auflösung der Frühnebelfelder um Westheim und das angrenzende Lustadt zeigt das ICON-D2-Modell jedoch rasch einsetzendes Absinken der Luftmassen. Die relative Luftfeuchtigkeit geht von anfänglichen 90% zügig zurück. Bei Werten um 9 Grad zeigt sich der Himmel rasch wechselnd bewölkt, Restwolken der Nacht verziehen sich. Der Luftdruck stabilisiert sich bei soliden 1016 Hektopascal.

Vormittag
Am Vormittag setzt sich vermehrt die Sonne durch. Das globale ECMWF und das GFS sind sich hierbei sehr einig und prognostizieren einen freundlichen Wechsel aus Sonnenschein und harmlosen Quellwolken. Das Niederschlagsrisiko sinkt im gesamten Vorhersagegebiet auf unter 20%, sodass es überall trocken bleibt. Das Thermometer klettert auf angenehmere 14 bis 16 Grad. Der Wind weht schwach aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen.

Nachmittag
Der Nachmittag bringt bestes Ausflugswetter in der Pfalz. Das GEM-Modell stützt den Trend zu ausgedehnten sonnigen Abschnitten mit bis zu 5 Sonnenstunden für diesen Tag. Die Temperaturen erreichen milde Höchstwerte von 18 bis 19 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sinkt am Nachmittag auf ein komfortables Niveau von etwa 55%. Ein Schauerpotenzial ist in den Modellkarten von WRF und ARPEGE für diesen Zeitraum nicht mehr auszumachen.

Abend
Zum Abend hin fallen die Quellwolken durch den Mangel an thermischer Einstrahlung in sich zusammen. Es erwartet die Region ein weitgehend wolkenloser und sehr milder Ausklang des Tages bei Temperaturen um 15 Grad. Der Wind flaut noch weiter ab. Der barometrische Luftdruck erreicht mit etwa 1018 Hektopascal seinen vorläufigen Höhepunkt.

Nacht
Die Nacht verläuft unter einem sternenklaren Himmel. Da der Wind nahezu vollständig abflaut, strahlt der Boden stark aus. Das ICON-D2 deutet an, dass sich in unmittelbarer Nähe zu Bachläufen flache Nebelfelder bilden können. Es wird spürbar frisch mit Tiefstwerten zwischen 7 und 9 Grad, während die Luftfeuchtigkeit in den späten Nachtstunden wieder auf über 85% ansteigt.

Tag 3: Zunehmende Bewölkung und späte Schauerneigung

Morgen
Der dritte Tag beginnt nach einer klaren Nacht recht frisch bei knapp 10 Grad. Eventuelle flache Frühnebelfelder lichten sich durch die rasch Kraft gewinnende Morgensonne innerhalb der ersten Tagesstunde. GFS und ECMWF zeigen am frühen Morgen noch viel Sonnenschein über der Pfalz, während der Luftdruck im Zuge eines sich von Westen nähernden neuen Tiefdruckausläufers wieder leicht zu fallen beginnt.

Vormittag
Im Laufe des Vormittags zieht von Westen her hohe, dünne Schleierbewölkung auf. Diese kündigt einen Wetterwechsel an, dämpft den Sonnenschein aber zunächst nur unwesentlich. Die Temperaturen steigen zügig an und erreichen bereits am späten Vormittag die 17-Grad-Marke. Der Wind frischt im Vergleich zum Vortag etwas auf und dreht zurück auf südwestliche Richtungen.

Nachmittag
Am Nachmittag verdichtet sich die Bewölkung von Frankreich her spürbar. Das französische ARPEGE-Modell reagiert hierbei am empfindlichsten und lässt die Wolkenbasis rasch absinken. Trotz der zunehmenden Bewölkung wird es mit Höchstwerten von 19 bis 20 Grad der wärmste Tag des Vorhersagezeitraums. Das GEM und das WRF-Modell halten die Region bis zum späten Nachmittag noch trocken, wenngleich das Regenrisiko auf 40% ansteigt.

Abend
Am Abend erreicht das zugehörige Regenband Westheim und Lustadt. Das ECMWF und das hochauflösende ICON-D2 zeigen übereinstimmend das Übergreifen von teils schauerartig verstärktem Regen ab den Abendstunden. Die Niederschlagsmengen bewegen sich nach aktuellen Berechnungen zwischen 2 und 4 Litern pro Quadratmeter. Die Luftfeuchtigkeit schnellt wieder auf über 80% hoch und die Temperaturen gehen auf etwa 13 bis 14 Grad zurück.

Nacht
In der Nacht zieht der Schwerpunkt des Regens langsam nach Osten ab, es verbleibt jedoch eine hohe Neigung zu leichtem Sprühregen oder einzelnen Nachzügler-Schauern. Aufgrund der dichten Wolkendecke und der feuchtwarmen Luftmasse bleibt die Nacht mit Tiefstwerten von 11 bis 12 Grad deutlich milder als die vorangegangenen Nächte. Der Luftdruck sinkt weiter auf etwa 1010 Hektopascal ab und es weht ein mäßiger, in Böen spürbarer Südwestwind.

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